Das gab's noch nie Burger King zieht Corona-Konsequenz und plant Drive-in-Neuerung

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Mehrere Drive-in-Spuren, mehr Platz für Bestellungen aus dem Auto heraus: So stellt sich Burger King seine Filialen der Zukunft vor.

München/Hannover – Das gab es noch nie in Deutschland: Die Fastfood-Kette Burger King zieht aus den Erfahrungen der Corona-Krise jetzt drastische Konsequenzen und plant größere Neuerungen. Der Deutschland-Chef von Burger King erklärt jetzt, was er für die Zukunft plant.

  • Burger King plant große Neuerungen nach Corona-Krise
  • Das könnte auch Auswirkungen auf Drive-in-Schalter haben
  • Drive-in soll neben dem Lieferservice ausgebaut werden

Die Fastfood-Branche ist dank Drive-in, Straßenverkauf und Lieferservice besser durch die Corona-Krise gekommen als viele Edelrestaurants ohne Straßenverkauf. Die Nummer zwei auf dem deutschen Markt zieht daraus nun Konsequenzen.

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Burger King will nach den Erfahrungen in der Krise das Drive-in-Geschäft mit dem Verkauf von Essen am Autoschalter ausbauen. Und neue Filialen will Burger King bevorzugt in Stadtrandlagen planen, die mit dem Auto gut erreichbar sind, wie Deutschlandchef Cornelius Everke gegenüber der Deutschen Presse-Agentur ankündigt.

„Der Anteil der Gäste, die unsere Drive-in-Fenster nutzen, war vor der Krise bei etwa einem Drittel”, sagte der Manager, der die seit einigen Jahren in Hannover ansässige deutsche Landesgesellschaft des US-Unternehmens seit einem Jahr leitet. „Nach dem ersten Lockdown ist das hochgegangen auf an die 50 Prozent. Viele unserer neuen Gäste, die vorher einen Drive-in-Schalter vielleicht nie genutzt hätten, sind jetzt sehr erfreut, dass es diese Möglichkeit gibt.”

Burger King: „Wir glauben, dass Thema Drive-in auch für Zukunft wichtig bleibt”

Die Krise, sie habe wie ein Katalysator gewirkt, so Chef Everke weiter. „Wir glauben, dass das Thema Drive-in auch für die Zukunft wichtig bleibt, dass es immer mehr Gäste gibt, die gar nicht mehr ins Restaurant reingehen.”

Und genau deshalb will Burger King auch drastische bauliche Konsequenzen daraus ziehen. Everke erklärt den Plan: „Wir eröffnen jetzt das erste Restaurant mit zwei Drive-in-Schaltern.” Das gab es in Deutschland noch nie.

Zwei Drive-in-Schalter für noch mehr Bestellungen aus dem Auto? Das ist nicht der einzige Plan. Auch das Thema „Mobile Ordering” soll ausgebaut werden: „Viele unserer Gäste meiden derzeit den persönlichen Kontakt und nutzen entweder ihr Handy oder digitale Angebote, um ihr Essen zu bestellen”, sagt der Manager. Essen bestellen könnte also bei Burger King bald leichter werden.

Wie so ein Burger King der Zukunft aussieht, zeigt die Kette in Promo-Videos auf Youtube:

Sie zeigen die Konzeptionen und Designs der neuen Fililalen – sie zeigen zwei oder drei Autospuren für Drive-in, dafür werden Küche und Sitzmöglichkeiten in den ersten Stock verlegt.

Drive-in: Nicht nur Burger King profitiert von den Schaltern

Trumpfkarte Drive-in: Gut mitnehmbare Speisen sind ein riesiger Vorteil gegenüber Bedienrestaurants. Nicht nur bei Burger King stieg der Verkauf über die Drive-in-Schalter: Konkurrent Kentucky Fried Chicken (KFC) vermeldete einen Anstieg des Drive-in-Umsatzanteils von 27 Prozent vor der Pandemie auf etwa 65 Prozent im Sommer, im November waren es schon 85 Prozent.

Burger King ist in der Schnellgastronomie mit gut 750 Filialen auf dem deutschen Markt derzeit die Nummer zwei hinter McDonald's, Ziel sind mehr als 1000 Filialen.

Burger King weiter auf Expansionskurs

An diesem Plan hält auch Everke ungeachtet der Pandemie fest. Im vergangenen Jahr hat Burger King demnach etwa 15 Standorte neu eröffnet, in diesem Jahr sollen es mehr werden. Trotz der Krise. „Bei Neukonzipierungen fokussieren wir uns sehr stark auf Stadtrandlagen. Wir haben auch eine Partnerschaft mit Tank&Rast an über 60 Standorten, die wir ausbauen möchten.”

Burger King hat in den vergangenen Jahren die Strategie geändert, ebenso wie Konkurrent McDonald's – weg aus der billigen Ecke hin zu etwas teurerem Essen inklusive vegetarischer Angebote, sowie eines neuen, schickeren Designs für die Filialen.

Burger King setzt wie McDonald's vermehrt auf fleischlose Produkte

„Wir haben die Zeit genutzt, um jetzt zu investieren und den Gästen zu signalisieren, wir investieren für Euch, damit Ihr ein schönes Umfeld habt”, sagte Everke. „Wir haben eine ganz neue Premium-Plattform und den Ausbau unseres Plant-based-Sortiments lanciert, die sich sehr positiv entwickelt hat.” Mittlerweile ist nach Everkes Worten jeder fünfte verkaufte Whopper pflanzenbasiert. (mg/mit dpa)

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