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Horror-Blitzeinschlag!Neun Verletzte nach Einschlag in Jugend-Zeltlager

Zelte stehen am Rande eines Sportplatzes.

Copyright: Henry Mungenast/EinsatzReport24/dpa

Zelte stehen am Rande eines Sportplatzes. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests im baden-württembergischen Rastatt sind neun Menschen verletzt worden.

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Unwetter-Drama im Südwesten: Neun Verletzte nach Blitzeinschlag, während andere Regionen gegen Fluten kämpfen.

Am Freitagabend kam es im deutschen Südwesten zu furchtbaren Ereignissen wegen eines heftigen Gewitters. Ein Zeltlager in Rastatt wurde besonders hart getroffen, ebenso wie Gebiete in Rheinland-Pfalz. Dort schossen Sturzbäche durch die Orte und machten sogar Evakuierungen erforderlich.

Rastatt: Neun Verletzte durch Blitz bei Turnier

Ein Blitz traf am Freitagabend ein Jugend-Handballturnier in Rastatt, das nahe der französischen Grenze stattfand. Neun Personen trugen Verletzungen davon. Laut Polizeiinformationen kamen sechs der Betroffenen zur Behandlung in Kliniken.

Eine Person zog sich schwere Verletzungen zu, schwebt aber nach Aussage der Mediziner nicht in Lebensgefahr. Ein 13-jähriger Junge ist ebenfalls unter den Verletzten.

Für das Sport-Event waren über das Wochenende etwa 120 Teams angemeldet, weswegen der Sportplatz auch als riesiges Camp diente. Um circa 23.00 Uhr fegte eine Gewitterzelle mit massivem Regen und starken Windböen über das Areal.

Genau in dem Moment, als die Anwesenden ihre Zelte vor dem Sturm sichern wollten, kam es zur Entladung direkt über dem Zeltplatz. Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst war zur Stelle, um sich um die Verletzten zu kümmern.

Flut-Alarm: Behörden sprechen von 50-jährigem Hochwasser

Doch die Gewitter wüteten nicht nur in Baden-Württemberg. Auch Rheinland-Pfalz war betroffen, wo die Helfer die ganze Nacht im Einsatz waren. Besonders schlimm traf es den Rhein-Lahn-Kreis durch die enormen Wassermengen.

Offizielle Stellen sprachen von einer Flut, die statistisch gesehen nur alle 50 Jahre auftritt. Vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wurde zwischenzeitlich eine Warnung wegen extremer Überflutung ausgegeben, was zur Einrichtung eines Krisenstabs für den Katastrophenschutz führte.

Die Wasserstände kleinerer Wasserläufe stiegen binnen kurzer Zeit um ein Vielfaches. Ein Beispiel: Der Pegel des Dörsbachs bei der Messstelle Kloster Arnstein lag um 17.00 Uhr noch bei harmlosen 27 Zentimetern. Bis 20.45 Uhr schoss er auf beinahe zwei Meter (1,96 Meter) hoch. In der Nacht entspannte sich die Situation wieder und die Wasserstände gingen zurück.

Wegen der unmittelbaren Hochwassergefahr wurde in der Gegend von Katzenelnbogen ein geplanter Mittelaltermarkt schnell abgesagt. Einsatzkräfte räumten dort außerdem vorsichtshalber ein Zeltlager. Die Feuerwehrleute waren pausenlos gefordert: Allein in diesem Landkreis gab es über 60 Alarmierungen aufgrund von überfluteten Straßen und entwurzelten Bäumen. (red)

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