Günstige Lebensmittel Gesunde und preiswerte Ernährung trotz Inflation 

Günstige Lebensmittel: Tipps vom Einkauf bis hin zur Zubereitung.

Günstige Lebensmittel: Tipps vom Einkauf bis hin zur Zubereitung.

Günstige Lebensmittel trotz Inflation? Mit diesen genialen Tipps und Tricks ist es trotz eines geringen Budgets möglich, gesund und ausgewogen zu essen.

Alles wird teurer: Besonders betroffen sind dabei vor allem Preissteigerungen von Lebensmitteln. Weniger Essen ist keine Option. Beim Einkaufen und Kochen auf preiswerte Zutaten zu achten, ist hingegen ein guter Weg, um der Mehrbelastung auszuweichen.

Während deutsche Haushalte 2018 im Schnitt fast fünf Euro im Monat für Butter ausgaben, sind es – nach Anrechnung der jährlichen Inflationsraten bei gleichbleibendem Konsum – 2022 schon fast sechs Euro monatlich.

Und auch für andere Lebensmittel wie Brot oder Speiseöl müssen Verbraucher und Verbraucherinnen tiefer in die Tasche greifen. Höchste Zeit, sich damit auseinander zu setzen, welche Tipps beim Einkaufen und Zubereiten günstiger Lebensmittel beachtet werden können.

Günstige Lebensmittel: Bereits beim Einkaufen sparen

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1. Einkauf vorher planen

Wer wenig Geld zur Verfügung hat, muss langfristig denken. Deshalb ist es hilfreich, bereits vor dem Einkaufen ausreichend zu planen. Natürlich macht es einen Unterschied, ob eher zu günstigen oder teuren Lebensmitteln gegriffen wird.

Dennoch ist nicht zu vergessen, dass auch die Menge beim Preis eine wichtige Rolle spielt. Ist genau bekannt, wie viel der Lebensmittel für ein bestimmtes Gericht benötigt wird, kann durch ausreichende Planung gezielt die richtige Menge an Nahrungsmitteln eingekauft werden. Somit wird unnötigen Impulskäufen entgegengewirkt und gleichzeitig werden weniger übriggebliebene Lebensmittel weggeworfen. 

2. Frische Lebensmittel einkaufen

Auch Fertiggerichte sind sehr beliebt, wenn es einmal schnell gehen muss. Doch preislich gesehen sind diese oft viel teurer als frisch zubereitete Gerichte. Es lohnt sich also beim Einkauf, auf Fertiggerichte zu verzichten und stattdessen Gemüse, Obst und Co. in den Einkaufswagen zu legen. Diese Lebensmittel sind auf Dauer nicht nur günstiger, sondern natürlich auch gesünder. 

3. Saisonal einkaufen

Ein weiterer Tipp rund ums Einkaufen von günstigen Lebensmitteln: Saisonales Obst und Gemüse kaufen. Natürlich sind Erdbeeren im Winter um ein Vielfaches teurer als im Sommer, wenn sie frisch von unseren deutschen Wiesen gepflückt werden können. Genauso ist es, wenn Sie Sommergemüse im Winter kaufen. Deshalb gilt: Einfach das kaufen, was die Saison hergibt. In den Wintermonaten sind das vor allem Wurzeln und Knollen, aber auch Feldsalat und Äpfel.

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4. Pure Milchprodukte kaufen

Im Bereich der Milchprodukte lassen sich ebenfalls einige Fehler beim Einkaufen vermeiden. Die Rede ist dabei vor allem von Fruchtjoghurt oder Quarkmischungen mit Fruchtzusätzen. Diese sind im Vergleich zu Naturjoghurt und Quark ohne Zusatz häufig deutlich teurer. Deshalb ist es sinnvoll, auf unverarbeitete Produkte zurückzugreifen. Und falls Sie doch Lust auf Fruchtjoghurt und -quark verspüren, mischen Sie einfach Ihr Lieblingsobst darunter.

Insgesamt können beim Einkaufen einige Tipps beachtet werden, die das Besorgen günstiger Lebensmittel vereinfachen. Ist der Einkauf ausreichend geplant, geht es nun daran, die richtigen Lebensmittel zu finden. Diese sind im Idealfall nicht nur günstig, sondern auch nahrhaft und schmackhaft.

Günstige Lebensmittel unter 1 Euro

Die Tatsache, dass günstige Lebensmittel ungesund oder von schlechter Qualität sind, ist längst hinfällig. Vor allem bei Grundnahrungsmitteln lohnt es sich oft, zur Discounterware statt zum Markenprodukt zu greifen. Demnach gibt es auch während den aktuellen Preissteigerungen zahlreiche Grundnahrungsmittel unter einem Euro, woraus preiswerte, leckere und gesunde Gerichte gezaubert werden können:

  • Reis (ca. 20 Cent pro Portion): Reich an Kohlenhydraten, verhindert Herzerkrankungen, besonders reich an Vitaminen der Gruppe B und der Gruppe E, sättigend
  • Linsen (eine Portion ca. 50 Cent): hoher Energiewert, reich an Eiweiß, gute Eisenquelle, reich an Kalium, das für das reibungslose Funktionieren des Nervensystems notwendig ist
  • Nudeln (ca. 20 Cent pro Portion): langes Sättigungsgefühl wegen reichlich Kohlenhydraten, der Ballaststoffanteil ist in Vollkornnudeln allerdings höher als in herkömmlichen Teigwaren
  • Kartoffeln (ca. 50 Cent pro Portion): enthält Vitamine A, B (B2, B6, B11) H und K, reichlich Kalorien, Schale ist reich an Ballaststoffen und hält den Darm gesund
  • Eier (zwei Stück Bio-Eier ca. 80 Cent): reich an Eiweiß und essenziellen Aminosäuren, reiche Menge an Vitaminen wie Vitamin A, B12, D und K sowie Biotin, enthält ungesättigte Fettsäuren
  • Haferflocken (eine Portion ca. 20 Cent): reich an Antioxidantien und Ballaststoffen, können Cholesterinspiegel senken, liefert viel pflanzliches Eisen

Der Vorteil der aufgelisteten Grundnahrungsmittel: Sie sind nicht nur günstig, sondern machen auch satt. Die günstigen Lebensmittel bilden eine ideale Grundlage für zahlreiche verschiedene Gerichte. Durch den Zusatz von etwa Fleisch, Fisch oder Gemüse lassen sich trotz günstiger Zutaten nährstoffreiche Mahlzeiten zubereiten.

Bei tierischen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch oder Milchprodukten sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Qualität des Produkts stimmt. Dabei kann auch etwas tiefer in das Portemonnaie gegriffen werden. Um den höheren Preis der Produkte auszugleichen, können die Lebensmittel mit den günstigen Nahrungsmitteln ergänzt werden und sollten lediglich in Maßen konsumiert werden. 

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Gerichte aus günstigen Lebensmitteln kochen

Sind die richtigen Lebensmittel einmal besorgt, steht günstigen und leckeren Gerichten nichts mehr im Weg. Dort sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob Nudeln mit einer würzigen Tomatensauce oder ein asiatisches Curry mit Reis und Gemüse – sehr wohl lassen sich aus günstigen Lebensmitteln schmackhafte Mahlzeiten zaubern.

Doch um die Gerichte so effizient und günstig wie möglich zubereiten zu können, ist es sinnvoll ein paar weitere Tipps beim Kochen zu beachten:

  • Größere Portionen zubereiten: Sie lassen sich beispielsweise auch gut einfrieren. Dadurch wird nicht nur Energie, sondern auch Zeit beim Kochen gespart.
  • Topf in passender Größe zum Kochfeld verwenden: Am besten nur so viel Wasser zum Kochen erhitzen wie nötig und den Topf mit einem Deckel verschließen, um die Wärme nicht zu verlieren.
  • Tipps für den Backofen: Mit Umluft mehrere Bleche gleichzeitig backen. Im Winter kann nach dem Backen auch die Backofentür geöffnet werden, um die Wärme im Wohnraum zu nutzen.
  • Resteverwertung: Aus Gemüseresten kann beispielsweise ein toller Auflauf gezaubert werden. 
  • Gerichte für mehrere Tage planen: Trotz günstiger und ähnlicher Zutaten, können Mahlzeiten mit verschiedenen Beilagen immer variiert werden. 

Günstige Lebensmittel retten: Nachhaltigkeit per App

Neben den Tipps zum Einkaufen und Zubereiten günstiger Lebensmittel, gibt es auch andere Methoden an preiswerte Nahrungsmittel zu kommen. Eine lukrative Möglichkeit bildet die App „Too Good To Go“. Bei dem Konzept handelt es sich um eine Mobile App, die Kunden mit Restaurants und Geschäften verbindet, die unverkaufte, überschüssige Lebensmittel übrig haben und diese zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholer verkaufen. 

So gibt es in der App beispielsweise ausgewählte Supermärkte oder Bäckereien zu finden, die verschiedene Pakete mit Lebensmitteln anbieten, die nach Ladenschluss nicht im üblichen Kundenbetrieb verkauft wurden. Dadurch, dass die übrig geblieben Lebensmittel sonst weggeschmissen werden würden, ist es den Anbietern möglich, die Nahrungsmittel zu einem vergünstigten Preis anzubieten. Somit können die Kundinnen und Kunden nicht nur an günstige Lebensmittel kommen, sondern retten diese gleichzeitig vor dem Wegwerfen.

Mit welchen Lebensmitteln der Kunde oder die Kundin jedoch genau rechnen kann, ist meist unklar. Je nachdem, welche Nahrungsmittel nach Ladenschluss übrig bleiben, werden diese zu einem bestimmten Preis an den Verbraucher weiterverkauft. Der Inhalt der Lebensmittelpakete kann demnach jedes Mal unterschiedlich aussehen. Mittlerweile steht die App in mehreren europäischen Großstädten zur Verfügung.

Die Kosten für die Pakete sind je nach Stadt und Laden unterschiedlich. Ein Paket von Alnatura beläuft sich beispielsweise auf 3,90 Euro. Der Warenwert je Bestellung beträgt dabei jedoch mindestens 10 Euro. „Too Good To Go“ bietet damit zusätzlich zu den günstigen Lebensmitteln aus dem Supermarkt eine lukrative Möglichkeit, an preiswerte Nahrungsmittel zu kommen. 

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