Ein Mann verliert die Kontrolle, eine Bahn-Mitarbeiterin wird verletzt.
„Von hier bis hier unten aufgeschnitten“Brutaler Angriff auf Schaffnerin im Zug

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Mann mit Schal spricht in Mikrofone.
Auseinandersetzungen, Beleidigungen und sogar körperliche Übergriffe sind für die Schaffnerin Yvonne Antony leider zur Routine geworden. In ihrer fünfjährigen Dienstzeit wurde sie wiederholt zum Opfer von Übergriffen. Eine besonders schlimme Erfahrung wird sie jedoch nicht mehr los. „Das Schlimmste: Als ich mit der Schlüsselkette geschlagen worden bin“, berichtet sie im Gespräch mit Sat.1. Ein Reisender ohne gültigen Fahrschein und Ausweisdokumente sei verbal aggressiv geworden und habe sie „sehr übelst beschimpft“.
Daraufhin wies Yvonne den Mann an, aus dem Zug auszusteigen. Er tat zunächst so, als würde er Folge leisten, doch dann spitzte sich die Situation dramatisch zu. „Dann ist er raus, dreht sich um und wirft mit einer Schlüsselkette nach mir“, schildert Yvonne. Das furchtbare Resultat: „(Der Schlüsselbund) hat mich dann einmal von hier bis hier unten aufgeschnitten.“ Das berichtet „FOCUS online“.
Dramatische Zahlen: Gewerkschaft warnt eindringlich
Was Yvonne erlebt hat, ist tragischerweise kein seltener Vorfall. Eine neue Erhebung der Gewerkschaft EVG offenbart eine beunruhigende Realität: Demnach empfinden zwei von drei Mitarbeitenden ihren Arbeitsplatz als zunehmend gefährlich. Die Hälfte aller Umfrageteilnehmer berichtet von physischen Attacken, und schockierende 85 Prozent haben bereits Beschimpfungen oder Drohungen erfahren.
Bodycams als Lösung? Personal fordert mehr
In der Politik wird die Notwendigkeit zu handeln gesehen. So schlägt Oliver Krischer, Verkehrsminister in Nordrhein-Westfalen, die Ausstattung des Bahnpersonals mit Bodycams vor. Diese sollen die Mitarbeitenden schützen, die Nutzung soll aber freiwillig sein. Doch für zahlreiche Angestellte ist diese Maßnahme allein unzureichend. Ihre Forderung lautet: eine durchgehende Doppelbesetzung in den Zügen sowie der Einsatz von weiteren Sicherheitskräften auf kritischen Routen. Für sie ist klar: Bahnunternehmen und Politik müssen mehr tun, damit das Personal sicherer arbeiten kann. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

