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Kommentar Große Abschiedsshow in der ARD: Das hat Jürgen Drews nicht verdient!

Jürgen Drews (hier bei „Das große Schlagerjubiläum 2022“) hat am vergangenen Samstag seinen großen Abschied von der Schlagerbühne in der ARD gefeiert.

Jürgen Drews (hier bei „Das große Schlagerjubiläum 2022“) hat am vergangenen Samstag seinen großen Abschied von der Schlagerbühne in der ARD gefeiert. 

Seine Karriere ist ohne Zweifel eine ganz große! Einen Abschied, wie er am Samstagabend (14. Januar 2023) in der ARD stattfand, hat Jürgen Drews aber nicht verdient, findet unser Autor. Ein Kommentar.

Mehr als 60 Jahre auf der Bühne, mehr als 500 Wochen in den Charts. Dazu unzählige Auftritte in ganz Deutschland – und natürlich auf Mallorca. 

Jürgen Drews (77) ist wahrlich eine Schlager-Legende. Und als solche gebührt ihm natürlich ein ganz besonderer Abschied. Eine eigene Show in der ARD sollte da der treffende Rahmen sein. Was dann aber im TV zu sehen war, hat Jürgen Drews nicht verdient! 

Jürgen Drews: Abschiedsshow in der ARD – das hat er nicht verdient

Das, was die Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen und Jürgen Drews mit seiner Frau Ramona und Tochter Joelina auf dem Studio-Sofa zu sehen und zu hören bekamen, war keine Hommage an einen großen Künstler – sondern eine billige Werbeveranstaltung. 

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„Noch einmal feiert er mit uns eine unvergessliche Party. Und ALLE sind gekommen, um gemeinsam mit ihm zu feiern“, kündigte Moderator Florian Silbereisen zu Beginn der (im Oktober 2022 aufgezeichneten) Show an. Doch nach und nach kristallisierte sich heraus, wofür Maite Kelly, Bernhard Brink, Ross Antony und Co. wirklich da waren. 

Denn statt der „Hauptperson des heutigen Abends“ (Silbereisen) zu huldigen, präsentierten sie alle mit einer „Weltpremiere“ ihren „neuen Song vom ganz neuen Album“.

Bei fast jedem Auftritt eines der Gäste wies Silbereisen genau darauf hin. Statt dem „König von Mallorca“ mit ihrem Lieblingshit aus dessen Repertoire Respekt zu zollen, machten die Stars der Szene lieber Werbung für sich selbst. 

Schade, dass es Drews selbst sein musste, der seine Hits auspackte. Nicht falsch verstehen: Ein Drews-Konzert zum Abschied zu zeigen, hätte auch seinen Charme gehabt. Die Legende bewies in den Momenten, die wirklich ihm gebührten, dass er das Publikum noch immer voll im Griff hat. Ihm reichte eine kleine Zeile, um den ganzen Saal zum Mitsingen zu bewegen, spielerisch leicht. Doch Platz für Emotionalität war leider kaum.

Das wurde durch die Werbeauftritte zwischendurch gestört.

Und diesen Eindruck konnte auch die ein oder andere nette Anekdote aus Drews’ Karriere, die dann noch schnell zum Besten gegeben wurde, nicht rausreißen.

Im Gegenteil: Im Gespräch mit den Gästen wollte Moderator Silbereisen dann lieber wissen, wie sie sich ihren Mega-Erfolg erklären würden (Roland Kaiser) oder, ob beim Hammer-Konzert in München wirklich ein kleines Erdbeben ausgelöst worden sei (Andreas Gabalier).

Was das mit der eigentlich im Fokus stehenden, großen Karriere von Jürgen Drews zu tun hat? Keine Ahnung!

Immerhin, die Newcomer von der „Mountain Crew“ spielten eine Version von „Kornblumen, in deinen Haaren“.

Von den großen Schlager-Stars hatte einzig Ben Zucker (ein bisschen) verstanden, worum es bei der Show eigentlich gehen sollte. Er orientierte sich bei „Das Bett im Kornfeld steht jetzt leer“ an einem von Drews allergrößten Hits. 

Ach, und der ist übrigens seit dem 13. Januar 2023 auch käuflich zu erwerben. Wie auch die ganz neuen Hits aus den neuen Alben von Ross Antony und und und ...

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