DLRG warnt Eltern: Verlasst euch nicht auf Schwimmflügel
Falsche Sicherheit im PoolDLRG-Experte warnt: Darum reichen Schwimmflügel nicht aus

Copyright: Annette Riedl/dpa
Eltern müssen ihre Kinder im Schwimmbad stets im Blick behalten.
Ein kurzer Moment nicht aufgepasst, schon ist das Kind verschwunden – und taucht womöglich nicht mehr auf. Dass Kinder auch in Freibädern ertrinken können, beweisen zwei schreckliche Vorfälle aus Rheinland-Pfalz. Deshalb ist es lebenswichtig, dass ihr eure Kleinen keine Sekunde aus den Augen lasst.
„Die Aufsichtspflicht liegt auch im Schwimmbad bei den Eltern“, stellt Marco Vogt vom Landesverband Rheinland-Pfalz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) unmissverständlich klar. Zwar gibt es auch eine Verantwortlichkeit des Badbetreibers, aber sich darauf zu verlassen, dass der Bademeister das eigene Kind permanent im Auge hat, ist ein fataler Trugschluss.
„So viele Körper, die hopsen und springen“
Besonders brenzlig wird die Lage bei großem Andrang im Schwimmbecken. Während zehn Personen im Wasser noch überschaubar sind, ist eine lückenlose Überwachung bei 100 Badegästen eine Illusion. Vogt beschreibt das Chaos mit den Worten: „Da sind so viele Körper, die schwimmen, hopsen und springen“.
In solch einem Gewimmel reicht ein kleiner Rempler, und ein Kind gerät unbemerkt unter die Wasseroberfläche. Bis andere Schwimmer eine leblose Person im Becken wahrnehmen, kann wertvolle Zeit verstrichen und jede Hilfe zu spät sein.
Warum Schwimmflügel nicht genug Schutz bieten
Für Nichtschwimmer-Kinder gilt eine eiserne Regel: Sie benötigen die ununterbrochene Aufsicht ihrer Eltern. Diese Pflicht besteht selbst dann, wenn Schwimmhilfen benutzt werden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, rät Marco Vogt zu Schwimmwesten. Der Experte warnt im Gegensatz dazu eindringlich vor der Verwendung der populären Schwimmflügel.
Die Begründung ist erschreckend: Wenn ein Kind mit ihnen ins Becken springt, rutschen die Flügel leicht von den Armen und verlieren jegliche Schutzfunktion. Je nach motorischer Entwicklung können Kinder im Alter von etwa acht bis neun Jahren das sichere Schwimmen erlernen. Der Ort ist dabei aber ausschlaggebend: Vogt unterstreicht, dass Seen und erst recht Flüsse ungeeignet sind. Dies muss in einer sicheren Umgebung, sprich in einem Schwimmbecken, passieren. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
