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Aldi, Lidl, Rewe & Co. Brot, Mehl, Öle: Warnung vor massiver Lage – Preis für Produkt könnte sich verdoppeln

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: In den Supermärkten und Discountern steigen die Preise für viele Produkte schon seit Monaten, der Krieg in der Ukraine sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Nun warnt der Bauernverband vor neuen massiven Preissprüngen. Unser Archivbild von 2016 zeigt Brötchen und Brote in einer Aldi-Filiale in Gladbeck.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: In den Supermärkten und Discountern steigen die Preise für viele Produkte schon seit Monaten, der Krieg in der Ukraine sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Nun warnt der Bauernverband vor neuen massiven Preissprüngen. Unser Archivbild von 2016 zeigt Brötchen und Brote in einer Aldi-Filiale in Gladbeck.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: In Supermärkten und Discountern steigen die Preise für viele Produkte schon seit Monaten, der Krieg in der Ukraine sorgt für zusätzliche Unsicherheit. In einigen Filialen gibt es bereits wieder leere Regale. Der Bauernverband warnt vor einer zusätzlichen Preissteigerung.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Einige Supermärkte und Discounter mussten in den letzten Tagen bereits reagieren. Weil einige Kundinnen und Kunden – ähnlich wie im ersten Jahr der Corona-Pandemie – denken, dass bestimmte Produkte knapp werden könnten, machen sie ihre Einkaufswagen damit voll. Brot, Mehl, Rapsöl, Sonnenblumenöl – viele Deutschen wollen vor allem diese Produkte horten.

Die Reaktion der Filialleiterinnen und -leiter: Jetzt wird rationiert. In den sozialen Netzwerken sind zahlreiche Fotos mit Zettelchen zu sehen, auf denen die Discounter und Supermärkte darauf hinweisen, dass nur eine bestimmte Anzahl von Produkten gekauft werden darf.

Aldi, Lidl, Rewe& Co. schränken an einigen Orten bereits ein – doch wie ist die Lage wirklich? Besteht wirklich Grund zur Sorge, werden Brot und Mehl beispielsweise knapp? Oder ist es die „German Angst“, welche die Kundinnen und Kunden abermals zu Panik-Käufen verleitet?

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Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Preise bei vielen Produkten steigen und steigen

Eines jedenfalls steht fest: Die Preise steigen. Und das nicht erst, seitdem Wladimir Putin die Ukraine angegriffen hat. Lag die Teuerung bei Nahrungsmitteln laut Statistischem Bundesamt zwischen 2000 und 2019 noch bei knapp unter 1,5 Prozent, sind es nun insgesamt 5,6 Prozent. Und nicht alle Lebensmittel sind gleichermaßen von der Teuerung betroffen.

Nicht nur der Krieg in der Ukraine sorgt für höhere Preise, sondern viele Faktoren sorgen für Veränderungen in der Landwirtschaft oder der Lebensmittelwirtschaft. Höhere Kosten etwa für Düngemittel und für Energie, der Mangel an Arbeitskräften oder der Mindestlohn lassen Personalkosten klettern. Und diese höheren Kosten werden dann an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Preisschub setzt sich Monat für Monat fort

Im vergangenen Sommer etwa gab es einen ersten Preisschub – und der setzt sich Monat für Monat weiter fort. Zuletzt wurden Lebensmittel im Februar 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat durchschnittlich um 5,1 Prozent teurer. Und einen Monat später leitete der Discounter Aldi eine neue Runde der Preiserhöhungen ein.

Eine neue Warnung kam nun von Deutschlands Landwirten. Die warnten sehr deutlich vor „Preissprüngen in bisher ungekanntem Ausmaß“ infolge des Krieges.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Bauern warnen vor „massiver“ Kostensteigerung

Denn die Landwirtschaft und die gesamte Lebensmittelkette sei mit „massiven“ Kostensteigerungen konfrontiert, erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) bereits am Freitag. Das betreffe die Energie, den Kraftstoff, die Düngemittel und Logistikprobleme.

Der Verband forderte dringend „kurz- und langfristige Maßnahmen“ der Bundesregierung und der EU zur Stabilisierung der Agrarerzeugung.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Verdoppelt sich bald der Brotpreis?

Der Vizepräsident des Bauernverbands Schleswig-Holstein, Klaus-Peter Lucht, sagte der „Bild“, er rechne insgesamt mit einem Anstieg der Lebensmittelpreise um durchschnittlich 20 bis 40 Prozent. Der Brotpreis „könnte sich verdoppeln. Auf bis zu zehn Euro“.

Er warnte vor einer massiven Lage: Einige Produkte könnten laut Lucht dauerhaft nicht mehr verfügbar sein, wie zum Beispiel Sonnenblumen- und Rapsöl. Aber auch Aprikosenmarmelade. „Durch den Ukraine-Krieg wird es diese bald nicht mehr im Supermarkt geben.“

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Gibt es Engpässe bei Speiseölen?

Bei Speiseölen ist Deutschland auf Importe aus dem Ausland angewiesen, und tatsächlich verschärft der Krieg in der Ukraine die Lage. Die Ukraine und Russland produzieren zusammen mehr als drei Viertel der weltweiten Sonnenblumen – allein die Ukraine rund die Hälfte. Doch schon vor Putins Angriff gab es Probleme: Extreme Hitze führte etwa Ernteausfällen in Kanada und Südamerika. Zudem ist die Nachfrage nach Biodiesel gestiegen.

Der Krieg führe zwar zu kurzfristigen Lieferengpässen, erklärt auch die Verbraucherzentrale NRW. In Deutschland könnten Verbraucherinnen und Verbraucher aber ohne Probleme auf Alternativen zurückgreifen wie etwa Olivenöl, bei denen keine Engpässe zu erwarten seien. Auch die Verbraucherzentrale warnt vor Hamsterkäufen, da sie künstliche Engpässe erzeugen könnten, die dann wiederum auch die Preise nach oben treiben.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Deshalb sind Hamsterkäufe unsinnig

Hamsterkäufe, wie viele Kundinnen und Kunden sie derzeit in den Discountern und Supermärkten der Nation praktizieren, sind nicht nötig. Der Verbandspräsident Joachim Rukwied sehe die Versorgungssicherheit in Deutschland „bis ins erste Quartal 2023“ gesichert, Hamsterkäufe nannte er gar „unsinnig“, wie die Passauer Neuen Presse (Freitag) ihn zitierte. Das sehe global anders aus, denn werde der Krieg in der Ukraine „massive negative Folgen für die Welternährungslage“ haben.

Auch aus dem NRW-Landwirtschaftsministerium heißt es, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sei auch während des Kriegs in der Ukraine sichergestellt, es gebe keine Hinweise auf Engpässe. Der Appell von NRW-Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser: „Kaufen Sie weiterhin nicht mehr, als Sie für den täglichen Bedarf benötigen. So verhindern Sie Engpässe und vermeiden, dass die Logistik von Lebensmittellieferungen belastet wird.“

Aldi, Lidl, Rewe & Co. rationieren: „Keine Hamsterkäufe“

Der Bundesernährungsminister Cem Özdemir (Grüne) hat ebenfalls an alle appelliert, wegen des Ukraine-Kriegs und steigender Preise nicht in Panik zu verfallen. „Bitte keine Hamsterkäufe, dafür besteht kein Anlass. Wir haben die Versorgung sichergestellt“, sagte er in der vergangenen Woche „RTL Direkt“. Auch Vertreter des Handels hätten klar gesagt, „wir haben die Lage im Griff, die Versorgung ist sichergestellt!“

Die Bauern in Deutschland rechnen indes noch länger mit „massiven Verwerfungen“ wegen des Ukraine-Kriegs. EU und Bundesregierung haben bereits reagiert und zum Beispiel vorgeschlagen, dass die Landwirtinnen und Landwirte ausnahmsweise auch sogenannte ökologische Vorrangflächen, etwa Brachen, bebauen dürften, um die Produktion zu steigern.

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