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„Würde ich niemals sagen“Hector nimmt kritisierten DFB-Star in Schutz

Jonas Hector hat einen Tag nach dem Aus bei der WM 2026 auf das bittere Aus der deutschen Nationalmannschaft reagiert. Bei einem Kritikpunkt geht der Ex-Nationalspieler dabei nicht mit.

Große WM-Enttäuschung auch bei Ex-Nationalspieler Jonas Hector (36). Der frühere Linksverteidiger, der 43 Mal für die DFB-Auswahl aufgelaufen war, hat sich nach dem Sechzehntelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft ernüchtert gezeigt.

„Nach dem Spiel gestern war der Ofen aus bei mir“, sagte Hector in seinem Podcast „Schlag und Fertig“ über die mit einem Mal erloschene WM-Euphorie nach dem verlorenen Elfmeter-Krimi gegen Paraguay. Der harten Kritik vieler Experten wollte sich der ehemalige Kapitän des 1. FC Köln allerdings nicht anschließen.

Jonas Hector mit anderer Sicht auf das Elfmeterschießen

Zwar tat sich Hector mit einer Erklärung für den behäbigen Auftritt gegen den klaren Außenseiter aus Südamerika schwer, einen der am schärfsten kritisierten Akteure nahm er allerdings in Schutz: Leon Goretzka (31), der beim Elfmeterschießen als einer der letzten Deutschen hatte antreten wollen.

Dass Goretzka auf Nachfrage von Kapitän Joshua Kimmich (31) ablehnte, als achter Spieler für Deutschland anzutreten, hatte am Tag nach dem Spiel für viele Diskussionen gesorgt. Weltmeister Mats Hummels (37) nannte die Bilder „bezeichnend“.

Hector, der beim EM-Viertelfinale 2016 im Elfmeter-Marathon spät für Deutschland gegen Italien angetreten war, zeigte Verständnis. Dass sich einzelne Spieler angesichts des gewaltigen Drucks nicht sicher genug fühlten, könne er gut nachvollziehen.

„Ich würde niemals von mir aus sagen: ,Ich will unter den ersten fünf Schützen sein.‘ Einfach weil ich weiß, das wird nichts“, berichtete er zunächst aus eigener Perspektive.

Zur Debatte um Goretzka sagte Hector verständnisvoll: „Wenn dann jemand so unsicher ist, dann finde ich es auch besser, dass er sagt: ,Dann lieber nicht, lass erst mal die anderen schießen.‘“

Weil Goretzka zunächst nicht wollte, hatte als sechster deutscher Schütze Jonathan Tah (30) den ersten Elfmeter seiner Karriere geschossen – und dabei über das Tor gezielt. Goretzka wäre mutmaßlich nach Manuel Neuer (41) und Nathaniel Brown (23) der neunte deutsche Schütze gewesen.

Auf eine falsche Reihenfolge im Elfmeterschießen wollte Hector das WM-Aus nicht schieben. „Wir hatten fünf wirklich gute Schützen“, legte er sich fest: „Es ist einfach Lotterie, das muss man dazu sagen.“

Torhüter Orlando Gill (Paraguay) und Waldemar Anton (Deutschland, Nr.3) stoßen vor dem Tor zusammen.
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