Illegaler Trip in der Eifel endet für drei junge Männer im Albtraum. In 32 Metern Tiefe verirrt, ein Notruf war ihre Rettung.
Notruf aus der TiefeJunge Männer in Lava-Höhlen in der Eifel verirrt

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Unter der Stadt Mendig liegen durch Basaltabbau entstandene Hohlräume.
Ein illegaler Trip in der Eifel endet für drei junge Männer aus NRW in einem Albtraum. Sie verlieren in 32 Metern Tiefe die Orientierung. Ihre letzte Chance: ein Anruf aus der Dunkelheit.
Was als Abenteuer gedacht war, wurde zu einer dramatischen Rettungsmission: In der Osteifel haben sich drei Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen in den unterirdischen Lavahöhlen von Mendig verlaufen. Die jungen Leute waren trotz eines deutlichen Verbots in das gewaltige Stollensystem in einer Tiefe von 32 Metern geklettert und fanden keinen Ausweg mehr.
In der Finsternis und Kälte war ein Notruf ihre einzige Chance. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst eilte herbei, um die drei aus ihrer verzweifelten Situation zu befreien.

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Das Höhlensystem darf nicht betreten werden. Aufgrund von Einsturzgefahr wurden bereits mehrere Hohlräume mit Spezialbeton aufgefüllt.
Die Suche war kompliziert. Ein Durchbruch gelang erst, als ein Fachmann vom Umweltministerium mit Karten des verschachtelten Tunnelsystems aushalf. An diversen Zugängen riefen die Helfer nach den Verlorenen und konnten sie auf diese Weise endlich orten.
Teurer Ausflug: Anzeige und saftige Rechnung für die Geretteten
Als die drei wieder das Tageslicht erblickten, litten sie an leichten Unterkühlungen. Das ist nicht überraschend, da in dem unterirdischen Höhlensystem von Mendig durchgehend kühle sieben Grad Celsius herrschen.
Aber der nächtliche Ausflug hat auch juristische Konsequenzen. Gegen die Jugendlichen wurde eine Anzeige erstattet. Obendrein erwartet sie eine hohe Rechnung für die kostspielige Rettungsaktion am Mittwochnachmittag.

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Die Basaltschicht ist aus einem Magmastrom beim Ausbruch des Laacher See-Vulkans entstanden.
Die Polizei nutzte die Gelegenheit für eine klare Warnung: „Die unberechtigt befahrenen unterirdischen Tunnelsysteme gefährden nicht nur das eigene Leben, sondern auch das der Einsatzkräfte.“
Historisches Tunnelsystem mit Brauerei-Vergangenheit
Unter der Ortschaft Mendig liegt eine jahrhundertealte Historie verborgen. Im späten Mittelalter wurde dort kostbarer schwarzer Basalt gefördert, ein Vermächtnis der vulkanischen Eruptionen in der Gegend. Durch diesen intensiven Bergbau entwickelte sich die weltweit größte Basaltlava-Mine, die ein Netzwerk von Felsenkellern auf einer Fläche von circa drei Quadratkilometern umfasst.
Die Stollen erreichten ihre größte wirtschaftliche Bedeutung im 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit verwendeten 28 Brauereien in Mendig die Felsenkeller, um aufgrund der gleichbleibend perfekten Temperatur ihr Bier zu lagern.
Heutzutage lässt sich das historische System auf legale und sichere Weise entdecken. Dies ist im Rahmen von organisierten Touren des Vulkan-Museums Lava-Dome möglich. (red)
