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Kommentar zum DSDS-Aus 20 Jahre „Deutschland sucht den Superstar“ waren zehn zu viel

Florian Silbereisen (l.) und Dieter Bohlen während der 17. Staffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“.

Florian Silbereisen (l.) und Dieter Bohlen während der 17. Staffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“.

RTL setzt „Deutschland sucht den Superstar“ ab. Für die letzte Staffel 2023 kommt Pop-Titan Dieter Bohlen noch einmal zurück, um das TV-Format nach 20 Jahren zu Grabe zu tragen – endlich. Ein Kommentar.

„Totgesagte leben länger“, sagt man. Und es war fast zu befürchten, dass diese Redewendung für DSDS offiziell umgeändert werden muss in „Totgesagte leben ewig“. Doch Aufatmen ist angesagt: 2023 ist endlich Schluss.

Am Mittwoch (13. Juli) kündigte RTL an, dass die 20. Ausgabe von „Deutschland sucht den Superstar“ gleichzeitig auch die letzte sein wird. Und das ist gut so. Denn 20 Staffeln DSDS waren ungefähr zehn zu viel.

„Deutschland sucht den Superstar“ fand nach Beatrice Egli keine Superstars mehr

An wie viele Sieger aus den bislang 19 Staffeln können Sie sich noch erinnern? Und wie viele von ihnen waren im Anschluss zumindest ansatzweise erfolgreich? Alexander Klaws, Mark Medlock, Luca Hänni, Pietro Lombardi und Beatrice Egli vielleicht? Diese Namen, die sich nach dem Ende der Castingshow mal mehr, mal weniger in der deutschen Promi-Welt halten konnten, haben eins gemeinsam.

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Sie alle stammen aus den ersten zehn DSDS-Jahren. Schlager-Sängerin Beatrice Egli war 2013 der letzte echte Star der Show, die den Auftrag, Superstars hervorzubringen, im Namen hat. Prince Damien, der nach seinem Sieg 2016 immerhin noch Dschungelkönig wurde, mal ausgenommen. Aber auch das ist schon wieder sechs Jahre her.

Im Ergebnis bleibt: Eine Show, die Superstars sucht, aber einfach keine mehr findet, hat ihre Daseinsberechtigung früher oder später verwirkt. Jetzt ist es zwar schon später als früher, aber immerhin hat RTL nun ein Einsehen.

Dass das so langsam Zeit wurde, zeigt auch ein Blick in die Streaming-Welt: Denn welche Serie hat schon 20 Staffeln? Bei „The Big Bang Theory“ war man froh, als nach Nummer zwölf endlich Schluss war. Der inhaltliche Verfall war zu dem Zeitpunkt kaum noch auszuhalten. Also so ähnlich wie bei DSDS.

Dort wurden zudem nicht nur die Stars, sondern auch die lustigen schrägen Vögel, wie Daniel Küblböck in Staffel eins, immer seltener. DSDS-Dauergast Menderes gehörte zwar irgendwann zum Inventar, aber sind wir mal ehrlich: Spätestens nach der dritten schiefen Michael-Jackson-Interpretation war der Unterhaltungswert dann doch eher überschaubar.

Daran änderte auch nichts, dass RTL das Ruder noch einmal herum reißen wollte. Mit Florian Silbereisen (40) als Nachfolger von Jury-Chef Dieter Bohlen (68) sollte der Gesang mehr in den Fokus rücken. Dass das nicht funktionieren konnte, war abzusehen. DSDS lebte zu lange von kuriosen Castings und knallharten Bohlen-Ansagen. Andere Formate wie „The Voice of Germany“ haben der RTL-Show, was die musikalische Qualität angeht, längst den Rang abgelaufen.

So ist es nur konsequent, dass Dieter Bohlen für die Abschiedsstaffel 2023 noch einmal zurückkommt. So können alle DSDS-Fans noch ein letztes Mal irgendwo zwischen Lach-und Wehmuts-Tränen schwelgen. Alle anderen hätten auch schon deutlich früher darauf verzichten können.

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