Drei Spiele, drei Siege: Die Kölner Haie halten sich in den DEL-Playoffs bislang schadlos. In Schwenningen behielt der KEC am Sonntag erneut die Nerven und hat das Halbfinale fest im Blick.
Haie-Krimi in den PlayoffsKEC-Entscheidung fällt 13 Sekunden vor Schluss

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Die Kölner Haie wollen ihre Traum-Saison in der DEL jetzt auch mit der Meisterschaft krönen. Im Viertelfinale erweisen sich die Schwenninger Wild Wings zwar als harter Gegner, der KEC entschied die ersten drei Duelle aber knapp für sich.
Am Sonntag (29. März 2026) machten die Haie mit einem 4:2-Erfolg den nächsten Schritt Richtung Halbfinale, nur noch ein Sieg fehlt für das Weiterkommen. Hier gibt es das dritte Spiel der Serie noch einmal zum Nachlesen.
Kölner Haie kassieren Blitz-Gegentor in Schwenningen
Schwenninger Wild Wings - Kölner Haie 2:4 (1:1|0:0|1:3)
Tore: 1:0 Platzer (1.), 1:1 Bokk (5.), 1:2 Austin (45.), 1:3 Kero (46.), 2:3 Spink (49.), 2:4 Kammerer (60.)
Stand in der Best-of-seven-Serie nach zwei Spielen: Kölner Haie - Schwenninger Wild Wings 3:0
1. Drittel: Horror-Auftakt für die Kölner Haie in Schwenningen! Im ersten Heimspiel trafen die Gastgeber beim 0:1 gegen den KEC überhaupt nicht, diesmal dauert es gerade mal 43 Sekunden, ehe Kyle Platzer den Puck nach einem abgeblockten Abschluss im zweiten Anlauf im Netz unterbringt.
Dass es beim Neunten der Hauptrunde zu Beginn hitzig werden würde, hatten die Haie zwar so erwartet, dennoch überrumpelt Schwenningen den KEC hier ganz früh. Gleich nach dem Gegentor gibt es ein erstes Powerplay für Köln, das bringt aber nichts ein.
Ihre offensiven Qualitäten zeigten die Haie dann aber auch schon in der Anfangsphase. Aubry bricht auf rechts komplett frei durch, hat das Auge für den in der Mitte lauernden Dominik Bokk. Der hat keine Mühe, die Scheibe zum 1:1 im Tor zu versenken.
Schon jetzt sind damit mehr Tore gefallen als im ersten Spiel der Serie am Mittwoch. Nach dem Blitz-Start beider Teams beruhigt sich das Spiel in der Folge allerdings, sodass es mit einem 1:1 in die erste Pause geht.
2. Drittel: Ruhiger als im ersten Abschnitt verlaufen die anfänglichen Minuten im Mittel-Drittel. Diesmal lässt sich der KEC nicht auf dem falschen Fuß erwischen, das Unentschieden hat auch nach einer halben Stunde Spielzeit Bestand.
In Sachen Druckphasen wechseln sich beide Teams immer wieder mal ab, entscheidende Vorteile kann sich allerdings niemand erspielen. In Minute 36 haben die Haie dann die ganz dicke Chance auf das 2:1, doch anders als bei seinem Ausgleichstor scheitert Bokk diesmal am Torhüter. Im Gegenzug lässt Platzer seinen zweiten Treffer liegen, donnert den Puck links neben den Kölner Kasten.
Nach 40 Minuten steht es daher weiterhin 1:1, bei MagentaSport sagt Jan Luca Sennhenn: „Es ist Playoff-Hockey, das gibt die kleine Eisfläche her. Defensive steht an erster Stelle, wir kämpfen um jede Scheibe und um jeden Zentimeter auf dem Eis. Wir wollen vier Siege holen und alles reinlegen, damit wir den Sieg in der Serie holen.“
Haie sorgen aufs leere Tor für die Entscheidung in Schwenningen
3. Drittel: Es geht in den finalen Abschnitt in Schwenningen – und die Haie legen vor! Brady Austin wird links vor dem Tor freigespielt, legt sich die Scheibe konzentriert zurecht und donnert sie dann an Keeper Eriksson vorbei ins kurze Eck. 2:1 für den KEC nach 45 Minuten.
Kurz darauf macht Tanner Kero den Doppelschlag perfekt! Auf Vorlage von Gregor MacLeod vom Bully-Punkt behält Kero exakt 60 Sekunden nach dem 2:1 die Ruhe und vollendet eiskalt.
Die letzten zwölf Spielminuten versprechen doch noch einmal Spannung pur: Nach einem Foul kurz vor dem Abschluss von Feist gibt es Penalty für Schwenningen, Tyson Spink tritt an und behält die Nerven, die Wild Wings sind durch das Tor zum 2:3 wieder in Schlagdistanz.
Nate Schnarr hat kurz nach dem Anschlusstor die Chance auf das 4:2, der Doppeltorschütze beim vergangenen Heimspiel gegen Schwenningen kann den gegnerischen Goalie diesmal allerdings nicht überwinden.
Knapp drei Minuten vor dem Ende hat Schwenningen einen Spieler zu viel auf dem Platz, es gibt eine Zeitstrafe. Doch die Überzahl hält nur eine Minute, dann kassieren auch die Haie eine Strafe.
Anderthalb Minuten stehen noch auf der Spieluhr, die Wild Wings nehmen den Torwart aus dem Tor, spielen mit fünf gegen vier und drücken auf den Ausgleich. Nach reichlich Dusel können die Haie dann einmal entscheidend kontern: Maxi Kammerer profitiert von einem gegnerischen Fehler, stürmt auf das leere Tor zu und vollendet 13 Sekunden vor Schluss routiniert zum 4:2.
Parker Tuomie sagte nach dem Spiel bei MagentaSport: „Heute war es sehr zäh, wir haben die ersten zwei Drittel nicht sehr sauber gespielt. Im dritten Drittel haben wir zu unserem Spiel zurückgefunden, haben in der Offensive das getan, was wir tun mussten.“


