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Tragödie am U-BahnhofHamburg fragt sich: Wo bleiben die Sicherheits-Türen?

Fliesenwand mit Schriftzug WANDSBEK MARKT

Fliesenwand mit Schriftzug WANDSBEK MARKT.

Ein furchtbarer Vorfall löst eine Sicherheitsdebatte aus.

Hamburg steht unter Schock nach einem entsetzlichen Ereignis am U-Bahnhof Wandsbek Markt. Ein Mann hat dort mutmaßlich eine Frau in die Tiefe gerissen, direkt vor einen herannahenden Zug. Für beide kam jede Hilfe zu spät. Jetzt untersucht die Mordkommission den Fall. Dieses Unglück facht die Diskussion um die Sicherheit auf den Bahnsteigen der Hansestadt wieder voll an.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Könnten Schutzwände solche Tragödien abwenden? Andere Großstädte in Europa machen es längst vor: In Metropolen wie Kopenhagen oder Barcelona gehören gläserne Wände in Mannshöhe an den Bahnsteigen zum gewohnten Bild. Diese Barrieren bewahren die Passagiere davor, ins Gleisbett zu fallen – sei es aus Versehen oder durch einen Angriff. Erst wenn ein Zug zum Stehen kommt, geben Schiebetüren den Weg für die Fahrgäste frei. Das berichtet „FOCUS online“.

In der Hansestadt sucht man solche Schutzvorrichtungen aber vergeblich. Eine Änderung ist zwar in Sicht, aber nur für ein einziges Projekt: die neue, fahrerlose U-Bahnlinie U5. Weil dort kein Personal mehr im Cockpit sitzt, sollen automatische Systeme dafür sorgen, dass keine Personen oder Objekte auf die Schienen gelangen. Das wirft die Frage auf: Warum rüstet man nicht auch die alten Haltestellen mit dieser lebensrettenden Technologie aus?

Laut der Hamburger Hochbahn ist der Einbau in das vorhandene U-Bahn-System eine riesige Herausforderung. Ein Großteil der Bahnhöfe wurde in den 60er- und 70er-Jahren gebaut, oft befinden sie sich in einer Biegung. An diesen Stellen klafft eine breite Lücke zwischen dem Waggon und der Bahnsteigkante – eine Falle, in der Passagiere eingeklemmt werden könnten.

Ein weiteres Hindernis ist der aktuelle Fahrbetrieb: Da die Züge von Menschenhand gelenkt werden, stoppen sie nie auf den Zentimeter genau. Die Schutzwände erfordern aber eine punktgenaue Halteposition, damit sich die Türen von Zug und Wand synchron öffnen. Um das zu schaffen, müssten die Züge im Schneckentempo an den Bahnsteig rollen, was den gesamten Fahrplan durcheinanderbringen würde.

Die Hochbahn nennt noch ein weiteres K.o.-Argument: die Baustatik. Solche Türanlagen bringen ein enormes Gewicht von etwa 400 Kilogramm pro laufendem Meter auf die Waage – eine Last, für die viele alte Bahnsteige nicht konstruiert sind. Unter manchen Stationen existieren überdies Hohlräume für den Schutzfall. Deren Stabilität wäre nach einem Umbau nicht mehr sichergestellt. Zudem würden die vorgeschriebenen Mindestbreiten der Bahnsteige unterschritten, was bei einer Räumung im Notfall gefährlich werden könnte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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