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Kostenfallen, Digi-MautDas ändert sich 2026 bei beliebten Reisezielen

Hunderte Touristinnen und Touristen drängen sich am Rand eines Brunnens mit Säulen und Figuren.

Vor lauter Touris wirkt die Schönheit des barocken Meisterwerks kaum noch: Ansturm auf die berühmte Fontana di Trevi, den berühmtesten Brunnen in Rom. 

Wo wird's teurer, wo gibt's gar Geld zurück – und in welche Fallen sollten Reisende 2026 nicht treten: wir geben Tipps!

Das Jahr 2026 ist noch jung, aber der Urlaub, der ist gesetzt, oder? Ob in den  Schulferien mit der ganzen Familie, in der Nebensaison mit Partner, Hund oder Freunden – nicht zu vergessen die immer beliebter werdenden Kurztrips übers (verlängerte) Wochenende.

Aber Vorsicht, in so mancher beliebter Destination gibt es entscheidende Änderungen für Touristinnen und Touristen. Dabei ist aber nicht alles schlecht – sprich: teurer –, es gibt auch einige Vereinfachungen und Vergünstigungen, die man kennen sollte. Hier kommen die wichtigsten.

Niederlande langen hin – mit einer Ausnahme

Mehr zahlen in den Niederlanden: Das für NRW besonders wichtige Urlaubsland hat die Mehrwertsteuer auf Übernachtungen von 9 auf 21 Prozent erhöht. Nur Camping ist von der Steuererhöhung ausgenommen.

Euro in Bulgarien: Urlauber können sich im Land am Schwarzen Meer den Gang zur Wechselstube sparen, Bulgarien hat den Euro eingeführt. Noch vorhandene Lewa können bis Ende Januar in Bulgarien ausgegeben werden oder später in bulgarischen Banken eingetauscht werden (nicht mehr bei deutschen Banken).

Strengere ETA-Kontrollen in Großbritannien: Die elektronische Einreisegenehmigung ETA ist seit April 2025 Pflicht, wurde aber bislang nicht so richtig kontrolliert. Ab 25. Februar müssen Airlines strikt vor der Reise prüfen, ob die Genehmigung vorliegt.

Erstattung bei Stau in Italien: Ab Juni 2026 soll es Geld zurückgeben, wenn man auf einer gebührenpflichtigen Autobahn wegen einer Baustelle lange im Stau steht (gilt nicht bei Unfällen oder Extremwetter). Autofahrer sollen entschädigt werden, wenn die Fahrt auf einer Strecke von bis zu 50 Kilometern zehn Minuten länger dauert als üblich. Unklar, ob das auch für Ausländer gilt.

An noch mehr Tagen Eintrittsgebühr in Venedig: Die Lagunenstadt erhebt auch 2026 eine Gebühr von zehn Euro für Tagestouristen, an 60 Tagen zwischen April und Juli (2025 waren es noch 54 Tage, 2024 nur 29 Tage).

Trevi-Brunnen kostet: Seit 7. Januar sind an der Fontana die Trevi in Rom 2 Euro Eintritt für Touristen fällig.

Bahnreisen bequemer buchen: Die Deutsche Bahn will bis Ende 2026 Tickets aller großen Eisenbahngesellschaften der Nachbarländer über „Bahn.de“ und über die App DB-Navigator anbieten.

Unsicherheiten für US-Reisende: Touristen sollen bei der Einreise in die USA bald zur Offenlegung ihrer Social-Media-Konten verpflichtet werden, so steht es im Vorschlag der Grenzschutzbehörde CBP. Demnach muss man den Beamten Beiträge in sozialen Netzwerken aus den vergangenen fünf Jahren zugänglich machen.

Blinklicht statt Warndreieck in Spanien: Gilt nicht fürs eigene Auto mit dem man einreist, aber für Mietwagen vor Ort. Die brauchen eine spezielle Akku-Warnleuchte fürs Dach an Bord. Bei Anmietung aufs Vorhandensein achten, sich den Gebrauch erklären lassen, rät der ADAC.

Kroatien ohne Mautstationen: Es gibt nur noch eine digitale Erfassung per Kamera mit vorheriger Onlineregistrierung.

Visumfreie Einreise in China: Sollte auch für Deutsche eigentlich 2025 ablaufen, wurde aber bis 31. Dezember 2026 verlängert.

Autofahren in Wien: Einige Stadtviertel sind ab Mai nur noch für besonders Berechtigte befahrbar. In ganz Österreich wird die Klebevignette abgeschafft und auf digitale Maut umgestellt.

Versicherung in Georgien: Bei der Einreise ist eine Auslandskrankenversicherung Pflicht. Der Versicherungsschutz muss Unfall- und Krankheitskosten für die gesamte Reisedauer abdecken.

Einreisegebühr nach Thailand: Thailand plant für Mitte 2026 eine landesweite Einreisegebühr von umgerechnet 7,50 Euro.

Ein Surfer läuft beim Sonnenuntergang mit seinem Surfbrett am Kuta Beach auf Bali.

Set-Jetting, Farm-Charme & KI

Die Reisetrends des Jahres 2026