Einkaufswagen-FalleVorsicht: Mit diesem Trick manipulieren uns die Supermärkte und Discounter

Die gezielte Positionierung von Waren ist nicht der einzige Trick, mit dem Supermärkte und Discounter die Kundinnen und Kunden zum Kauf animieren.

Dass die teuersten Produkte meist auf Brusthöhe in den Regalen der Lebensmittelläden stehen, dürfte inzwischen bekannt sein. Damit versprechen sich die Supermärkte und Discounter einen vermehrten Kauf der teuren Produkte. Die günstigen Alternativen sind hingegen weit unten in den Regalen zu finden.

Doch es gibt noch weitere Tricks der Lebensmittelläden, mit denen sie aus Kundinnen und Kunden das Maximum herausholen können – besser gesagt, aus ihrem Portemonnaie. Bei der gezielten Kundenmanipulation spielt auch der Einkaufswagen eine zentrale Rolle: Wer mit einem Einkaufswagen durch die Gänge schlendert, kauft demnach wesentlich mehr ein.

Einkaufswagen: Mit diesem Trick werden Kundinnen und Kunden manipuliert

Doch woran liegt das genau? Lädt man lediglich ein paar wenige Produkte in den Wagen, greift der sogenannte „Aufwandsreflex“. Angesichts der überschaubaren Sachen fragen sich Kundinnen und Kunden, ob sie tatsächlich „nur“ für diese in das Lebensmittelgeschäft gegangen sind. Schnell landen dann weitere Dinge im Einkaufswagen.

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Nicht nur die Größe, sondern auch die Form des Wagens hat laut Marketingexperte Roger Rankel einen Einfluss auf die Kaufkraft. Wem der schiefe Boden des Einkaufswagens schon einmal aufgefallen ist, mag denken, dies diene dem Platzsparen. Dahinter steckt jedoch etwas ganz anderes.

Aufgrund des Gefälles rutschen die Produkte im Wagen nach hinten und verschwinden somit aus dem direkten Blickfeld der Kundin oder des Kunden, wenn der Blick geradeaus gerichtet ist. Der vermeintlich leere Einkaufswagen animiert laut des Experten, mehr zu kaufen. „Dadurch nehmen wir nicht mehr so bewusst wahr, was wir schon alles eingepackt haben – und legen noch mehr rein“, erklärte er bei Focus.

Um nicht auf die Einkaufswagen-Manipulation hereinzufallen, empfiehlt sich der Umstieg auf den eigenen Einkaufskorb. Ebenso bewährt hat sich der Einkaufszettel: Dank diesem kauft man (in den meisten Fällen) nur die Dinge, die draufstehen und lässt sich nicht so schnell von dem übrigen Sortiment ablenken.