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Über eine Milliarde Menschen betroffen Facebook schaltet jetzt kritisches Feature ab

Meta, der neue Facebook-Mutterkonzern, kündigt an, die seit langem umstrittene Gesichtserkennung bei Facebook einzustellen. Sämtliche bislang darüber gesammelten Daten sollen gelöscht werden.

Menlo Park. Seit ihrer Einführung vor rund zehn Jahren gilt die automatische Gesichtserkennung als eine der umstrittensten Facebook-Funktionen. Wie Jerome Pesenti, Vizepräsident für künstliche Intelligenz bei der neuen Facebook-Muttergesellschaft Meta, nun erklärte, schalte man nun das umstrittene Feature ab.

Mehr noch: Die bislang gespeicherten Gesichtsdaten von mehr als einer Milliarde Menschen sollen ebenfalls gelöscht werden, versprach Pesenti.

Man wolle die Technologie aber weiterhin einsetzen, erklärte Pesenti: „Wir werden aber unseren Gebrauch auf sehr wenige Fälle beschränken“, schrieb er bei Twitter. Grundsätzlich versuche der Konzern, die positiven Anwendungsfälle der Gesichtserkennung „gegen die wachsenden gesellschaftlichen Bedenken abzuwägen.“ Er wies zudem darauf hin, dass die Regulierungsbehörden „immer noch daran arbeiten, klare Regeln für den Gebrauch der Technologie zu erlassen“.

Facebook: Erfolgreiche Klage gegen Gesichtserkennung

Die fehlenden Regeln hatte sich Facebook einst zunutze gemacht: Der Konzern behauptete nach der Einführung der Funktion vor rund zehn Jahren, dass User schon bei der ersten Anmeldung „zu allem“ zustimmen würden, auch zur biometrischen Erfassung ihrer Gesichter. Inwieweit diese implizite Einverständniserklärung auch Dritte, nämlich Freunde der Nutzer, umfassen konnte, deren Fotos und Videos ebenfalls ausgewertet wurden, konnte Facebook nie schlüssig erklären.

Bereits 2019 hatte der Konzern die Funktion, die es ermöglichte, Freunde auf Fotos automatisch zu erkennen, aufgrund des öffentlichen Drucks deaktiviert.

Der Verzicht hing dabei sicher auch mit gegen Facebook angestrengten Klagen zusammen: So musste der Konzern in diesem Jahr jedem User im US-Bundesstaat Illinois 350 US-Dollar als Entschädigung für die ungefragte Gesichtserkennung zahlen, insgesamt eine Summe von etwa 650 Millionen Dollar. (tsch)

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