Sie sind die neuen Heldinnen im TV: Tierärztinnen, die sich um kranke Kühe und verletzte Katzen kümmern. Doch hinter dem vermeintlichen Traumberuf verbirgt sich eine schockierende Wahrheit, die keine Kamera zeigt.
TV-Hype um TierärztinnenDie brutale Realität hinter der Serien-Idylle
Ob Uschi Glas in der neuen ZDF-Produktion „Die Maiwald“ oder Bettina Zimmermann in der ARD-Serie „Zwei Frauen für alle Felle“ – die öffentlich-rechtlichen Sender setzen voll auf einen neuen Hype. Nach dem jahrelangen Erfolg von „Tierärztin Dr. Mertens“ erobern jetzt weitere Frauen in weißen Kitteln die deutschen Bildschirme.
ARD und ZDF starten neue Tier-Formate
Ganz frisch geht beim ZDF die Serie „Die Maiwald“ an den Start. Das ZDF beschreibt die Handlung so: „Johanna Maiwald ist Tierärztin, ihre Praxis im idyllischen Maria Alm im Salzburgerland weit und breit die einzige. Die energiegeladene Frau kümmert sich engagiert um alle Tiere, die ihr Umfeld und das Landleben zu bieten haben – von der magenkranken Kuh, einer vergifteten Katze, einem depressiven Hund bis hin zu einem verletzten Kalb.“ Die Hauptrolle spielt Doris Schretzmayer. Die ersten beiden Filme sind seit dem 5. März im Streamingportal des ZDF verfügbar.
Die Schauspielerin betont, wie sehr auch die Menschen hinter den Tieren im Fokus stehen. Schretzmayer sagt: „Es geht nicht nur um das Tier, sondern auch immer um die Besitzerinnen und Besitzer der Tiere, die ja oft Co-krank sind, wenn dem liebsten Vierbeiner etwas fehlt.“
Auch die ARD ist mit dabei und führt ihre Serie „Zwei Frauen für alle Felle“ weiter. In der Reihe agieren Bettina Zimmermann und Meriel Hinsching als zwei engagierte Veterinärinnen im malerischen Naumburg. Die neuen Episoden werden am 6. und 13. März im Ersten ausgestrahlt.
Die harte Wahrheit: Traumberuf mit düsteren Schatten
Die heile Welt aus dem Fernsehen hat mit dem wirklichen Arbeitsalltag in einer Praxis allerdings wenig zu tun. Zwar ist der Fokus auf weibliche Hauptfiguren durchaus zutreffend – der Beruf wird in Deutschland klar von Frauen dominiert, da ihr Anteil bei praktizierenden Tierärzten bei rund 66 Prozent liegt.
Doch der Job ist eine extreme psychische Belastung. Kaum ein anderes Berufsfeld verlangt so häufig schnelle Entscheidungen über Leben und Tod. Dazu kommen die oft starken Gefühlsausbrüche der Tierbesitzer oder deren Unverständnis bei den Behandlungskosten.
Schock-Studie: Jeder Fünfte denkt an Suizid
Ein Gefühl mangelnder Anerkennung ist weit verbreitet. Wie die dpa meldet, fand eine 2024 veröffentlichte Studie von Boehringer Ingelheim heraus, dass sich nicht einmal die Hälfte der Veterinäre in ihrem Beruf als wertgeschätzt betrachtet.
Noch alarmierender sind die Resultate einer Untersuchung der FU Berlin und der Universität Leipzig zur mentalen Gesundheit: Von mehr als 3.000 befragten Tiermedizinern hegte rund ein Fünftel aktuell Suizidgedanken. Mehr als ein Viertel zeigte klinisch auffällige Depressionswerte – diese Zahlen sind vier- bis sechsmal höher als in der deutschen Gesamtbevölkerung. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

