Ex-„Tagesschau“-SprecherJan Hofer fasste vor einem Jahr Entschluss: Hielt er Wort?

Der Moderator Jan Hofer steht im Studio der Nachrichtensendung «RTL Direkt». Seit dem 16. August 2021 ist er bei RTL auf Sendung.

Jan Hofer (hier im August 2021) moderiert „RTL Direkt“. Der Ex-„Tagesschau“-Sprecher hat sich von ARD und Krawatte verabschiedet.

Nach einer langen Karriere bei der ARD als „Tagesschau“-Sprecher hing Jan Hofer seine Krawatte an den Nagel und fasste einen Entschluss. Den zog er in seinem neuen Job bei RTL knallhart durch. 

RTL-Anchorman Jan Hofer hat dieses Jahr seinen Vorsatz durchgezogen, vor der Kamera keine Krawatte mehr zu tragen. „Ja, bisher habe ich das durchgehalten und fühle mich auch ganz wohl ohne Schlips. Allerdings betrachte ich das nicht als Dogma, vielleicht überlege ich mir das noch mal“, sagte der 69-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der einstige ARD-Sprecher hatte vor fast einem Jahr öffentlichkeitswirksam vor 15 Millionen Zuschauern den Schlips ausgezogen, als er zum letzten Mal die „Tagesschau“ moderiert hatte. Seit August moderiert Hofer für RTL das Newsformat „RTL Direkt“.

RTL: Jan Hofer seit „Tagesschau“-Aus ohne Krawatte vor der Kamera

Hofer ist mit dem Start von „RTL Direkt“ sehr zufrieden. „Es ist uns gelungen, in nur vier Monaten eine neue Nachrichtensendung am Abend zu etablieren.“ Die Zuschauerzahl des Newsformats um 22.15 Uhr ist in den vergangenen Monaten sukzessive deutlich gestiegen. Waren es bei der ersten Sendung im August noch 1,87 Millionen, wurde am vergangenen Montag mit 3,45 Millionen ein neuer Topwert erreicht. Hofer schilderte, sowohl das Team als auch er selbst hätten von Anfang an sehr viel Vertrauen von Seiten des Senders gespürt.

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„Wir haben viel gearbeitet, viel verbessert und vor allem auf die Zuschauerinnen und Zuschauer gehört, um dorthin zu kommen, wo wir jetzt sind“, so Hofer. „Wir sind auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern. Das hätte uns am Anfang kaum einer zugetraut.“ Hofer, der im Wechsel mit Pinar Atalay moderiert, steht mit „RTL Direkt“ am späten Abend in Konkurrenz zu den ARD-„Tagesthemen“ und zum ZDF-„heute journal“.

„RTL Direkt“ – Jan Hofer gibt zu: „Haben wir schnell gemerkt, dass das dort nicht hinpasst“

Vieles habe sich an seiner Sendung in der Anfangszeit verändert, sagte der Moderator. „‚RTL Direkt‘ im Dezember ist ja nicht mehr das ‚RTL Direkt‘ aus dem August. Wir haben in den vergangenen Monaten viel dazugelernt und die eine oder andere Stellschraube nachgezogen. Pinar Atalay und ich versuchen in jeder Sendung einen besonderen Zugang zum Thema und zu unseren Gesprächspartnern zu finden.“

„RTL Direkt“ wolle auch weiter einen versöhnlichen, positiven Schluss bieten. „Wir wollen auch in schlimmen Zeiten die Menschen nicht mit einem negativen Gefühl in die Nacht entlassen, das hat sich nicht geändert. Allerdings haben wir schnell gemerkt, dass die Satire zum Ende der Sendung dort nicht hinpasst. Trotzdem versuchen wir grundsätzlich positive Botschaften aus unseren Themen zu ziehen.“ (dpa)