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Köln ist mehr als sexy!Aber viel spannender ist die Frage: Warum eigentlich?

Copyright: Louisa Noack / Montage

In ihrer Kolumne „Liebe. Leben. Köln.“ schreibt Louisa Noack über Liebe, Beziehungen und die kleinen Geschichten, die das Leben in Köln jeden Tag bereithält. Vielleicht ist das Attraktivste an Köln gar nicht die Skyline, sondern das Gefühl, einfach man selbst sein zu dürfen.

Köln gehört offiziell zu den sexuell freiesten Städten der Welt. Im neuen Sexually Liberal City Index 2026 des Erotikportals Erobella landet die Domstadt auf Platz vier und ist damit erneut die bestplatzierte deutsche Stadt, noch vor Berlin. Aber was macht eine Stadt eigentlich wirklich sexy?

Ich gebe zu: Als ich die Schlagzeile gelesen habe, musste ich schmunzeln.

Köln gehört zu den sexuell freiesten Städten der Welt.

Platz vier weltweit. Vor Berlin. Vor Hamburg. Und London? Irgendwo auf Platz 23. New York schafft es sogar nur auf Rang 32. Also habe ich sofort an Franco gedacht.

Franco, den italienischen Barbesitzer meines Vertrauens. Ich erzählte ihm von dem Ranking und fragte: „Na, überrascht dich das?“ Er hob kurz den Blick von seiner Espressomaschine und sagte ganz trocken: „Louisa, dafür hätte ich keine Studie gebraucht."

Ich musste lachen. Denn wahrscheinlich hat er recht. Wer durch Köln läuft, merkt ziemlich schnell, dass diese Stadt ein bisschen anders tickt. Hier sitzt das queere Paar selbstverständlich Hand in Hand am Nebentisch. Hier wird beim CSD gefeiert, als wäre Vielfalt das Normalste der Welt. Hier wird über Liebe, Beziehungen und Sexualität oft erstaunlich offen gesprochen. Und trotzdem habe ich mich gefragt:

Macht uns das wirklich sexy? Oder ist es vielleicht etwas ganz anderes? Darüber habe ich später mit Zoe, 19, meiner Gen-Z-Expertin, gesprochen. „Ganz ehrlich", sagte sie. „Sexy ist für mich nicht, wie viele Sexshops es in einer Stadt gibt." Sie überlegte kurz. „Sondern sexy ist, wenn ich mich irgendwo nicht erklären muss."

Ich glaube, schöner kann man es kaum sagen. Denn genau das steckt hinter diesem Ranking. Bewertet wurden nicht nur Angebote rund um Sexualität, sondern auch Themen wie Gleichberechtigung, queeres Leben, rechtliche Rahmenbedingungen und die Möglichkeit, Sexualität offen zu leben.

Vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum Köln so weit vorne landet. Nicht, weil hier alles freizügiger ist. Sondern weil viele Menschen hier das Gefühl haben, einfach sie selbst sein zu dürfen. Als ich Franco das erzählte, lächelte er.

„Die Menschen kommen nicht nach Köln, weil hier alles perfekt ist", sagte er. „Sie kommen, weil sie hier nicht ständig darüber nachdenken müssen, ob sie dazugehören." Und genau das gefällt mir an unserer Stadt. Vielleicht ist das Attraktivste an Köln gar nicht das Nachtleben. Nicht die Bars. Nicht der Karneval. Nicht einmal der Dom. Sondern dieses Gefühl, dass hier Platz für ganz unterschiedliche Lebensentwürfe ist.

Und da muss ich euch eine Veranstaltung empfehlen, die dieses Gefühl exakt widerspiegelt: Der Electric Summer of Love im Odonien – als wenn es etwas Passenderes geben würde! Am 7. und 8. August. Alle Infos und Tickets gibt es hier:

Ticket und Infos: hier gehts ins Odonien

Variante 2 – wer gern, wie ich, auf den Dächern der Stadt zu den Beats tanzt: Die Partyreihe „Silenzio“ gibt es am Samstag auf der Sonnenscheinetage – und zwar mitten in der Stadt auf dem Dach eines Parkhauses. Tickets gibt es hier:

Tickets und Infos: Silenzio auf der Sonnenscheinetage

Wenn eine internationale Studie genau das bestätigt, was ich in dieser Stadt fühle, dann finde ich: Darf Köln darauf ruhig ein bisschen stolz sein. Übrigens: Vor uns im Ranking sind nur: Vancouver, Amsterdam und Manchester. Happy sexy! 

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