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Nach ARD-StatementModeratorin mit klarer Forderung: „Damit muss Schluss sein“

Elke Heidenreich, Literatur-Expertin, sitzt im Anschluss an die Aufzeichnung der Talkshow ·Kölner Treff· in den Studios des WDR im Stadtteil Bocklemünd.

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Elke Heidenreich ist selbst Autorin, Literatur-Expertin und Moderatorin.

Ist das noch Literaturkritik? Äußerungen von Denis Scheck in seiner ARD-Sendung werden nun stark kritisiert.

Riesen-Zoff um ARD-Moderator Denis Scheck!

Nachdem mehrere Autorinnen – allen voran Elke Heidenreich, Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy – dem Literaturkritiker unter anderem Sexismus vorwarfen, meldete sich der Sender mit einem Statement zu Wort. Darint stärkte die ARD ihrem Moderator den Rücken.

Für Elke Heidenreich, selbst Autorin, Literatur-Expertin und Moderatorin, Grund genug, sich erneut zu Wort zu melden.

Elke Heidenreich legt mit Kritik an Denis Scheck nach

„Die Reaktion der ARD greift zu kurz. Leider musste aus Platzgründen auch mein Text in der ZEIT sehr gekürzt werden. Es ging mir nicht nur um die Scheck’sche Frauenverachtung, die ist bekannt. Es geht um die ganze Verächtlichmachung von Literatur, die diesem Mann, der noch nie ein kluges Buch, noch nicht einen einzigen Essay, nichts, was ihn qualifizieren würde, geschrieben hat, nicht gefällt. Bestseller sind meistverkaufte Bücher. Es sind Menschen, die diese Bücher kaufen, brauchen, lesen, lieben. Das alles donnert ein Mann, der nicht mal Hochdeutsch sprechen kann, verächtlich in die Tonne, ob von Männern oder Frauen geschrieben. Seine Kriterien sind fragwürdig, er ist aufgebläht, eitel und durch nichts qualifiziert“, schreibt sie an EXPRESS.de. 

Dann stellt sie eine klare Forderung: „Damit muss Schluss sein. Wir brauchen Bücher und Leser, nicht solche kleinen Miesmacher. Wie schon mal durchgesagt: ‚Der kleine Denis möchte endlich aus dem Kritikerparadies abgeholt werden.‘“

Scheck hatte zuvor gesagt, er bemühe sich seit 23 Jahren bei der Besprechung der Bestsellerlisten „auf engstem Raum um eine ebenso pointierte wie nachvollziehbare Bewertung höchst unterschiedlicher Texte“.

Schecks Besprechungen gelten, so der Literaturkritiker, „den Werken, nicht ihren Urhebern oder Lesern“. Und weiter: „In der Liste der März-Sendung habe ich vier Bücher von Frauen teilweise enthusiastisch gelobt, drei negativ besprochen.“ (sku, dpa)

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