Als Antwort auf den Angriff beim Berliner CSD mobilisiert die queere Gemeinschaft in Köln. Geplant ist eine große Demonstration für Solidarität im Herzen der Stadt.
Nach Attacke auf CSDKölns queere Szene plant Protestmarsch – Zeichen gegen Hass

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Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin ruft die queere Community Kölns zu einer Solidaritätsdemo auf. Unser Archivfoto zeigt Teilnehmer der Parade zum Christopher Street Day, die am 5. Juli 2026 über die Deutzer Brücke ziehen.
Als Reaktion auf die Attacke während des Berliner Christopher Street Day (CSD) plant die Kölner queere Gemeinschaft eine Demonstration des Zusammenhalts. Am Sonntag (9. August) rufen die Organisatoren – darunter Cologne Pride sowie das queere Jugendzentrum Anyway – gemeinsam mit Verbündeten zu einem Marsch durch die Domstadt auf. Der „Queer March“ beginnt um 14 Uhr an der Deutzer Werft und hat den Friesenplatz zum Ziel.
Der Auslöser war der islamistisch und queerfeindlich motivierte Angriff auf den Berliner CSD, welcher unter dem Leitspruch „Haltung ist hot“ stand. Jetzt sei es „notwendiger denn je“, Haltung zu zeigen, so die Organisatoren. Sie setzen auf „eine breite Mobilisierung verschiedener Vereine, Organisationen und Gruppierungen“.
Klare Botschaft aus der Domstadt: Köln stellt sich gegen Queerfeindlichkeit
Im Aufruf zum „Kölner Queer March“ wird eine unmissverständliche Warnung ausgesprochen: „Wer die Freiheit der queeren Community, die Freiheit dieser Gesellschaft anfechten und einschränken will, legt sich mit den Falschen an“. Zugleich stellen die Veranstalter klar: „Wir lassen uns auch nicht von Rechtsextremist:innen instrumentalisieren – vor allem nicht im Hass gegen Menschen muslimischen Glaubens.“
Die Organisatoren verlangen aber mehr als bloße „Worte der Solidarität“. Es sei nun ein umfassendes Handeln von Politik und Zivilgesellschaft erforderlich. Ihre konkrete Forderung lautet: „Wir fordern von Bund, Ländern und Kommunen Maßnahmen, dass queere Strukturen und queeres Leben nachhaltig geschützt und gestärkt werden, um der wachsenden Queerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft begegnen zu können.“
Deshalb richtet sich ein Appell an die queere Gemeinschaft sowie all ihre Verbündeten aus ganz Nordrhein-Westfalen, beim „Queer March“ in der Domstadt mitzulaufen. Dort sollen sie ein Zeichen für Diversität, Toleranz und eine offene Gesellschaft setzen, betonen die Initiatoren. (red)
