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Drei kritische Inhaltsstoffe gefunden „Öko-Test“ zeigt beste Cremes, Nivea fällt knallhart durch

Ökotest hat mehrere Cremes für Kinder und Babys getestet. Das Markenprodukt von Nivea ist dabei durchgefallen.

„Öko-Test“ hat mehrere Cremes für Kinder und Babys getestet. Das Markenprodukt von Nivea ist dabei durchgefallen. 

Es ist kalt, es ist nass und es ist windig: Viele Eltern suchen im Herbst und im Winter die passende Creme für ihre Kinder. Doch dass nicht alle Produkte frei von problematischen Inhaltsstoffen ist, zeigt eine neue Untersuchung von „Öko-Test“. Ein Markenprodukt von Nivea hat die Note „ungenügend“ erhalten. 

Köln. Wenn es in den Wald, auf den Spielplatz oder zum Toben auf die nächste Wiese geht, müssen Kinder im Herbst und im Winter nicht nur den dicken Pullover und die passende Jacke anziehen. Auch die empfindliche Haut muss geschützt werden. Ökotest hat nun diverse Wind- und Wettercremes für die Jüngsten unter die Lupe genommen.

Die gute Nachricht: Problematische Inhaltsstoffe müssen Eltern in der Regel nicht befürchten. Das ergab die Labor-Auswertung der 20 Cremes für „Öko-Test“ (Ausgabe 11/2021). Dabei ist das Markenprodukt von Nivea jedoch durchgefallen. Der Grund: gleich mehrere kritische Inhaltsstoffe.

Wie „Öko-Test“ berichtet, sei man bei der „Nivea Baby Wind & Weather Creme“ auf Mineralölbestandteile gestoßen – Fette auf Mineralölbasis, die sogenannte aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) enthalten. Das Markenprodukt sei deshalb zusammen mit einem weiteren Produkt durchgefallen, das ebenfalls Paraffine und MOAH enthält. Unter diesen Mineralölkohlenwasserstoffen könnten demzufolge auch krebserregende Verbindungen sein. 

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18 andere Produkte schnitten jedoch mit der Note „gut“ oder „sehr gut“ ab. 

Verbraucher aber können diese fragwürdigen Paraffine beim Kauf auf der Liste der Inhaltsstoffe erkennen, die auf der Verpackung oder im Beipackzettel abgedruckt ist. Dort werden sie dann als Paraffinum, Petrolatum, Isohexadecane oder als Cera microcristallina aufgeführt.

Nivea: Creme enthält auch kritisches BHT

In einem anderen Produkt habe das Labor laut „Öko-Test“ auch den problematischen Stoff BHT gefunden: Butylhydroxytoluol. BHT sei auch in der Nivea-Wettercreme zu finden. Die Substanz steht unter dem Verdacht, wie ein Hormon zu wirken. Weil gleich drei kritische Inhaltsstoffe in der Creme zu finden sind – MOAH, BHT, Paraffine – habe man das Nivea-Produkt mit „ungenügend“ abschneiden lassen. Damit ist es Testverlierer.

Zwei Produkte – darunter auch die Nivea-Creme – enthielten im Test enthielten außerdem Zinkoxid, Kunden können dies ebenfalls auf der Liste der Inhaltsstoffe finden. „Öko-Test“ kritisiert, dass hier allerdings der Zusatz „nano“ fehle. Da Risiken von Nanomaterialien nicht abschließend geklärt sind, muss laut EU-Kosmetikverordnung dieser Zusatz aufgeführt sein, wenn mehr als 50 Prozent der Partikel in der Größe zwischen 1 und 100 Nanometern liegen. Das sei bei den analysierten Produkten eben der Fall gewesen. (mg)

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