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So sah Karoline Schuch in ihrer ersten Rolle aus

Karoline Schuch ist eine der gefragstesten TV- und Kinodarstellerinnen des Landes. (Bild: Matthias Nareyek/Getty Images)

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Karoline Schuch ist eine der gefragstesten TV- und Kinodarstellerinnen des Landes. (Bild: Matthias Nareyek/Getty Images)

Heute ist sie eine gefragte TV- und Kinodarstellerin, ihre erste große Rolle in einer Soap bekam Karoline Schuch aber durch einen Zufall.

Ihre erste Rolle im Fernsehen hatte Karoline Schuch in der ARD-Soap „Verbotene Liebe“. (Bild: IMAGO / teutopress)

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Ihre erste Rolle im Fernsehen hatte Karoline Schuch in der ARD-Soap „Verbotene Liebe“. (Bild: IMAGO / teutopress)

Schon als Kind liebte sie es, sich zu verkleiden, sagte Karoline Schuch einst in einem Interview. Insofern dürfte ihr ihr aktuelles Engagement besonders gut gefallen: In der ARD-Serie „Oderbruch“, deren zweite Staffel am Sonntag startet, schlüpft sie in die Rolle einer Vampirin. Dass sie bereits seit 25 Jahren ihre Verwandlungsfähigkeit in Film und Fernsehen zeigt, war aber nicht abzusehen. Denn ihre erste große Rolle erlangte sie nur durch einen Zufall - und nach längerem Zögern.

Nach der Soap-Karriere bei „Verbotene Liebe“ (2000 bis 2002) wurde Karoline Schuch auch als Tochter des Kölner „Tatort“-Ermittlers Freddy Schenk (Dietmar Bär) einem  größeren Publikum bekannt. (Bild: WDR / Uwe Stratmann)

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Nach der Soap-Karriere bei „Verbotene Liebe“ (2000 bis 2002) wurde Karoline Schuch auch als Tochter des Kölner „Tatort“-Ermittlers Freddy Schenk (Dietmar Bär) einem  größeren Publikum bekannt. (Bild: WDR / Uwe Stratmann)

Hinter ihrem Einstieg in die Schauspielerei stand kein großer Plan: Karoline Schuch hatte lange gezögert, diesen Weg einzuschlagen. „Das hab ich aber immer wieder verworfen, weil ich dachte, davon träumen so viele und Geld verdient man damit auch nicht“, erzählte sie im „Gala“-Interview. Der Impuls kam durch eine Begegnung in einem Club ihrer Heimatstadt. Ein Mann, „der eine Sonnenblume im Haar und einen Rock trug“, sprach sie an und gab ihr eine Visitenkarte.

„Ich hab das erstmal gar nicht so ernst genommen und hab die Karte erst mal weggeschmissen.“ Erst zwei Wochen später meldete sie sich doch. Daraus entwickelte sich ein Casting und schließlich ihre Rolle in „Verbotene Liebe“. In der Daily-Soap spielte sie ab 2000 Lara Cornelius. Über 248 Folgen hinweg war sie Teil der Serie, die sie nach einem Jahr aber wieder verließ.

Vom Soap- zum „Tatort“-Star

2018 spielte Karoline Schuch (zweite von rechts) eine der Hauptrollen im Thriller „Ballon“ abhängen von Regisseur Michael „Bully“ Herbig“ (links). (Bild: Studiocanal GmbH / Marco Nagel)

Copyright: Studiocanal GmbH / Marco Nagel

2018 spielte Karoline Schuch (zweite von rechts) eine der Hauptrollen im Thriller „Ballon“ abhängen von Regisseur Michael „Bully“ Herbig“ (links). (Bild: Studiocanal GmbH / Marco Nagel)

Eine feste Rolle hatte sie dennoch bald wieder inne: Zwischen 2001 und 2010 spielte sie im Kölner „Tatort“ Melanie, die Tochter des Ermittlers Freddy Schenk. Die ARD-Reihe prägte und prägt ihre Karriere: 2008 erhielt Schuch für ihre Darstellung in der Frankfurter „Tatort“-Folge „Bevor es dunkel wird“ den Günter-Strack-Fernsehpreis als beste Nachwuchsdarstellerin. Ab 2026 gehört sie zum festen Team des Kieler „Tatort“.

In der ARD-Krimireihe „Die Toten am Meer“ spielte Karoline Schuch zum ersten Mal eine Ermittlerin. (Bild: ARD Degeto/Sandra Hoever)

Copyright: ARD Degeto/Sandra Hoever

In der ARD-Krimireihe „Die Toten am Meer“ spielte Karoline Schuch zum ersten Mal eine Ermittlerin. (Bild: ARD Degeto/Sandra Hoever)

Schuch beschränkte sich aber nicht auf die Arbeit als Schauspielerin. Sie begann ein Psychologie-Studium an der Freien Universität Berlin und schloss es 2010 mit der Note „sehr gut“ ab. Parallel dazu übernahm sie Rollen in großen Produktionen, darunter „7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug“ (2006), „Zweiohrküken“ (2009) und „Zeiten ändern dich“ (2010). 2014 spielte sie in „Hannas Reise“ erstmals die Hauptrolle in einem Kinofilm, 2018 war sie in Michael „Bully“ Herbigs Thriller „Ballon“ zu sehen.

Schuch über Vampir-Serie: „Wusste nicht, on dieses Experiment aufgeht“

Zwei Jahre nach der ersten Staffel „Oderbruch“ wird die Geschichte um Maggie Kring (Karoline Schuch) und den Ermittler Zajak (Lucas Gregorowicz, rechts) fortgesetzt.  (Bild: ARD Degeto Film/SWR/Syrreal Entertainment/Kurt Patzak/Håvard Schei/Marcel Weisheit)

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Zwei Jahre nach der ersten Staffel „Oderbruch“ wird die Geschichte um Maggie Kring (Karoline Schuch) und den Ermittler Zajak (Lucas Gregorowicz, rechts) fortgesetzt. (Bild: ARD Degeto Film/SWR/Syrreal Entertainment/Kurt Patzak/Håvard Schei/Marcel Weisheit)

Dass sie bei ihrer „Tatort“-Vergangenheit und -Erfahrung erst in den letzten Jahren auch ins allseits beliebte Krimigenre vorstieß, verwundert da fast: Erst 2020 spielte sie in „Die Toten am Meer“ eine Kommissarin. Gegenüber der „Bild am Sonntag“ erklärte sie damals: „Ich habe das bisher erfolgreich vermieden. Ich fand mich für so eine Rolle auch noch nicht reif genug“. Bei der Vorbereitung lernte sie unter anderem den Umgang mit einer Waffe und trainierte Freistilschwimmen. „Das fand ich fantastisch.“

2026 schließt sich der Kreis, der mit ihrer Rolle im Köln-“Tatort“ begann. Im Kieler Team der ARD-Krimireihe spielt sie neben (Almila Bagriacik als Hauptkommissarin Mila Sahin die Polizei-Psychologin Elli Krieger. Für ihre Rolle kann sie dabei auch ihre Expertise aus dem Psychologie-Studium nutzen. „Dieser Umstand hat mich besonders gereizt, weil damit für mich die klassische Kommissarsarbeit entfällt und es einen spannenden Kontrast zur Figur Mila Sahin geben wird“, so Schuch in einem dpa-Interview.

Anders als das „Tatort“-Engagement war die Hauptrolle in der ARD-Mystery-Serie „Oderbruch“ eher ein Wagnis. Dort spielt sie Maggie Kring, eine ehemalige Polizistin, die als Vampirin existiert und einem Geheim-Orden folgt. Vor der Ausstrahlung der ersten Staffel im Januar zeigte sie sich zurückhaltend. „Ich wusste am Anfang der Serie wirklich nicht, ob dieses Experiment aufgeht“, sagte sie 2024 der „Gala“. Nach der Premiere habe sie die Reaktion des Publikums anders wahrgenommen: „Dann stand ich aber auf der Premierenbühne und dachte so: Wow, die Stimmung ist ganz gut. Es hat den Leuten offenbar Freude bereitet.“

Umzug aufs Land: Karokine Schuch wollte „keine Kreuzberger Mutti sein“

Während sie offen über ihre Rollen spricht, hält Karoline Schuch ihr Privatleben lieber aus der Öffentlichkeit heraus. Sicher ist: Sie lebt mit ihrem Partner und ihren zwei Kindern in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir möchten, dass unsere Liebe privat bleibt. Er begleitet mich ja auch nicht über den roten Teppich“, sagte sie 2017 dem Magazin „IN“.

Den Umzug aus Berlin begründete sie auch mit ihrem Alltag als Mutter. „Es war sonnenklar für mich, dass ich keine Kreuzberger Mutti sein möchte“, sagte sie dem Magazin „Emotion“. „Die Heterogenität der Menschen auf dem Land bildet für mich viel eher die Realität ab als so eine Kreuzberger Blase.“ Freie Sonntage beschreibt sie als Tage, „indem wir einfach vor uns hinbröseln und in den Tag hineinleben“. (tsch)

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