Im Interview anlässlich der neuen ZDF-Reihe „Einfach Elli“ spricht Schauspielerin Klara Deutschmann offen darüber, dass sie noch immer den Druck spürt, einem bestimmten Ideal entsprechen zu müssen.
„Reiterhof Wildenstein“-Star klagt„Frauen wird nach wie vor häufig ein Ideal vorgeschrieben“

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„Reiterhof Wildenstein“-Star Klara Deutschmann schlüpft ab Donnerstag, 12. März, in die Rolle der mit ADHS lebenden Rettungssanitäterin Elli Kempfer.
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Noch immer, klagt Schauspielerin Klara Deutschmann im Interview mit der Agentur teleschau, verspüre sie einen besonderen Druck, wenn es darum geht, gesellschaftlichen Idealen zu entsprechen.
Die 36-Jährige, die viele vor allem aus der Welt des „Reiterhofs Wildenstein“ und aus „Hubert und Staller“ kennen, findet, „dass Frauen nach wie vor häufig ein Ideal vorgeschrieben wird“.
Schauspielerin engagiert sich für Diversität
Seit der MeToo-Debatte beobachtet die gebürtige Hamburgerin aber auch „einen wachsenden Wunsch, das Narrativ zu verändern und für eine ausgewogene Filmlandschaft zu sorgen, in der Frauen wie Männer ihre Geschichten erzählen können“, wie die Schauspielerin und Mutter im teleschau-Gespräch erklärt.
Seit Jahren engagiert sich die Künstlerin ehrenamtlich im Bundesverband Schauspiel, insbesondere für Diversität und Gleichstellung. Ein Punkt, der sie besonders freut: Sie arbeitet inzwischen immer häufiger mit Regisseurinnen zusammen.
„Auch der Gender-Pay-Gap gleicht sich ganz langsam an - eine Errungenschaft der letzten Jahre. Trotzdem gibt es gesellschaftlich noch viel zu tun - egal auf welche Branche wir blicken“, betont Deutschmann im Gespräch mit der Agentur teleschau.
Für die „Elli“-Darstellerin ist klar: Es brauche „Sichtbarkeit von gesellschaftlicher Diversität“, damit Gleichstellung tatsächlich im Alltag ankomme.

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In der neuen ZDF-Reihe, die zunächst mit zwei Folgen im März aufwartet, hilft Klara Deutschmann als Rettungssanitäterin an der Seite von „Fack ju Göhte“-Star Lucas Reiber (spielt Dr. Jasper Graf) verletzten Patienten.
Noch immer wünsche sie sich „Geschichten im Theater und Film, in denen Frauen in ihrer Komplexität und Lebenswirklichkeit sichtbar werden“. Deutschmann ist überzeugt: „Je mehr wir solche Geschichten zeigen, desto mehr halten wir der Gesellschaft den Spiegel vor und bieten Orientierung und Identifikationshilfen.“
Das Interview entstand anlässlich der neuen ZDF-Reihe „Einfach Elli“ (die ersten beiden Folgen gibt es donnerstags, ab 12. März, um 20.15 Uhr). Klara Deutschmann verkörpert die Notfallsanitäterin Elli Kempfer, die mit ADHS lebt. „Einfach Elli“ ist außerdem in der Mediathek verfügbar. (tsch)

