„Das perfekte Dinner“ Greta (26) überzeugt nur sich selbst: „Ich kann so geil kochen“

Ist manchen Gästen zu „buttrig-sahning“: Doch Greta findet ihr Püree „geil“.

Ist manchen Gästen zu „buttrig-sahning“: Doch Greta findet ihr Püree „geil“.

Tag vier bei „Das perfekte Dinner“ (VOX) in Nürnberg wird zu einer ausdauernden Feier der Kochkünste von Gastgeberin Greta (26). Dabei zelebriert sich die 26-jährige Projektmanagerin vor allem selbst – inklusive Riesenwohnung im Stadtpalais und zum Hauptgang vom Gatten selbst erlegtes Wild.

„Ich kann mit der Zunge meine Nasenspitze berühren“, prahlte Greta (26) bereits beim lustigen Ratespiel „Was sind deine verborgenen Talente?“. Auch sonst hat die Gastgeberin von Tag vier ihre Mit-Gourmets nie im Unklaren über ihre besonderen Fähigkeiten gelassen. „Ich sag's halt, wie's ist“, umschreibt sie ihre flapsige Direktheit. „Sie ist eben ein Typ“, formuliert es der bislang nach Punkten führende Daniel (39).

Man könnte ihre Äußerungen auch „altklug“ nennen. „Gell, mein Geschmack passt gar nicht zu meinem Alter?“, kokettiert sie mit der leicht pompösen Ausstattung ihrer riesigen Wohnung in der Nürnberger Innenstadt: „Mein Stadtpalais – wie viele Zimmer es genau sind, hab ich nie so richtig nachgezählt. Vielleicht 13?“

„Das perfekte Dinner“: Greta schmeckt ihr Essen „immer am besten“

Hochherrschaftlich auch der Ansatz von Gretas Menü, in dem auch Bildungsbürgertum anklingt. Die Gänge repräsentieren, wie nur Geschichtslehrer Dan erklären kann, verschiedene Teile des Weltreichs von Karl dem Großen und damit die größte Blütezeit Frankens.

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  • Vorspeise: Frankreich - Tatar
  • Hauptspeise: Deutschland - Reh
  • Nachspeise: Italien - Zabaglione

Zwei Hauptbestandteile dominieren in Gretas Menü, nämlich Fleisch und Alkohol. Rohes fränkisches Rind als Tatar auf Rösti-Taler, durchtränkt mit Sherry und garniert mit rohem Eigelb. Im Hauptgang Reh, selbst geschossen vom offenbar jagenden Ehemann, dazu „Kartoffelpü“ und Zwiebelschmelze, und als Nachtisch hochprozentige Zabaglione sowie ein in Kirschwasser marinierter Beerensalat.

„Ganz schön deftig“, wie die etwa gleichaltrige, aber ungleich dezenter auftretende Vegetarierin Steffi (24) anmerkt. Für sie bereitet Greta („Ich war schon als Zweijährige mit meinen Eltern in Sternerestaurants“) eine etwas profane Alternative zu: Blattspinat mit pochiertem Ei. Da hätte sich Steffi etwas mehr Raffinesse gewünscht: „Mit Gemüse kann man doch auch tolles Tatar machen.“

Die Enttäuschung der Vegetarierin kann Gretas Selbstbewusstsein nicht schmälern. Liegt es vielleicht an ihrem männlich dominierten Arbeitsumfeld in einem Konzern für Technik rund um - Achtung - „Mittelspannungsfrequenzumrichter“? „Als oft einzige Frau unter Männern brauchst du die richtigen Sprüche“, versucht sie ihre derbe Art („Wo ist jetzt die Kack-Zange?“) einzuordnen.

„Das perfekte Dinner“: „Ich habe noch nie einen Wettbewerb verloren“

Konkurrenz sei ihr Tagesgeschäft, auch beim „Perfekten Dinner“: „Ich habe noch nie einen Wettbewerb verloren.“ Wie sich herausstellt, handelte es sich dabei bisher immer um Skirennen. Aber egal: „Ich kann auch so geil kochen – mein Essen schmeckt mir immer am besten.“

Da halten manche Gäste allerdings dagegen. „Das Püree war mir zu buttrig-sahnig“, beklagt Dan fehlenden Biss. Auch Philipp (39) fehlte nicht nur beim Anrichten der „Zauber, den wir diese Woche schon mehrfach hatten“. Damit bleibe Greta „unter den Erwartungen, die wir an sie als kritische Person gestellt haben“.

Anders als bei ihren Skirennen belegt sie im Zwischenstand nur Platz drei. Einzig Sonja (51) zeigt sich von Gretas Kochkünsten beeindruckt. Sie vergibt eine Zehn und stimmt in Gretas Eigenlob ein: „Und das in diesem Alter!“ (tsch)

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