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Royale Depressionen! Prinz Harry ging es nach Umzug richtig dreckig

Prince Harry in Anzug und Hemd.

Copyright: IMAGO / DPPA

Nach Archies Geburt und dem Umzug nach Kanada erlitt Prinz Harry einen extremen Adrenalin-Absturz und rutschte in eine Depression ab. (Archivbild)

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Nach Archies Geburt und dem Umzug nach Kanada erlitt Prinz Harry einen extremen Adrenalin-Absturz und rutschte in eine Depression ab.

Wie das US-Magazin „People“ berichtet, hat sich Prinz Harry in einem „Masterclass“-Online-Kurs gemeinsam mit der Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O’Connor tief blicken lassen.

In dem Video mit dem Titel „Redefining Grief: Building Resilience Through Loss“ sprach der 42-jährige Royal über die psychischen Nachwehen seines Rückzugs aus dem britischen Königshaus. Nach dem Umzug nach Kanada mit Herzogin Meghan und dem im Mai 2019 geborenen Sohn Archie stürzte Harry in ein tiefes emotionales Loch.

Der Zeitpunkt markierte eine Phase des Umbruchs: Kurz vor der offiziellen Verkündung des Rückzugs im Januar 2020 hatten sich die Sussexes für eine mehrwöchige Auszeit in Nordamerika niedergelassen, um dem enormen Druck der britischen Medien und des Palastes zu entkommen. Doch statt der erhofften Erholung folgte ein harter mentaler Einbruch.

Adrenalin-Absturz: Vom Dauerausnahmezustand in die Depression

Der Prinz schilderte in dem Kurs eindrücklich, dass sein Körper nach dem Verlassen des stressigen royalen Umfelds, in dem er jahrelang unter Dauerdruck gestanden hatte, einen massiven „Adrenalin-Absturz“ erlebte. Fernab von dem gewohnten Druck brauchte sein Gehirn offenbar die gewohnte Anspannung, um zu funktionieren. Infolgedessen rutschte er für etwa zwei Wochen in eine Depression ab und hatte das Gefühl, ohne diesen ständigen Stress nicht mehr handlungsfähig zu sein.

Herzogin Meghan und Prinz Harry im Publikum.

Copyright: Jae C. Hong/AP/dpa

Herzogin Meghan und Prinz Harry leben mittlerweile wieder im Königreich. (Archivbild)

Ursprünglich sollte der Ortswechsel die Gelegenheit bieten, Abstand von allem zu gewinnen und in Ruhe nachzudenken. Stattdessen zeigte sich, wie tief die Spuren saßen, die das jahrelange Leben im Rampenlicht und die ständige Alarmbereitschaft hinterlassen hatten.

Panikattacken auf dem Weg zur Arbeit und erschöpfte Reserven

Dass seine mentalen und körperlichen Ressourcen damals völlig aufgebraucht waren, zeigte sich auch an drastischen körperlichen Symptomen. Harry erinnerte sich an Momente, in denen ihm das Anziehen eines einfachen Hemdes das Gefühl von Ersticken gab und er auf dem Weg zur Arbeit von Panikattacken heimgesucht wurde.

Diese körperlichen Warnsignale brachten ihn zu der Erkenntnis, dass hinter den Symptomen ein tieferliegendes Problem steckte, dem er auf den Grund gehen musste. Die Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O'Connor erklärte dieses Phänomen im Kurs auch aus wissenschaftlicher Sicht.

Wer den Körper über Jahre hinweg im Dauerstress mit „Vollgas“ antreibt, erschöpft die Cortisolreserven des Organismus. Die unvermeidlichen Folgen sind chronische Erschöpfung, ein benebelter Kopf und das Gefühl völliger Auslaugung direkt nach dem Aufstehen am Morgen. (jag)