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TV-Legende tritt abGottschalk verlässt Show vorzeitig: „Beste Zeit erlebt“

Der letzte gemeinsame Auftritt bei„Denn sie wissen nicht, was passiert“: Barbara Schöneberger, Thomas Gottschalk, Günther Jauch (v.li.).

Der letzte gemeinsame Auftritt bei „Denn sie wissen nicht, was passiert“: Barbara Schöneberger, Thomas Gottschalk, Günther Jauch (v.li.).

Aktualisiert

Thomas Gottschalk nimmt Abschied von der TV-Bühne. In der RTL-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert – Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show“ ist er ein letztes Mal als Entertainer zu sehen.

Thomas Gottschalk sagt „Servus“! Sein letzter Auftritt steht unter besonderer Beobachtung. Gut drei Stunden vor seiner letzten großen Show ist der an Krebs erkrankte Entertainer Thomas Gottschalk vor dem Fernsehstudio angekommen – und er kommt nicht alleine.

Mit ihm zusammen treffen sein langjähriger Freund, der Komiker Mike Krüger, sowie RTL-Moderatorin Katja Burkard per Shuttlebus am Kölner Studio ein.

Show beginnt mit stehenden Ovationen und Kasalla

Nach sieben Jahren und 48 Folgen soll es auf ausdrücklichen Wunsch von Thomas Gottschalk eine ganz besondere Sendung werden, die er gemeinsam mit Barbara Schöneberger und Günther Jauch zelebrierte.

Was beim Abschied für Gottschalk beinahe untergeht – auch für Jauch und Schöneberger ist Schluss. Sie sagen der Show, die auch ihren Namen trägt, ebenfalls „Lebewohl“.

Die Sendung, die „live on tape“, das heißt zeitversetzt, auf RTL ausgestrahlt wird, bildet den Abschluss einer sagenhaften Karriere, die für Thomas Gottschalk einst beim Radio begann. Doch seit Bekanntwerden seiner Krebserkrankung steht für den Moderator und Entertainer fest: Das war’s!

Die Sendung begann mit Kasalla. Die Kölsche Band präsentierte dem Anlass entsprechend den neuen Song „Adios Amigo“. Gottschalk schreitet eingerahmt von Schöneberger und Jauch über den roten Teppich ins Studi. Ein leises „Danke“ kommt ihm über die Lippen, er applaudiert dem Publikum und blickt ehrfürchtig und gerührt in die Runde.

Das Publikum ist begeistert, feiert zu Kasallas „Alle Jläser huh“ den „Ehrengast“ Gottschalk mit stehenden Ovationen. Die Kölner Band sorgt während der gesamten Show für die musikalische Begleitung.

Thomas Gottschalk kommt kaum zu Wort

Besonders ist an dieser Show vor allem die Tatsache, dass Gottschalk augenscheinlich in einer Statistenrolle bleibt. Der Moderator, sonst für seine flotten Worte bekannt, kommt so gut wie gar nicht zu Wort. Eine kurze Begrüßung, ein, zwei Sätze während der Spiele – mehr hören und sehen wir nicht.

Auf die Aussage, dass es ja nun seine letzte Samstagabendshow sei, nickt er. „Jawohl, zumindest der letzte Samstagabend, das habe ich immer behauptet und ich bleibe dabei“, so der Moderator leise. Hält er sich etwa ein Türchen offen?

Bei zahlreichen Spielen ist er an diesem Abend nur Statist. Das fällt auch den Zuschauern und Zuschauerinnen an den TV-Geräten auf. „Darf der Gottschalk jetzt einfach gar nichts mehr sagen?“, fragen sich Fans. „Es tut etwas weh, Gottschalk so zu sehen. Auch wenn man weiß, was jetzt los ist“, schreibt ein User und spielt damit auf die schwere Krebserkrankung an. Gottschalk leidet am Epitheloiden Angiosarkom. Ein anderer findet: „Ganz bei sich ist er leider nicht mehr, er hat den rechtzeitigen Absprung verpasst.“

Das Gros aber wünscht dem 75-Jährigen nur das Beste: „Macht mich richtig emotional heute. Wie befreit Thomas Gottschalk wirkt. Ich freue mich so für ihn. Er hat die richtige Entscheidung getroffen, dass er mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit gegangen ist. Wünsche ihm alles Gute und dass er wieder gesund wird“, kommentiert eine Userin. Ein anderer Zuschauer schreibt: „Es ist eine Freude, Thomas Gottschalk noch einmal am Samstagabend sehen zu dürfen, wenngleich sichtlich gezeichnet. Ich wünsche ihm nur das Beste.“

Einmal blitzt Gottschalks Schalk und Lässigkeit dann doch kurz durch. „Mein Freund Günther hat sich umgezogen und keiner merkt’s“, scherzt er nach der Rückkehr aus einer Werbepause.

Auch kleidungstechnisch ist der für seine ausgeflippten Outfits bekannte Gottschalk diesmal eher still unterwegs. Gottschalk trägt einen dunklen Anzug. Seine Site-Kicks Barbara Schöneberger und Günther Jauch sind zum Start der Show im Schottenrock unterwegs.

Als Gäste holt Spielleiter Thorsten Schorn die Moderatoren Jörg Pilawa und Giovanni Zarrella ins Studio. Für viel Vorrede bleibt kaum Zeit, es geht direkt ins erste Spiel über. Das Duo tritt gegen Gottschalk, Jauch und Schöneberger an.

Im Publikum sitzt übrigens Gottschalks zweite Ehefrau Karina. Gottschalks alter Freund und Weggefährte Mike Krüger setzt sich neben sie. „Ich passe auf Karina auf“, scherzt er. Karina passt dagegen auf ihren Thommy auf. Die Krebsdiagnose traf auch sie wie ein Hammerschlag. Karina gab zu, dass sie „vor Sorge und Angst um Thomas fast durchgedreht“ sei.

Thomas Gottschalk: „Es geht mir gut und ich freue mich auf die Rente“

Nach mehr als anderthalb Stunden wurde es dann ernst. Thomas Gottschalk sprach erstmals öffentlich und ausführlich im Fernsehen mit Günther Jauch über seine schwere Krebserkrankung. 

Zur Freude des Publikums machte er zu Beginn des Gesprächs direkt deutlich: „Es geht mir gut und ich freue mich auf die Rente. Ich habe die beste Zeit erlebt, die es im Fernsehen gab. Darum geht’s mir gut.

Dann berichtet Gottschalk mit brüchiger Stimme über die schwere Zeit mit zwei Operationen und 33 Bestrahlungen. „Ist denn jetzt alles weg?“, fragte Günther Jauch und Thommy zeigte sich zuversichtlich: „Der PSA-Wert nach der OP war null und das ist ein guter Wert. Man muss hoffen, dass es so bleibt und ich hoffe, dass es so bleibt. Ich bin ein positiver Mensch.“

Und dann blitzte der alte Thommy wieder durch. Auf Jauchs Frage, ob er ihm nun nicht langweilig würde, konterte Gottschalk: „Ich befürchte es. Aber wenn es so ist, ruf ich dich an, Günther.“

Günther Jauch sprach mit Thomas Gottschalk über dessen Krebserkrankung. Im Hintergrund die Kölner Band Kasalla, die für die musikalische Begleitung des Abends sorgte.

Günther Jauch sprach mit Thomas Gottschalk über dessen Krebserkrankung. Im Hintergrund die Kölner Band Kasalla, die für die musikalische Begleitung des Abends sorgte.

Der Abend, er wird Thommy hoffentlich in guter Erinnerung bleiben, auch wenn einige Fans finden, die Show sei „ein bisschen albern und Thommys Abschied nicht wirklich würdig“. Gottschalk bedankte sich für die zahlreichen guten Wünsche und die Unterstützung. In den kommenden Monaten wird er sich ganz seiner Gesundheit widmen.

Um kurz nach 22 Uhr ist Schluss: Gottschalk verabschiedet sich mit den Worten: „Ab jetzt müsst ihr es ohne mich hinkriegen. Danke sehr!“ Zum Status-Quo-Klassiker „Rockin' all over the world“ schreitet er die Treppen hoch, küsst seine Karina und entschwindet.

Die Show geht ohne ihn weiter. Eines kann und darf dem 75-Jährigen nicht abgesprochen werden: Thomas Gottschalk hat Fernsehgeschichte geschrieben. Nahezu jeder verbindet einen besonderen TV-Moment mit dem Moderator. Thommy tritt nun ab, um sich dem Kampf gegen den Krebs zu widmen. Seine Fans und die Fernseh-Nation drücken ihm die Daumen. (susa)

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