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„Masked Singer“ Super Show – aber Finale war für Zuschauer Schlag ins Gesicht

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Max Mutzke hat „The Masked Singer“ auf ProSieben am Donnerstagabend gewonnen.

Köln – Max Mutzke hat als Astronaut „The Masked Singer“ gewonnen (hier mehr zum Finale nachlesen) – der 38-Jährige ist damit der erste Gewinner der neuen ProSieben-Erfolgsshow.

Zum Finale am Donnerstagabend schalteten durchschnittlich 4,34 Millionen Zuschauer ein – in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil laut Sender bei sehr starken 38,5 Prozent, 54 Prozent verfolgten demnach sogar den Moment, als der Sieger demaskiert wurde.

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Max Mutzke hat „The Masked Singer“ auf ProSieben am Donnerstagabend gewonnen.

Ein Kommentar: „The Masked Singer“ hat sich damit – zurecht – als Mega-Erfolg entpuppt. Die Show machte Spaß, brachte endlich mal frischen Wind ins TV-Programm. Nur das Finale war eine riesengroße Enttäuschung.

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„The Masked Singer“: Finale nervt durch unnötige Länge

Waren die vorherigen Shows der Staffel mit etwa zwei Stunden Sendezeit noch von optimaler Länge, trieb ProSieben die Showdauer am Donnerstag unnötigerweise auf die Spitze.

Ich habe auch erst am Freitagmorgen gesehen, wer gewonnen hat. Nach den „Halbfinal-Duellen“ bin ich ins Bett gegangen – und wenn man sich die Reaktionen auf Twitter während der Sendung anschaut, ging es vielen anderen Zuschauern genauso.

Wer am Morgen früh raus und zur Arbeit muss, kann es sich schlicht nicht erlauben, unter der Woche bis Mitternacht oder sogar noch länger eine XXL-Show dieser Art zu sehen. Irgendwo ist die Schmerzgrenze erreicht. Das Finale war damit für viele Fans der Sendung ein Schlag ins Gesicht.

Vor allem, weil ProSieben die Show mit einem völlig sinnlosen Konzept unnötig in die Länge gezogen hat. An die „kurzen Pausen“ von zehn bis zwölf Minuten ist man ja schon gewöhnt – daran kann man auch nichts ändern, Werbungen sind für den Sender schließlich nötig.

„The Masked Singer“: Rate-Jury tippt viermal, wer unter Maske steckt

Aber warum die Rate-Jury in einer Show viermal tippen soll, wer sich denn nun im Astronauten- oder Grashüpfer-Kostüm befindet, erschließt sich nicht.

Und warum die Jury sowohl nach dem letzten Auftritt eines Sängers als auch direkt vor dessen Demaskierung raten soll, wer sich hinter der Maske versteckt, ist noch unsinniger. Denn zwischen letztem Song und Demaskierung passiert absolut nichts, was die vorherige Einschätzung ändern könnte. Dass so mancher Experten-Tipp sich in der Zwischenzeit trotzdem veränderte, spricht Bände…

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Bülent Ceylan sorgte als Engel bei „The Masked Singer“ Woche für Woche für Furore.

„The Masked Singer“: Astronaut Max Mutzke ist der falsche Sieger

Dass am Ende mit dem Astronauten Max Mutzke auch noch der langweiligste Kandidat gewonnen hat und sich hinter den Final-Charakteren fast ausschließlich Promis versteckten, die für viele Zuschauer bereits seit der zweiten oder spätestens dritten Show feststanden, macht das Gähn-Finale nicht besser.

Nicht falsch verstehen: Max Mutzke war der beste Sänger im Feld. Aber in dieser Show sollte doch mehr zählen als der Gesang. Sonst hätten die Promis gar nicht erst antreten müssen. Oder hat jemand erwartet, dass ein professioneller Sänger, der auf Platz eins der Charts stand und beim ESC auftrat, schlechter singt als eine Boxerin, ein Model oder ein Moderator? Wohl kaum…

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Der Astronaut überzeugte bei „The Masked Singer“ vor allem durch seinen Gesang, blieb seinem Stil jedes Mal treu.

„The Masked Singer“: Engel oder Monster hätten Sieg verdient gehabt

Dagegen haben der Engel, das Monster oder auch der Kudu mit abwechslungsreichen Auftritten begeistert. Während der Astronaut Woche für Woche, Song für Song auf der Bühne stand und eine Ballade sang, rockten, tanzten und sangen andere Kandidaten ab und gaben Songs unterschiedlichster Genres zum Besten – mit eigenen Interpretationen. DAS war Entertainment, darum sollte es in der Show doch gehen.

2020 gibt es eine Fortsetzung von „The Masked Singer“. Bleibt zu hoffen, dass die unnötige Raterei der Jury dann stark eingedampft wird und sich unter den Masken noch die eine oder andere Überraschung mehr verbirgt.

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