Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius – die aktuelle Hitzewelle in Deutschland setzt Mensch und Tier zu. Wie Sie Ihre Vierbeiner vor hohen Temperaturen schützen, erfahren Sie auf EXPRESS.de.
Hund, Katze und Co.Sechs wichtige Tipps: So schützen Sie Ihre Vierbeiner vor sengender Hitze
Hitzewellen mit Temperaturen um die 40 Grad sind eine echte Belastungsprobe – sowohl für Mensch als auch für Tier. Mit dem richtigen Verhalten können Sie sich und Ihre Vierbeiner schützen.
Gerade die brütende Mittagshitze macht den Fellnasen zu schaffen. Wie Sie Hund, Katze und Co. herunterkühlen können und was Sie vermeiden sollten, erfahren Sie auf EXPRESS.de.
Hitze: Auch Tiere vor Sonnenbrand schützen
Es mag viele überraschen, aber auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen. Dabei sind einige Rassen eher gefährdet als andere. Vor allem Hunde mit hellem, kurzem Fell können sich bei langen Aufenthalten in der Sonne verbrennen. Unbehaarte Stellen wie Nase und Ohrmuscheln sind dabei besonders empfindlich, warnt die Tierarztpraxis Dr. Tillner auf ihrer Website.
Auch Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen und Co. sollten die Sonne meiden. Hier kommt es ebenfalls wieder auf die Rasse an, wie viel Sonneneinstrahlung die Vierbeiner vertragen. Empfehlenswert ist mindestens ein halbschattiges Plätzchen, an dem die Tiere Schutz suchen können.
Hitze-Tipps für Haustiere: Abkühlung mit Wasser
Gerade bei sengender Hitze sollten Sie Ihren Fellnasen genügend Wasser zur Verfügung stellen, damit sie ihre Körpertemperaturen halten und ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind. Wenn Sie spazieren gehen, sollten Sie für Hunde eine Wasserflasche dabei haben.
Wer die Möglichkeit hat, kann dem Haustier eine kleine Badestelle anlegen. Das eignet sich übrigens auch bestens für Vögel, Kaninchen und Meerschweinchen, die sich im angenehmen Nass abkühlen können. Achten Sie darauf, dass Sie das Wasser häufig wechseln.
Zum Abkühlen eignet sich für Hunde auch ein nasses Handtuch. Um Hitzestau zu vermeiden, sollten Sie das Handtuch allerdings nicht auf Ihren Vierbeiner, sondern unter ihn legen.
Tipps gegen Hitze: Tiere von Unterwolle befreien
Viele Fellnasen leiden im Sommer unter ihrem dichten Fell. Erträglicher machen Sie Ihrem Hund die Hitze, wenn Sie das Unterfell auskämmen. Scheren sollten Sie Ihren Hund allerdings nicht. Das Fell hat auch eine schützende Funktion und sorgt dafür, dass Ihr Vierbeiner keinen Sonnenbrand bekommt.
Bei einigen Hunderassen wie Pudeln kann das Scheren allerdings empfehlenswert sein. Lassen Sie sich von einem Tierarzt beraten, wenn Sie unsicher sind, was für Ihren Hund das Richtige ist.
Bei Hitze: Pfoten vom Asphalt fernhalten
In der Hitze heizt sich der Asphaltboden stark auf. Barfußlaufen ist dann kaum mehr möglich. Das gilt auch für Vierbeiner. Vermeiden Sie es tagsüber, mit Ihren Hunden spazieren zu gehen. Nutzen Sie lieber die frühen Morgen- und späten Abendstunden, um Ihre Fellnase auszuführen.
Denn schon bei 25 Grad Celsius kann sich der Asphalt auf schmerzhafte 52 Grad aufheizen. Bei 35 Grad können es sogar 65 Grad Celsius auf dem Asphalt sein, wie die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ warnt.
Im Zweifelsfall lohnt sich ein Selbsttest. Halten Sie es ohne Probleme sieben Sekunden lang mit dem Handrücken auf dem Asphalt aus, ist ein Spaziergang für Ihren Hund auf dem Asphalt möglich.
Frisches Futter bereitstellen
Gerade in der Hitze können viele Lebensmittel schnell verderben. Das gilt auch für Tierfutter. Füttern Sie Ihre Kaninchen und Meerschweinchen mit frischen Salatblättern und Karotten, sollten Sie die Lebensmittel nicht zu lange in der Sonne liegen lassen. Denn: Fressen die Tiere verdorbene Lebensmittel, können sie schwere Krankheiten bekommen, wie die Tierarztpraxis Dr. Tillner auf ihrer Website erklärt.
Auch bei Nassfutter ist das der Fall. Das Futter lockt Fliegen an, die darin ihre Eier legen. Für Hunde und Katzen kann das gefährlich werden. Setzen Sie bei hohen Temperaturen auf leichte Kost und bereiten Sie das Fressen für Ihre Vierbeiner immer frisch zu.
Tipps für Haustiere: Vorsicht vor Hitzschlag
Schon Temperaturen ab 25 Grad Celsius können bei Kleintieren wie Kaninchen und Meerschweinchen zum Hitzschlag führen – meist dann, wenn die Tiere keine Schattenplätze zur Verfügung haben und zu wenig Flüssigkeit aufnehmen.
Auch Hunde sind besonders gefährdet, da sie nicht schwitzen können. Wärme geben die Tiere durch Hecheln ab. Und eben dieses kann auch ein Zeichen dafür sein, dass sie Probleme mit der Hitze haben. Auf einen Hitzschlag deuten Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und Bewusstlosigkeit hin.
Bei Katzen erkennt man dies an Unruhe, erhöhtem Herzschlag und erhöhter Temperatur oder daran, dass die Tiere stark hechelnd auf dem Bauch liegen. Bei diesen Symptomen gilt: Schnellstens zum Tierarzt. (ls mit afp)

