Drama bei „The Voice“ Diskussion um Mark Forsters Team: Sind die Regeln unfair?

Zu sehen sind Mark Forster und sein Team: The Razzzones, Luna, Charlene, Florian, Florian und Charlene.

Die Meinungen der The Voice of Germany-Fans gehen momentan stark auseinander und viele hitzige Diskussionen finden statt. Das Foto wurde am 3. Dezember 2021 aufgenommen. 

Wirre Nummern-Vergabe, vermeintlich ungerechtes Bewertungssystem: Während die Coaches einfach nur staunten, machten Fans während des Viertelfinale der ProSieben/Sat.1-Show „The Voice“ ihrem Ärger auf Twitter ordentlich Luft. Und noch etwas sorgte für Gesprächsstoff: Johannes Oerdings ungewöhnliches Outfit!

Schon das Wahlsystem via App in den Sing-Offs war bei den Fans der ProSieben/Sat.1-Show „The Voice of Germany“ nicht gut angekommen – im Viertelfinale gingen Verwirrung und Ärger weiter.

An den verbliebenen Talenten lag das sicher nicht. Die sangen sich tapfer bis brillant durch Megahits der Rock- und Popgeschichte.

Ob Johannes Oerdings (39) Schützling Sebastian Krenz (29) wie Queen „Who Wants To Live Forever?“ fragte, Fünffach-Mama Jennifer Braun-Williams (63) aus Nico Santos' (28) Team sich mit Aretha Franklins „Natural Woman“ Zugabe-Rufe ersang oder Sarah Connors (41) Kandidat Archippe Mbongue Ombang (21) mit Seals „Love's Divine“ überzeugte: Die Qualität war hoch. Entsprechend fiel auch das Lob der Coaches aus, die das Weiterkommen ihrer Schützlinge in die Hände des Publikums legen mussten.

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Mark-Forster-Team hat die vermeintlich schwächsten Stimmen

Und da begann das Problem: Los ging's mit den Voting-Nummern, die nach Teams verteilt waren (Team Mark: 1, 2, 3, Team Sarah: 4, 5, 6 und so weiter), was nicht nur bei Twitter-User Sascha für Unmut sorgte: „Warum sind die Nummern so willkürlich, die sind halt nicht einmal in der Reihenfolge der Auftritte?“ Hinzu kam, dass man nur für seine jeweiligen Team-Favoritinnen und -Favoriten voten konnte - zwei würden jeweils weiterkommen.

Ungerecht, angesichts der Tatsache, dass im „Underdog“-Team von Mark Forster (38) die vermeintlich schwächsten Stimmen zu finden waren, schimpfte die Twitter-Gemeinschaft. Wobei sicher zu diskutieren wäre, ob sie dem Ehepaar Florian (35) und Charlene Gallant (32) mit „Sex On Fire“ (Kings of Leon), den Beatboxern The Razzzones mit „Let Me Love U“ von Mario und der polarisierenden Luna Farina (19) mit Dua Lipas „Levitating“ nicht Unrecht tat.

Hat Mark Forsters Team einen unfairen Vorteil?

Letztere kam am Ende mit 29,7 Prozent und damit rund eineinhalb Prozent weniger als The Razzzones knapp nicht ins Halbfinale. Noch knapper erwischte es Zeynep Avci (38) aus Team Johannes: Ihr fehlten lediglich 0,2 Prozent, um mit Konkurrentin Ann-Sophie Dürmeyer ("Hallelujah", Leonard Cohen) gleichzuziehen.

Die Deutschtürkin war im Vorfeld bei manchen Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzern angeeckt, weil sie konsequent türkische Songs wählte (diesmal „Öyle Sev“ von Güliz Ayla), was einigen für einen deutschen Wettbewerb nicht passend schien. Johannes' Statement dazu war deutlich: „Was hier gesungen wird, ob Englisch, ob Spanisch, ob Türkisch, ob Persisch, ob Kisuaheli, es ist latte“. Musik sei Gefühl, und Zeynep sei heute „eine Sinfonie“ gewesen.

Keine Sinfonie, wohl aber ein Gesamtkunstwerk war indes der auf Twitter sehr gefeierte Sarah-Kandidat Joel Zupan (27), der gerne mit Geschlechter-Stereotypen spielt und seine Auftritte bis ins Detail durchplant. Trotz beeindruckender Performance des Eurythmics-Hits „Sweet Dreams“ unterlag er schließlich Zuschauerliebling Archippe sowie Katarina Mihaljević (21), die stimmgewaltig „Jealous“ von Labrinth vorgetragen hatte.

„Es ist so traurig, in Marks Team würde er wahrscheinlich sofort weiterkommen“, hieß es dazu auf Twitter, eine weitere Userin schrieb: „Können wir nicht einfach Sarahs komplettes Team mitnehmen und Marks dafür komplett streichen? Wär' nur fair, wenn man nach Talent geht.“

Das war allgemein der Tenor: Egal, wenn ein Coach dann leer dastünde, weiterkommen sollten einfach die Besten. Doch bei „The Voice“ herrscht eben ein Turnier-Prinzip wie beim Sport.

Musicaldarstellerin Gugu Zulu übertrahlt alle

Vom Ärger unberührt schien eine Kandidatin indes über allem zu schweben: Musicaldarstellerin Gugu Zulu brillierte auch diesmal wieder und brachte mit ihrer Interpretation von Adeles „Easy On Me“ ihren Coach Nico zum Schwärmen: „Für mich das Professionellste, was ich auf dieser Bühne jemals gesehen habe!“ In ihrem Team war sie mit 65,7 Prozent glasklare Favoritin und auch sonst wurde bereits gemunkelt, dass an ihr kein Vorbeikommen sei. Ihre Teamkameradin Kati Lamberts (26, „When The Party's Over“ von Billie Eilish) ergatterte mit 17,7 Prozent weit abgeschlagen den zweiten Platz in Team Nico.

Neben all dem Unmut allerdings gab es auf Twitter noch ein weiteres großes Thema: Johannes Oerding ohne Hut! Die einen entdeckten plötzlich seine Attraktivität, die anderen waren „ganz verwirrt“ und wieder andere hielten es für ein „Drama“. Vielleicht sollte zum Halbfinale auch Mark Forster sein Käppi abnehmen - das könnte womöglich vom Voting-Ärger ablenken. (tsch)

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