Hiobsbotschaft für Millionen Fahrgäste: Die Nutzung von Bussen und Bahnen wird spürbar kostspieliger. Das Deutschlandticket soll teurer werden.
Deutschlandticket wird teurerDas kommt ab 2027 auf die Fahrgäste zu

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Das Deutschlandticket wird teurer (Symbolbild).
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Für unzählige Reisende in Deutschland verteuert sich bald die Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ab dem 1. Januar 2027 ist mit einem Preisanstieg für das Deutschlandticket um voraussichtlich 6,1 Prozent zu rechnen. Monatlich werden dann 66,80 Euro fällig, die Fahrgäste berappen müssen. Rund vier Euro mehr.
Hintergrund dieser Erhöhung ist eine neuartige Methode zur Kalkulation des Preises, die zum ersten Mal eingesetzt wird. Eine von den Verkehrsministern der Bundesländer beschlossene Formel soll ab 2027 für eine automatische und gerechte Verteilung der Lasten sorgen. Das berichtet „WDR“.
Wie der Ticketpreis künftig berechnet wird
Bisher war die Preisgestaltung eine politische Entscheidung: Für 2025 wurden 58 Euro und für dieses Jahr 63 Euro festgesetzt. Der künftige Mechanismus soll die Belange von Bund, Ländern sowie der Verkehrsunternehmen ausbalancieren. Zukünftig wird sich der Preis aus zwei wesentlichen Komponenten zusammensetzen: einem Kosten- und einem Wertfaktor.
Mit dem Kostenfaktor werden die erhöhten Aufwendungen der Transportfirmen abgebildet. Darunter fallen gestiegene Löhne, generelle Teuerungen und insbesondere die massiv gekletterten Energiekosten. Diese Entwicklung allein bewirkt eine Zunahme um 4,5 Prozent. Vor allem die teuren Dieselpreise im Juli schlugen hier deutlich ins Kontor.
Mehr Verkäufe, billigeres Ticket?
Die zweite Komponente der Formel, der sogenannte Wertindex, setzt die Subventionen von Bund und Ländern in Relation zu den Erlösen aus verkauften Fahrscheinen. Die finanzielle Unterstützung vom Staat ist auf etwa drei Milliarden Euro jährlich gedeckelt. Im Prinzip gilt: Je mehr Personen das Deutschlandticket erwerben, umso preiswerter könnte es im darauffolgenden Jahr ausfallen.
Es existiert jedoch der politische Wille, die Lasten schrittweise vermehrt auf die Fahrgäste umzulegen. Die fixierten staatlichen Beihilfen büßen durch die zunehmende Inflation an Wert ein, was den Druck auf den Ticketpreis zusätzlich steigert.
Die abermalige Anhebung des Preises ruft bereits Widerspruch hervor. Sowohl der Fahrgastverband Pro Bahn NRW als auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeigen sich verärgert über die getroffenen politischen Weichenstellungen und die mangelnde Verlässlichkeit für die Verbraucher.
Die Kalkulationen basieren auf Informationen der Statistikbehörde Destatis sowie einer Auswertungsstudie zum Deutschlandticket. Das Überwachungsunternehmen D-TIX hat von den Verkehrsministern den Auftrag erhalten, den finalen Preis anhand dieser Formel offiziell zu bestimmen. (red)
