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Mondfieber im HeimkinoPassend zur Artemis-Mission: Die besten Mond-Filme streamen

Auf Mondmission im Film

Copyright: Neil Armstrong/NASA/AP/dpa

Im Dokumentarfilm Apollo 11 wurden bis dahin unbekannte Originalaufnahmen gezeigt. (Archivbild)

«Houston, wir haben ein Problem» – diesen Spruch kennt wirklich jeder. Ein Satz, der für immer im Gedächtnis der Filmfans bleiben wird. Er entstammt dem Hollywood-Hit «Apollo 13» mit dem Schauspieler Tom Hanks. Doch die Geschichte dahinter ist ein echtes Weltraum-Drama. Am 14. April 1970 meldete der Astronaut Jack Swigert von der Apollo-13-Mission: «Houston, wir hatten ein Problem hier.»

Der Mond und die Raumfahrt faszinieren die Menschen seit jeher im Kino. Jetzt startet die Menschheit, wie die dpa meldet, den nächsten realen Anlauf zu unserem kosmischen Nachbarn: Mit der Mission «Artemis 2» sollen die amerikanischen Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman zusammen mit ihrem kanadischen Kollegen Jeremy Hansen den Mond umkreisen (der frühestmögliche Start ist für den 1. April Ortszeit, also den 2. April deutscher Zeit, angesetzt). Das ist der perfekte Anlass für die besten Weltall-Filme auf den Streaming-Diensten.

Das Drama mit wahrem Hintergrund: «Apollo 13»

Etwa ein Vierteljahrhundert, nachdem sich die realen Vorkommnisse 1970 im Weltall ereignet hatten, brachte Star-Regisseur Ron Howard die Geschichte auf die Leinwand. An Bord von «Apollo 13» kämpfte die Besatzung nach der Detonation eines Sauerstofftanks ums nackte Überleben. Wichtige Bereiche des Fluggeräts waren stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Eine Landung auf dem Mond war ausgeschlossen, stattdessen umrundeten die Raumfahrer das Ziel ihrer Träume und nahmen direkten Kurs heimwärts. Ihre Distanz zum blauen Planeten betrug dabei zeitweise über 400.000 Kilometer.

Jim Lovell, dargestellt von Tom Hanks, Fred Haise (Bill Paxton) und John Swigert (Kevin Bacon) durchleben einen Albtraum in der Kapsel, während am Boden Millionen von Menschen mitfiebern. Das Ende der Mission ist zwar bekannt – die echte Besatzung hat überlebt und ist im Pazifik gelandet. Trotzdem gelang Howard ein atemberaubender Thriller von über 140 Minuten Länge, der durch seine Top-Besetzung veredelt wird. (Verfügbar bei: Joyn, bei vielen anderen Anbietern ab 3.99 Euro zum Leihen)

Science-Fiction aus dem Jahr 1902: «Die Reise zum Mond»

Ein fast 16-minütiger Meilenstein der Filmhistorie: Georges Méliès realisierte 1902 einen der allerersten Science-Fiction-Streifen. Der Filmemacher aus Frankreich war Darsteller, Autor und Regisseur in Personalunion. Seine Astronauten tragen Zylinderhut und kurze Mäntel und werden mit einer gigantischen Kanone in einer Kapsel zum Mond befördert. Nach ihrer Ankunft begegnen sie den Bewohnern des Mondes – und werden sofort festgenommen. Die Flucht glückt ihnen jedoch, und zu Hause erwartet sie ein triumphaler Empfang.

Das Nationale Zentrum für Film und bewegte Bilder in Frankreich würdigt «Die Reise zum Mond» als «revolutionäres Werk. Der ehemalige Zauberkünstler Georges Méliès, der als Erfinder der Spezialeffekte gilt, setzt in diesem Film eine breite Palette an Tricktechniken ein, obwohl der Film weniger als zehn Jahre nach der Erfindung des Kinos erschien». Die Dreharbeiten dauerten drei Monate, mit dabei waren Schauspieler, Tänzerinnen des Théâtre du Châtelet sowie Akrobaten der Folies Bergères. (Zu sehen auf: youtube.com, Amazon Prime Video, beides kostenlos)

Eine Variante zum Lachen: «To the Moon»

Dieses Mal eine Komödie, die einen augenzwinkernden Blick auf ein bedeutendes historisches Ereignis wirft: In dem fiktionalen Streifen «To the Moon» mit den Hollywood-Größen Scarlett Johansson und Channing Tatum dreht sich alles um die Apollo-11-Mission. Johansson soll in ihrer Figur der Kelly Jones auf Anweisung der Regierung den Ruf der NASA aufpolieren.

Die Hauptdarsteller von «Fly Me to the Moon» (Originaltitel)

Copyright: Evan Agostini/Invision via AP/dpa

Die Mondmission als Komödie: «Fly Me to the Moon»

Damit eine mögliche Pleite der bemannten Mondlandung vor der Weltöffentlichkeit auf jeden Fall vertuscht werden kann, wird die Landung zeitgleich zum realen Geschehen im All in einem Filmstudio nachgestellt – der Film ist somit ein Fest für alle, die an Verschwörungen glauben.

Hierbei begegnet die clevere Marketing-Frau dem von Tatum verkörperten Cole Davis. Eine Liebesgeschichte mit dem korrekten Leiter der Startvorbereitungen am Kennedy Space Center nimmt ihren Anfang, und Kellys Gewissensbisse wegen des geplanten Schwindels werden immer größer. (Verfügbarkeit: Im Abo bei Apple TV enthalten, bei anderen Diensten als Kaufoption)

Filmbiografie über die Raumfahrer-Ikone: «Aufbruch zum Mond»

Neil Armstrong sorgte am 20. Juli 1969 für einen historischen Moment. Der amerikanische Astronaut setzte als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond. Der Streifen mit Ryan Gosling in der Hauptrolle beleuchtet Armstrongs Werdegang bis zur Mondlandung. Es war ein weiter Weg bis zu dem unvergesslichen Satz: «That’s one small step for (a) man, one giant leap for mankind.» («Das ist ein kleiner Schritt für (einen) Menschen, ein riesiger für die Menschheit»).

Eine besondere Motivation für Neil Armstrong ist auch der tragische Verlust seiner erst zweijährigen Tochter. Der Film schildert die Opfer und Auseinandersetzungen, die der frühere Testpilot in der Zeit von 1961 bis 1969 erlebte. «Das ist keine normale Reise, Neil», äußert seine Frau im Film einmal mit bebender Stimme, «keine Fahrt zur Arbeit». Sein Sohn stellt die bange Frage: «Kommst Du auch bestimmt wieder?»

Das Skript für den Film hat die offizielle Lebensbeschreibung von Neil Armstrong («First Man») von James R. Hansen als Vorlage. (Verfügbarkeit: Im Abo von MagentaTV enthalten; bei vielen Anbietern ab 2.99 Euro zum Leihen)

Die Dokumentation: «Apollo 11»

Zum 50. Jahrestag der ersten Mondlandung wurden bislang unveröffentlichte Original-Filmaufnahmen der NASA von diesem geschichtsträchtigen Tag veröffentlicht. Zusätzlich stand Audiomaterial von 11.000 Stunden zur Verfügung. Aus all dem schuf Regisseur Todd Douglas Miller ein 1:33 Stunden langes Werk, das ein packendes Kinoerlebnis ist, das unter die Haut geht.

«"Apollo 11" ist ein cooler, detailgetreuer und zuweilen fesselnder Dokumentarfilm, der den Flug von Apollo 11 anhand von Rohmaterial aus den Archiven der NASA in seiner Gesamtheit nachzeichnet», urteilte das US-Magazin «Variety» über den Streifen. Vom britischen «Guardian» erhielt das Werk die Höchstwertung von fünf Sternen. (Leihbar bei zahlreichen Diensten ab 2.99 Euro oder 3.99 Euro) (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Martin (Gabriel Basso, links), Cary (Ryan Lee, zweiter von links), Preston (Zach Mills, vorne) und Charles (Riley Griffiths, rechts) werden Zeugen unglaublicher Geschehnisse. (Bild: ZDF/Francois Duhamel)

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Dieser Science-Fiction-Grusel ist eine wunderbare Hommage an Steven Spielberg