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Gift, das ewig bleibtWo die gefährlichen Stoffe in Ihrem Alltag überall lauern

Mann brät Fleisch in einer Pfanne

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Potenziell gesundheitsschädlich: PFAS werden in Antihaft-Beschichtungen eingesetzt, weil sie eher hitzebeständig, fett- und wasserabweisend sind.

In deiner Küche, an deiner Kleidung: Diese Stoffe sind überall. Das kannst du sofort tun.

Ob in der Bratpfanne, der Outdoor-Jacke oder womöglich der Zahnseide – sie sind da. Die Rede ist von „Ewigkeitschemikalien“, auch als PFAS bekannt, die zahlreiche Alltagsgegenstände extrem nützlich machen. Dahinter verbirgt sich jedoch ein verstecktes Risiko für den menschlichen Körper und die Natur.

Diese per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) weisen Wasser, Schmutz sowie Fett ab und sind überaus robust. Laut Informationen der „dpa“, werden sie aus diesem Grund in einer Vielzahl von Artikeln verwendet – das Spektrum reicht von Funktionskleidung über Verpackungen für Pizza bis zum Wachs für Skier.

Verstecktes Risiko: Selbst in Kleidung für Kinder

Der Haken an der Sache: PFAS haben eine toxische Wirkung und beeinträchtigen den Organismus auf diverse Arten. Gelangen sie einmal in die Natur, lassen sie sich fast nicht mehr beseitigen. Die Verbraucherzentrale Hamburg mahnt, dass Konsumenten oft im Unklaren gelassen werden, wo genau die Substanzen stecken, da eine Kennzeichnungspflicht fehlt.

Auch wenn manche Firmen mit „PFOA-frei“ werben, entpuppt sich das oft als Täuschung. Zwar ist PFOA eine in der EU untersagte PFAS-Verbindung, doch an ihrer Stelle kommt nicht selten einfach ein anderer, genauso bedenklicher Stoff zum Einsatz. Der eigentliche Hammer: Sogar das illegale PFOA taucht regelmäßig in Waren auf – selbst in Bekleidung für die Kleinsten.

Wie du dich vor den „Ewig-Chemikalien“ wappnen kannst

Du hast aber Möglichkeiten, die Berührung mit diesen Schadstoffen zu verringern. Meide Koch- und Bratgeschirr, das mit Teflon beschichtet ist. Pfannen sowie Töpfe aus Materialien wie Edelstahl, Gusseisen, Emaille oder mit einer Beschichtung aus Keramik sind bessere Ausweichmöglichkeiten.

Vorsicht ist ebenso bei Bekleidung und der Pflege von Schuhen geboten. Verwende keine Sprays zur Imprägnierung oder erkundige dich explizit nach einem Mittel ohne Fluor. Anstelle von Funktionsbekleidung kannst du Kleidung nutzen, die geölt oder gewachst ist.

Verzichte zudem auf Wegwerfverpackungen für Getränke und Speisen zum Mitnehmen, weil diese ebenfalls beschichtet sein könnten. Dies betrifft ebenso den typischen Karton für Pizza.

Besteht bei einem Artikel, den du häufig verwendest, Unsicherheit, hast du ein Anrecht auf Information. Kontaktiere den Produzenten direkt mit deiner Nachfrage. Für gewisse PFAS, die als speziell bedenklich gelten, besteht eine Informationspflicht für die Firma, sobald der Anteil im Erzeugnis über 0,1 Gewichtsprozent liegt. Hierfür bietet die Verbraucherzentrale Hamburg sogar ein vorgefertigtes Schreiben an. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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