Bei der 98. Oscar-Verleihung räumt Paul Thomas Andersons Politthriller „One Battle After Another“ in den Hauptkategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“ ab. Die Trophäe für den besten Hauptdarsteller ging jedoch nicht an Leonardo DiCaprio.
OscarsPolitthriller „One Battle After Another“ triumphiert - doch sein Star geht leer aus

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Starregisseur Paul Thomas Anderson ist der große Sieger der 98. Oscar-Verleihung. (Bild: 2026 Getty Images/Kevin Winter)
Dass Starregisseur Paul Thomas Anderson vor der Oscarverleihung am Sonntagabend noch keinen Goldjungen sein Eigen nannte, wird manche überrascht haben. Der Mann hinter Klassikern wie „Boogie Nights“ oder „There Will Be Blood“ zählt zu den großen Filmemachern Hollywoods, war aber bislang immer leer ausgegangen. Doch das hat sich jetzt geändert: Nun hat PTA, wie der Regisseur oft genannt wird, gleich drei Oscars: einen für das beste adaptierte Drehbuch, einen für die beste Regie und einen für den besten Film. Denn sein Politthriller „One Battle After Another“ ist aus der 98. Verleihung der Academy Awards als der große Sieger hervorgegangen.
Insgesamt konnte der Film, der auf einem Roman von Thomas Pynchon basiert, sechs Kategorien für sich entscheiden. Nominiert wurde er in zwölf. Auch die Trophäen für den besten Schnitt und für den besten Nebendarsteller konnte „One Battle After Another“ gewinnen. Preis Nummer sechs ist außerdem eine Premiere: Zum ersten Mal wurde auch das beste Casting mit einem Academy Award ausgezeichnet.
Den Award für den besten Nebendarsteller gewann Sean Penn, der durch seine Abwesenheit Schlagzeilen machte. Leonardo DiCaprios Leistung als Hauptdarsteller in Andersons Film wurde indes nicht gewürdigt. Hier konnte sich Michael B. Jordan für seine Rolle in dem Horrorfilm „Blood & Sinners“ durchsetzen. Jordan gewinnt die Trophäe zum ersten Mal.
ZDF-Produktion auch ausgezeichnet
Den Preis für die beste Hauptdarstellerin gewann Jessie Buckley für ihre Leistung als um ihren Sohn trauernde Mutter und Ehefrau Agnes Shakespeare, Ehefrau des legendären Schriftstellers. Mit „Weapons - Die Stunde des Verschwindens“ gewann ein weiterer Film aus dem Horrorgenre einen Schauspielpreis: Amy Madigan gewann als beste Nebendarstellerin.
Mit vier Trophäen konnte „Blood & Sinners“ hinter „One Battle After Another“ die zweitmeisten Trophäen gewinnen. Das von Regisseur Ryan Coogler selbst verfasste Skript räumte den Award für das beste Originaldrehbuch ab - darunter fallen nur Drehbücher, die auf keiner Vorlage basieren. Außerdem gewann Ludwig Göransson in der Kategorie „Beste Filmmusik“, auch für die beste Kamera wurde der Film ausgezeichnet.
Mit dem norwegischen Drama „Sentimental Value“ gewann eine deutsche Co-Produktion den Preis für den besten internationalen Film. Mit „Ein Nobody gegen Putin“ wurde außerdem eine Co-Produktion von ZDF und ARTE gemeinsam mit der dänischen Rundfunkanstalt DR und der britischen BBC als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. (tsch)

