Geht es nach Live-Kommentator Wolff-Christoph Fuss, wäre sein Magenta-TV-Kollege Jürgen Klopp der logische nächste Fußall-Nationaltrainer. Ob es auch so kommt, stehe jedoch auf einem anderen Blatt.
Wolff Fuss sieht keine Zukunft für Nagelsmann„Für mich führen alle Wege zu Jürgen Klopp“

Copyright: 2026 Getty Images/Alexander Hassenstein
Wolff-Christoph Fuss (links) und Jürgen Klopp arbeiten bei der WM für den Streaming-Anbieter MagentaTV. (Bild: 2026 Getty Images/Alexander Hassenstein)
„Gibt es ein realistisches Szenario, in dem Julian Nagelsmann Nationaltrainer bleibt?“ Auf die Frage seines Magenta-TV-Kollegen Johannes B. Kerner fand Live-Kommentator Wolff Fuss eine klare Antwort: „Ehrlich gesagt Nein“, erwiderte der 50-Jährige im Podcast „Kerners 11“ - und hielt dann ein Plädoyer für Magenta-TV-Experte Jürgen Klopp als Nachfolger.
Fuss, der am Montag das WM-Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay kommentiert hatte, erkennt eine „hohe Bedürftigkeit“ beim DFB. Schließlich müsse auch die Europameisterschaft in zwei Jahren weitgehend mit Personal aus dem aktuellen WM-Kader bestritten werden. „Es wird dir innerhalb von zwei Jahren nicht gelingen, plötzlich schnelle Außenspieler oder noch widerstandsfähigere Mittelfeldspieler und Mittelstürmer zu kreieren“, gab Fuss zu bedenken.
„Nationaltrainer ist nie ohne Risiko“
Folglich brauche es „einen Bundestrainer mit einer hohen Glaubwürdigkeit“, der die nötigen Strukturveränderungen bei der Talentförderung vorantreibe. Zum zweiten müsse er „die aktuelle Mannschaft so modifizieren, dass sie eine andere Idee entwickelt, also dass sie das spielt, was sie mit dem Potenzial, was in ihr steckt, auf den Platz bringen kann“. Fuss weiter: „Für mich führen alle Wege zu Jürgen Klopp, weil er es immer wieder geschafft hat, Klubs in bedürftiger Situation - Mainz, Dortmund, Liverpool - auf die Spur zu bekommen.“
Gleichzeitig sei Klopp „in der Lage, seine Schritte in der Öffentlichkeit darzulegen und gut zu verkaufen“. Voraussetzung für ein Engagement des Star-Trainers, der aktuell als Funktionär beim Konzern Red Bull tätig ist, sei aber ein Einsehen beim Verband. Der DFB müsse „die eigene Not erkennen“ und zu verstehen geben: „Hier hast du einen Schlüssel für die Turnhalle, du machst bitte, was du möchtest, und wir rechnen in zwei Jahren ab.“
Ob Klopp das Angebot, Nationaltrainer zu werden, überhaupt annehmen würde, weiß Fuss trotz des engen Austauschs im WM-Team von Magenta TV jedoch nicht zu prognostizieren: „Nationaltrainer ist nie ohne Risiko, insbesondere für einen großen Fan der Nationalmannschaft. Und der ist Jürgen Klopp.“ (tsch)
