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Ferien am HochfichtWinterwonnen auch ohne Alpen

Abfahrt in der Abendsonne im Skigebiet Hochficht am Böhmerwald im Mühlviertel.

Ein Wintertraum: Carven und Boarden über den Wolken im Skigebiet Hochficht in Oberösterreich. Schöner geht's fast nicht!

Aktualisiert

Es müssen ja nicht immer die Alpen sein – auch abseits des berühmten Gebirges heißt's: Ski & Rodel gut. Zum Beispiel am Hochficht.

Auch abseits der Alpen ist der Winterurlaub ein Traum. Das Mühlviertel in Oberösterreich, im Dreiländereck mit Deutschland und Tschechien, bietet eine erfrischende Alternative zu überlaufenen Wintersportorten. Rund um das Skigebiet Hochficht im Böhmerwald erleben wir einen Winterzauber zwischen Aktivitäten und Wellness.

Für Ski- und Snowboardfahrer sind die familienfreundlichen Gebiete der Region ideal. Hochficht ist das größte Skigebiet Österreichs außerhalb der Alpen und bietet neun Lifte und Bahnen sowie rund 20 Pistenkilometer mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

Auch in Hochficht gilt: Der schönste Schwung ist der Einkehrschwung

Tipps für Skifahrer: Am Reischlberg (1281 Meter) lädt das „Gasthaus Zum Überleben“ zu regionalen Speisen auf die Sonnenterrasse oder in seine urige Gaststube ein. Auf dem benachbarten Zwieselberg (1348 Meter) kann auch der „Zwieseltreff“ überzeugen. Und auch die Skigebiete Sternstein in Bad Leonfelden oder die Sportarena in Liebenau versprechen Winterspaß für Groß und Klein mit Hütten.

Langlauf: Ein Loipennetz von über 500 Kilometer erstreckt sich über die Region und lädt Anfänger und Erfahrene ein, es zu erkunden. Besonders das Nordische Zentrum Böhmerwald in Schöneben bietet ideale Bedingungen für Langläufer. Dort lädt oben das stilvolle Restaurant „INNs Holz“ zu einer Einkehr ein.

Skifahrer kommen an einem Gasthaus in den Bergen an, im Hintergrund ist eine Gondelbahn

Die Skihütte Gasthaus zum Überleben mit großer Terrasse liegt direkt im Skigebiet Hochficht und bietet regionale Speisen und Getränke.

Weitere Aktivitäten: Schneeschuhwandern, Pilgern auf dem Weg der Entschleunigung, Zipfelbobfahren am Viehberg, romantische Kutschenfahrten, Reiten auf dem 1500 Kilometer langen Reitwegenetz und sogar Wintercamping wie z. B. am See in Klaffer am Hochficht, Freistadt oder Liebenau ist möglich. Wandern mit tierischer Begleitung, sei es mit Huskys oder Alpakas, verspricht ebenfalls unvergessliche Momente im verschneiten Mühlviertel.

Menschen auf einem zugefrorenen See spielen auf mehreren Bahnen Eisstockschießen unter blauem Himmel.

Spaß für die ganze Familie: Im Seerestaurant in Klaffer am Hochficht kann man gut Essen – und auf dem gefrorenen See Eisstockschießen.

Wellness: Für die Mutigen gibt es die Möglichkeit, beim Eisbaden in den klaren Flüssen ihre Grenzen zu testen. Kälte von minus 110 Grad erlebt man in der Kältekammer in Bad Zell, die aufgrund des kräftigen thermischen Reizes Schmerzen lindert und das Immunsystem positiv beeinflusst. Wer hingegen die Wärme bevorzugt, entspannt mit wohltuenden Moorbehandlungen oder in den Saunen und Dampfbädern der Wellnesshotels.

Übernachten: Das Hotel Bergkristall liegt nur zwei Kilometer von der Schwarzenbergbahn als Einstieg ins Skigebiet Hochficht entfernt (mit Shuttleservice). Es bietet Doppel-, Mehrbettzimmer (ab 80 Euro/Nacht) und Apartments – und ist idealer Ausgangspunkt für Radtouren, Wanderungen und Ausflüge im Dreiländereck. Nach einem erlebnisreichen Tag entspannen wir im Wellnessbereich und lassen uns mit regionalen Schmankerln verwöhnen.

Ein hellblaues Hotelgebäude mit mehreren Erkern ist von einer dicken Schneedecke bedeckt.

Das Hotel Bergkristall in Klaffer am Hochficht liegt nur zwei Kilometer vom Einstieg ins Skigebiet Hochficht entfernt.

Kulinarik: Im Mühlviertel wird Gastlichkeit groß geschrieben und von Hausmannskost bis zu gehobener Haubenküche alles geboten. Regionale Spezialitäten wie Bratl in der Rein, Bauernkrapfen oder Leinöl-Erdäpfel sorgen für Genussmomente. Zu empfehlen ist das „Seerestaurant“ in Klaffer am Hochficht, wo Familie Taibon regionale Köstlichkeiten, feine Spezialitäten und saisonale Highlights mit viel Liebe zubereitet. Das Essen mit einem traumhaften Blick auf den gefrorenen See und die Schlittschuhläufer und Eisstockschießer ist ein Erlebnis.

Kloster-Kultur: Im 800 Jahre alten Stift Schlägl in Aigen-Schlägl kann man die Bibliothek und Gärten besuchen sowie bei Führungen und Verkostungen in der Stiftsbrauerei erfahren, warum das Schlägl Bier das „WERTvollste Bier Österreichs“ ist. Seit 1580 wird die Kunst des Bierbrauens in Schlägl gepflegt. Im Restaurant „Stiftskeller“ gibt es Gerichte aus regionalen Zutaten: Das Wild stammt aus eigener Jagd, das Brot aus den umliegenden Backstuben. Wenn der Stiftsteich zugefroren ist, lädt er zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen ein.

Ein Mann steht neben einem Braukessel und erklärt einer Gruppe von Menschen etwas

Seit 1580 wird die Kunst des Bierbrauens in Schlägl gepflegt. Bei Führungen durch die Stiftsbrauerei kann man das Bier auch verkosten.

Ausflüge: Direkt hinter der tschechischen Grenze liegt der schöne Moldaustausee, wo im touristisch erschlossenen Ort Lipno das stylische „MOLO Restaurant“ auf der Seebrücke zu empfehlen ist. Auch die historischen Städte Budweis, Linz und Passau sind einen Ausflug wert.

Das nervt: Auch das eigentlich selbsterklärende Einstiegssystem in die Gondelbahn wird von einigen Skifahrern missachtet.

Das bleibt: Die Erkenntnis, dass man diese schöne Gegend auch im Sommer mal besuchen sollte.

Und so kommt man hin: Vom Rheinland aus fährt man in ca. sieben Stunden nach Klaffer am Hochficht. Mit der Bahn geht es über Passau, Wels und Linz in knapp zehn Stunden ans Ziel (ab 149 Euro oneway). Im Mühlviertel wird ein Skibus ins Skigebiet Hochficht eingesetzt.

Die Dackelhündin Susi jagt am Strand nach umherfliegenden Gräsern.

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