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RTL mit Raab-AnkündigungDas tote Pferd wird weitergeritten

Zuletzt waren die Shows von Stefan Raab von wenig Erfolg gekrönt. Jetzt soll es ein Dschungel-Extra richten.

Zuletzt waren die Shows von Stefan Raab von wenig Erfolg gekrönt. Jetzt soll es ein Dschungel-Extra richten.

Auch die Dschungel-Fans werden jetzt mit den Altherren-Gags von Stefan Raab geflutet – im Windschatten des Erfolgsformats soll seine Show trotz mieser Quoten durchgeschleppt werden. Zweifelhaft, dass diese Strategie den Rutsch aufhalten wird, findet unser Autor. Ein Kommentar.

Jetzt also auch noch der Dschungel. Es scheint so, als blieben auch die Fans des gepflegten Känguru-Penis-Gaumenschmauses nicht von Stefan Raab verschont.

Obwohl der Entertainment-Dino seit Monaten eher alarmierende Quotentiefstände einfährt und nach seinem Comedy-Quiz-Experiment „Du gewinnst hier nicht die Million“ auch seine „Stefan Raab Show“ eher wenig zünden will – im Schnitt erzielten die Ausgaben nur einen Marktanteil von weniger als acht Prozent in der Zielgruppe, kurz vor Weihnachten sogar gerade mal noch fünf Prozent – wird Raab weiter über den Äther geprügelt.

Raab wird im Windschatten des Dschungels durchgezogen

Klar: Der Dschungel gehört seit jeher zum Tafelsilber von RTL, immer wieder beschert „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ dem Sender Rekordquoten. Hier versammeln sich nicht nur Trash-Fans vor dem Fernsehen, um Schabenessen und Gülletauchen zu frönen. Zuzusehen, wie sich ein Dutzend Halbpromis zum Affen macht, ist für viele ein jährliches Familien-Event.

Dass der Sender versucht, seine minder erfolgreiche Witzemaschine im Windschatten des Erfolgsformats weiter durchzufüttern, mag aus betriebswirtschaftlicher Sicht ganz sicher Sinn machen. Doch für viele Zuschauende ist die Extra-Portion Raab einfach nur nervig. Zumal jetzt schon absehbar ist, wie sehr „Die halbe Stunde nach der Stunde danach“ mit Raab’schen Tier-Penis- und Vagina-Gags geflutet wird.

RTL will die Verluste begrenzen – und eine Diskussion über ein baldiges Ende der Show vermeiden. Doch dass der Quotenrutsch der „Stefan Raab Show“ mit der Dschungel-Extrawurst und „satirischem Resümee“ aufgehalten werden kann, ist zweifelhaft. Das Problem sitzt ganz woanders.

Die Hoffnung stirbt offenbar zuletzt

Satte 90 Millionen soll RTL auf den Tisch gelegt haben, um Raab aus dem Vorruhestand zu holen. Der Nostalgie-Hype währte nur kurz: Die Einschaltquoten rauschten in den Keller, der Altherren-Humor kommt bei vielen nicht gut an. Die Raab-Shows sind nur ein schwacher Abklatsch seiner früheren TV-Erfolge. Fünf Jahre lang hängt er nun wie ein Klotz am Bein des Senders. 

Raab braucht dringend gute Quoten. Der Dschungel wird wohl nicht das letzte Format sein, welches das Projekt Raab weiter am Leben hält. Das tote Pferd wird weitergeritten.

Es scheint, die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es doch noch aufwärts geht: Das nächste Raab-Unternehmen findet zusammen mit der allseits beliebten Barbara Schöneberger statt: „Wer weiß wie wann was war?“ soll ab Frühjahr zu sehen sein. Bleibt abzuwarten, wie gut das Duo beim Publikum ankommen wird. Für Dschungel-Fans, die so gar keine Lust auf Raab haben, gibt es jedenfalls gute Nachrichten: „Die Stefan Raab Show - Die halbe Stunde nach der Stunde danach“ ist der allerletzte Programmpunkt am langen Dschungel-Abend – wer keinen Bock hat, kann einfach nach Olivia Jones und Angela Finger-Erben abschalten.

Stefan Raab hat beim Dschungelcamp 2026 auch ein Wörtchen mitzureden. (Bild: RTL / Raab Entertainment / Willi Weber / Hintergrund KI-generiert)

Dschungelcamp-Überraschung

Jetzt mischt auch noch Stefan Raab mit