Unbekannte haben am Mittwoch Kabel an Bahnlinie bei Düsseldorf durchtrennt. Die Folge: bahn-Chaos! Jetzt ermittelt der Staatsschutz.
Staatsschutz ermitteltGezielter Sabotageakt? Bahn-Chaos in NRW

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Ein Zug steht im Düsseldorfer Hauptbahnhof.
Aktualisiert
Bislang unbekannte Täter haben am Mittwochmorgen (28. Januar) Kabel an einer Regionalbahntrasse nahe Düsseldorf durchtrennt. Der Bahnverkehr zwischen Neuss und Kaarst musste daraufhin eingestellt werden, wie die Polizei in Düsseldorf mitteilte.
Nach Angaben der Bahn fiel dadurch ein Stellwerk aus, sodass stundenlang keine Züge auf dem Abschnitt fahren konnten. Züge auf freier Strecke waren nicht betroffen.
Massive Störungen
„Die Ermittler des Staatsschutzkommissariats Düsseldorf prüfen nun, ob es sich um einen gezielten Sabotageakt auf kritische Infrastruktur handeln könnte“, teilte die Polizei mit. Die Beamten hoffen, dass Zeugen Hinweise zu den Tätern geben können.
Der Tatort befindet sich demnach an der Regionalbahntrasse der S 28 unterhalb einer Brücke neben einem Geh- und Radweg. Derzeit finden dort Reparaturarbeiten statt. Erst am Dienstagmorgen hatten Unbekannte an derselben Trasse zwei Kabel durchtrennt. In der Folge kam und kommt es noch immer zu Störungen.
Wie zuginfo.nrw meldet, ist noch unklar, wann der Schaden behoben werden kann. Derzeit sind keine Zugfahrten im betroffenen Streckenabschnitt möglich. Die Züge aus Richtung Wuppertal Hbf enden und beginnen in Neuss Hbf. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Neuss Hbf und Kaarster See. Ein Ersatzverkehr (SEV) mit vier Bussen zwischen Neuss Hbf und Kaarster See ist eingerichtet. Reisende werden gebeten, Ihre Reiseverbindung kurz vor der Abfahrt zu prüfen.
Im vergangenen Jahr hatte es in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern wiederholt ähnliche Taten sowie Brandanschläge auf das Bahnnetz gegeben. Im August sorgte etwa ein absichtlich gelegter Brand an Signalkabeln der Bahn bei Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen für erhebliche Störungen. Im September führten zerstörte Kabel zwischen Köln und Düsseldorf zu massiven Einschränkungen. (AFP)

