+++ AKTUELLE LAGE +++ Abstiegs-Eklat in der 2. Bundesliga Schlimme Bilder und Böller-Detonationen: Spiel unterbrochen

+++ AKTUELLE LAGE +++ Abstiegs-Eklat in der 2. Bundesliga Schlimme Bilder und Böller-Detonationen: Spiel unterbrochen

„Wer wird Millionär?“Antwort aus dem Publikum macht Jauch fassungslos: „Ich will Namen und Sessel wissen!“

Moderator Günther Jauch mit Evangelos Polichronidis aus Witten.

Moderator Günther Jauch mit Evangelos Polichronidis aus Witten.

„Wer wird Millionär?“-Kandidat Evangelos Polichronidis hat eine Rapper-Vergangenheit, ärgerte sich über sich selbst, leistete geradezu Übermenschliches für seine Katzen. Mit Moderator Günther Jauch teilte er eine Albtraum-Vorstellung ...

„Ein paar Leuten hier im Publikum bekannt“ sei seine erste HipHop-Combo, vermutete Evangelos Polichronidis aus Witten in Nordrhein-Westfalen. Die 1998 gegründeten Creutzfeld & Jakob waren in der Rap-Szene tatsächlich ein Begriff. Bei der 1.000-Euro-Frage bewies der 44-Jährige nebenbei, dass Rapper nicht zwingend nur mit derber Sprache arbeiten: „Womit ist dasselbe Tier gemeint – obwohl die eine Bezeichnung auf ein Insekt und die andere auf ein Säugetier schließen lässt?“ Samtwanze & Taschenbiber, Cordzecke & Beutelmaus, Wollfloh & Tütenhase oder Filzlaus & Sackratte.

Tatsächlich benötigte Evangelos Polichronidis den Publikumsjoker. Die Schwarmintelligenz war zu 75 Prozent für Antwort D. Der Rapper staunte: „Es gibt ein Tier das Sackratte heißt? Wirklich?!“ Das Publikum amüsierte sich. Günther Jauch war auf einer anderen Fährte: „Wer hat Taschenbiber angekreuzt? Ich will Namen und Sessel wissen!“ Der Gesuchte hatte eine Ausrede parat: „Ich habe das Abstimmungsgerät falsch herum gehalten.“

Von Hauskatzen, Sackratten und dem rosaroten Panther

Mittlerweile ging auch Evangelos Polichronidis ein Licht auf. Er wählte Antwort D: „Jetzt raffe ich es erst! Ich war geschockt durch diese Obszönität!“ Mit seiner nächsten Aussage brachte er das Publikum erneut zum Lachen: „Man muss sich die Zeit nehmen, um das sacken zu lassen.“ Erst angesichts Günther Jauchs schelmischem Grinsen wurde ihm sein unfreiwilliges Wortspiel bewusst. „Kaum wird diese Frage gestellt, geht es bei mir irgendwie schon los“, scherzte der Moderator und juckte sich - immerhin jugendfrei – in Bauchhöhe.

Alles zum Thema Günther Jauch

Günther Jauch wusste dank seiner Redaktion, wie viel Evangelos Polichronidis für seine Katzen tut. Sobald eine der Katzen ins Haus will, erkennt dies ein Bewegungsmelder vor der Terrassentür, und es erklingt die Melodie vom „Pink Panther“ („Der rosarote Panther“). „Dann stehe ich auf, heiße die Katze willkommen, gebe der Katze was zu essen und gehe wieder ins Bett“, erklärte der Kandidat. „Wir haben drei Katzen, die kommen auch mal stündlich, und ich kriege einen total unruhigen Schlaf.“

Günther Jauch fragte: „Warum machen Sie um Himmels willen keine Katzenklappe?“ Ohne die Antwort abzuwarten, legte der Moderator scherzend nach: „Und wenn da Sackratten vorbeilaufen löst es auch aus.“

„Wer wird Millionär?“: „Ich bin so dumm, ich hätte mir einfach Zeit lassen sollen!“

Die 8.000-Euro-Frage: „Gemeinsam handeln. Sicher leben“ ist das Motto des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und ...?" Als Gag spielte die Redaktion die „Pink Panther“-Melodie erneut ein. Jauch amüsiert: „Das wäre eine super Idee, wenn das hier immer käme, wenn eine gewisse Länge der Bedenkzeit überschritten ist.“ Der Zusatzjoker half: Antwort D („... Katastrophenhilfe“).

Jauch las vom Display ab: „Ich sehe gerade, wir haben beide eine gemeinsame Horrorvorstellung.“ Gemeint war Ikea. „Egal wie gut man gelaunt ist, es endet im Streit“, berichtete Evangelos Polichronidis. Jauch erzählte, ihm sei zu Ohren gekommen, dass man eine Abkürzung durch das Möbelhaus nehmen könne, was er allerdings als urbane Legende abtat: „Ich musste immer durch jedes Zimmer, durch die Übertöpfe und durch das Köttbullar.“ Jauch fand, „das größte Glück eines Mannes“ sei „eine Partnerin, die mit ihm bei Ikea die Abkürzungen geht“.

Genug Gejammer – nun ging es um Jammer. Allerdings auf Englisch und für 32.000 Euro: „Mithilfe eines sogenannten Jammers versuchen Kriminelle ...?“ Banken zu überfallen, Fenster aufzuhebeln, Autos zu knacken oder Falschgeld herzustellen? Evangelos Polichronidis glaubte, von einem „door Jammer zum Türen aufbrechen“ gehört zu haben. Der Zusatz-Joker ließ die Antworten A und C verbleiben. „Ich habe es noch gesagt“, sagte der Kandidat. „Ich bin so dumm, ich hätte mir einfach Zeit lassen sollen!“

Günther Jauch lobt die „männliche Intuition“

Jauch aber dementierte: Ein Jammer sei „ein Störsender, mit dem Funk-Fernbedienungen blockiert oder das Schlüsselsignal zum Auto umgeleitet werden“ könnten. Evangelos Polichronidis schaute den Moderator erschrocken an, doch der löste auf: „Falsche Begründung bei richtiger Antwort.“ Jauch kommentierte: „Die männliche Intuition wird ja ganz oft unterschätzt.“ Darauf Polichronidis: „Ich habe mehr Glück als Verstand.“ Günther Jauch lachte: „So kann man es auch nennen.“

64.000 Euro wert: „Wer gab in Deutschland nie ein offizielles Konzert?“ Elvis Presley, Bob Marley, The Beatles oder Queen? Evangelos Polichronidis dachte eine Weile nach, bevor er entschied; „Ich soll nicht zocken, hat meine weise Ehefrau gesagt.“

Er hätte Bob Marley gewählt, doch erstaunlicherweise war es Elvis Presley. Verabschiedet wurde der Kandidat mit der ihm sehr vertrauten Melodie „Pink Panther“. Jauch sinnierte: „Das sollten wir künftig machen: Jeder darf sich eine Auftritts- und Abgangsmusik wünschen.“ Überhangskandidat Jannis Schauer aus Unterhaching erspielte 16.000 Euro. Susanna Al-Rifai aus Berlin ging mit 4.000 Euro. Frances Schoppe-Müller aus Wismar kam auf 64.000 Euro. (tsch)