Unter großem Medienrummel startet die Gerichtsverhandlung gegen Mette-Marits Sohn in Oslo. Kurz davor wird er festgenommen. Und soll seitdem im Krankenhaus gewesen sein. Zum Prozess erscheint er aber.
Prozess gestartetDas sagt Marius Borg Høiby (29) zu den Vorwürfen

Copyright: Terje Pedersen/NTB/dpa
Staatsanwalt Sturla Henriksbø (2.v.l) und Ermittlungsleiter Andreas Kruszewski (l.) werde am Dienstag (3. Februar 2026) am ersten Tag des Prozesses gegen Marius Borg Høiby von der Presse belagert. Der Prozess findet in Saal 250 des Osloer Bezirksgerichts statt.
Unter großem Medieninteresse ist in Oslo der Prozess gegen den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) gestartet. Marius Borg Høiby (29) erschien nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB in einem grünen Pullover über einem Hemd und grüner Hose vor Gericht. Er muss sich wegen Dutzender teils schwerer Vergehen verantworten.
Nach der Verlesung der Anklage bestritt der 29-Jährige die gegen ihn erhobenen Vergewaltigungs-Vorwürfe. Marius Borg Høiby ist in 38 Punkten angeklagt, unter anderem werden ihm Vergewaltigung und sexueller Missbrauch mehrerer Frauen vorgeworfen.
Marius Borg Høiby: Erneute Festnahme vor Prozess
Einige der Taten soll er begangen haben, während die mutmaßlichen Opfer laut Anklage wegen Schlafs oder Rausches nicht im Stand waren, sich zu wehren. Er soll sie währenddessen gefilmt haben. Zu den 38 Anklagepunkten zählen auch Fälle von häuslicher Gewalt, Sachbeschädigung, Drogen- und Verkehrsdelikte. Ein Albtraum, auch für Mette-Marit.
Kurz vor Prozessbeginn war Marius Borg Høiby am Wochenende erneut festgenommen worden. Er soll mit einem Messer gedroht und gegen ein Kontaktverbot verstoßen haben. Wegen Wiederholungsgefahr muss er vier Wochen in Untersuchungshaft verbringen.
Nach dem Vorfall am Sonntag befand sich Marius Borg Høiby laut Medien im Krankenhaus. Das berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB am Dienstagmorgen unter Berufung auf Quellen. Zuvor hatte die Zeitung „Verdens Gang“ Bilder veröffentlicht, die die norwegische Kronprinzenfamilie vor dem Krankenhaus zeigen sollen. (dpa)

