Ein Ex-NBA-Profi provoziert bei einem Frauenspiel, betritt das Feld und wird rausgeworfen. Der Grund ist hochexplosiv.
Riesen-Eklat in der WNBAEx-NBA-Star fliegt nach Zoff mit Spielerin aus der Halle

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Enes Kanter Freedom und T-Shirt mit Zuschauer
Ein handfester Skandal erschüttert die Frauen-Basketballliga WNBA, und mittendrin: Enes Kanter Freedom. Der frühere NBA-Profi saß am Sonntag beim Match zwischen Chicago Sky und Indiana Fever (Endstand 90:113) direkt am Spielfeldrand.
Die Situation kochte kurz vor Schluss des dritten Spielabschnitts hoch: Natasha Cloud, Spielerin des Heimteams, versenkte einen Ball, konfrontierte Freedom verbal und deutete auf ihn. Seine Reaktion: Er ging mit ausgebreiteten Armen auf das Spielfeld. Das Sicherheitspersonal und Clouds Teamkolleginnen mussten sofort dazwischengehen, um Schlimmeres zu vermeiden.
Zoff um Trans-Debatte: Freedom will in die WNBA
Die Folge kam prompt: Sicherheitsleute führten Freedom aus der Wintrust Arena. Während des Abgangs stellte er demonstrativ sein T-Shirt zur Schau. Darauf stand „WOMAN - noun. adult human female“, was in der deutschen Entsprechung „Frau, Substantiv. Erwachsener weiblicher Mensch“ heißt. Das berichtet „SPOX“.
Diese Auseinandersetzung ist die vorläufige Spitze eines wochenlangen Wirbels, den Freedom in der WNBA entfacht hat. Im Kontext der Diskussion über die Zulassung von trans* Spielerinnen gab der 34-Jährige vor Kurzem bekannt, sich ab sofort als Frau zu sehen.
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Sein Ziel sei die Teilnahme am nächsten WNBA-Draft. Für viele ist das Ganze nur ein billiger PR-Stunt. Mit Royce White steht schon ein weiterer Ex-NBA-Spieler bereit, der auf die gleiche Art den Weg in die Damen-Liga sucht.
Aus den Kreisen der NBA und WNBA hagelte es für Freedoms Auftritt scharfe Kritik. Kyle Kuzma, der bei den Milwaukee Bucks unter Vertrag steht, titulierte ihn als „Drama Queen“ und versah seinen Post mit einem Clown-Emoji. Auch der ehemalige Profi Evan Turner zeigte in den sozialen Netzwerken sein Unverständnis. Mikal Bridges, der für die New York Knicks spielt, wurde noch direkter und nannte Freedom einen „totalen Versager“.
Freedom selbst gab sich in den sozialen Medien keinerlei Schuld und beklagte, dass es angeblich stets Frauen seien, die andere Frauen ablehnen. Die Hinausstellung bezeichnete er als „inakzeptabel“. Bei Fox News präsentierte er seine Version der Ereignisse: Er habe nur einen gelungenen Drei-Punkte-Wurf von Sophie Cunningham bejubelt. Clouds angebliche Reaktion darauf war der Zuruf: „Sie wird nicht mit dir schlafen.“
Er sei daraufhin aufgestanden, um deutlich zu machen, „dass sie nur hier ist, um Frauen zu beschützen.“ Cunningham, in den Vereinigten Staaten als „MAGA-Barbie“ bekannt, hatte die Diskussion mit ihren deutlichen Positionen gegen die Teilnahme von trans* Frauen im weiblichen Profisport ausgelöst.
Direkt nach der Partie hielt sich Natasha Cloud mit einem Statement zurück. Ihr Coach Tyler Marsh ergriff jedoch das Wort und stärkte ihr den Rücken: „Ich habe ihr gesagt, dass wir alle sie als jemanden schätzen, der unser Team schützt und auch Menschen, die Schutz brauchen. Tashs wird immer hinter diesem Standpunkt stehen – und wir stehen hinter Tash.“
Im Nachgang meldete sich Cloud dann doch persönlich auf Social Media zu Wort. Ihre Botschaft an alle trans* Menschen war unmissverständlich: „Ihr seid Teil MEINER Gemeinschaft und MEINES Kreises. Ihr gehört dazu. Ihr werdet geliebt. Ihr werdet wahrgenommen. Ihr seid perfekt, so wie ihr seid. Und ich werde euch immer beschützen.“ (red)

