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Viele Regale schon leer Preis-Zoff zwischen Edeka und US-Gigant – harte Folgen für die Kundschaft

Aktuell herrscht Preis-Zoff bei Milka-Hersteller Mondelez und Edeka, in einigen Regalen fehlt die Süßigkeit deshalb. Unser Archivbild (2018 zeigt eine Edeka-Filiale in Hamburg.

Aktuell herrscht Preis-Zoff bei Milka-Hersteller Mondelez und Edeka, in einigen Regalen fehlt die Süßigkeit deshalb. Unser Archivbild (2018 zeigt eine Edeka-Filiale in Hamburg.

Bereits zum zweiten Mal zofft sich Edeka mit Mondelez, dem US-Giganten, dem unter anderem Jacobs, Philadelphia, Miracel Whip und Co. gehören. Erneut geht es um Preisforderungen für Milka-Schokolade. Ein Zoff, den die Kundschaft vielerorts bereits zu spüren bekommt.

Der Preiskampf zwischen Handel und Industrie wird mitunter mit harten Bandagen geführt: Auf der einen Seite stehen die Supermärkte und Discounter, die ihren Kundinnen und Kunden gute Preise anbieten wollen – auf der anderen Seite stehen die Lebensmittelhersteller, die mit steigenden Energiepreisen und einem Mangel an Rohstoffen zu kämpfen haben und diese Mehrkosten an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben wollen. 

Das kann zu heißen Verhandlungen und harten Worten führen, etwa wenn Netto offensiv das US-Unternehmen Mars dafür angeht, „Mondpreise“ für seine Produkte zu fordern – und in sozialen Netzwerken aggressiv für die günstigere Eigenmarke wirbt.

Die Folgen: Nicht nur harte Worte, sondern dann und wann auch mal eine Auslistung oder ein Lieferstopp. 

Edeka: Zoff mit Milka-Hersteller Mondelez, einige Regale leer

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Nun wird der nächste Streit ausgefochten, diesmal zwischen Edeka und dem US-Giganten Mondelez, der in Deutschland unter anderem Philadelphia, Miracel Whip, Jacobs Krönung oder Kaba herstellt – aber auch die beliebte Milka-Schokolade. Und um Letztere ist nun – erneut – ein Preis-Zoff entbrannt. 

Im deutschen Handel wurde der Verkaufspreis der beliebten lila Tafel zuletzt von 1,15 Euro auf 1,29 Euro erhöht. Nicht nur Edeka, sondern auch Discounterketten wie Netto oder Aldi haben ihre Preise angezogen. Doch nicht nur diese Preissteigerung allein sorgt für den Konflikt, sondern auch die mitunter gravierende Differenz der Preise zwischen dem deutschen und internationalen Markt. 

Wie die „Lebensmittelzeitung“ berichtet, wird im Nachbarland die Milka-Schokoladentafel bis zu 42 Prozent günstiger angeboten als etwa in deutschen Discountern. Das stößt auf einiges Unverständnis. 

Milka: Tafel Schokolade wird zu unterschiedlichen Preisen angeboten

In den Niederlanden werde die Tafel Schokolade mittlerweile für maximal 99 Cent angeboten, die Alpenmilch-Variante koste sogar nur 75 Cent. Selbst die Supermarkt-Kette Albert Heijn biete die Schokolade mit 99 Cent günstiger an als die Discounter hierzulande – die Unternehmen also, die dafür sorgen wollen, dass die Preise am unteren Ende liegen.

Im europäischen Vergleich waren es vor allen Dingen die deutschen Discounter, die die Preise nach unten korrigieren. 

Auch in Frankreich zahlen die Menschen weniger für die Süßigkeit, hier werden für das Dreierpack 2,99 Euro fällig – macht ebenfalls rund 99 Cent für die Packung. Dahingegen sei es in anderen Ländern sogar noch teurer als in Deutschland: Wer etwa bei Aldi in Portugal eine Packung Milka kaufen will, muss 1,69 Euro berappen.

Edeka hat Mondelez also mit dieser Preisspanne konfrontiert – und laut „Lebensmittelzeitung“ werde bereits bestellt Ware wegen der Diskussionen nicht geliefert.

Das hat Folgen für die Kundinnen und Kunden: Einige Regale seien verwaist, es klafften große Lücken im Sortiment. Im Frühjahr kam es zu ähnlichen Szenen, hier konnte der Handel mit Mondelez zumindest eine Zwischenlösung finden. Schoko-Fans bleibt nur zu hoffen, dass beide Parteien hier eine schnelle Lösung finden. (mg)

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