Schon am ersten Prozesstag kommen vor Gericht immer neue schockierende Details um den Sohn von Mette-Marit ans Licht.
„Ich sitze hier und zittere“Prozess gegen Mette-Marits Sohn erschüttert Norwegen

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Kronprinzessin Mette-Marit und ihr Sohn Marius Borg Høiby bei einer Party. (Archivbild)
Aktualisiert
Es ist das absolute Beben im norwegischen Königshaus. Laut einem Artikel von „VG“ startete heute der Prozess gegen Marius Borg Høiby, dem satte 38 Anklagepunkte vorgeworfen werden. Von Vergewaltigung über häusliche Gewalt bis hin zu schweren Drogendelikten ist alles dabei.
Der 29-Jährige erschien im Gericht, kaute laut „Bild“ provokant Kaugummi und musste sich den schweren Vorwürfen stellen. Dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit droht ein Leben hinter Gittern, während die Welt fassungslos auf die Krone blickt.
Alkohol-Exzess und Sex im Palast-Keller

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Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon und Marius Borg Høiby anlässlich des 25. Thronjubiläums von König Harald. (Archivbild)
Die Details, die nun ans Licht kommen, sind äußerst belastend. In den frühen Morgenstunden des 20. Dezember 2018 soll es im Keller von Schloss Skaugum zu einer schweren Tat gekommen sein. Das mutmaßliche Opfer schildert, dass bei einer Weihnachtsfeier der Royals viel Alkohol konsumiert worden sei.
Bei Partyspielen im Keller der Residenz des Kronprinzenpaares habe sich die Situation zunehmend zugespitzt. Was als ausgelassener Abend begann, endete nach Darstellung der Anklage in einer Vergewaltigung.
Tränenausbruch der Zeugin hinter verschlossenen Türen

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Marius Borg Høiby neben seiner Mutter Kronprinzessin Mette-Marit, der Ehefrau von Kronprinz Haakon. (Archivbild)
Im Gerichtssaal spielten sich dramatische Szenen ab. Das mutmaßliche Opfer brach während ihrer Aussage komplett zusammen und schluchzte bitterlich. „Ich sitze hier und zittere“, schilderte die Frau laut „VG“ ihre Qualen.
Sie könne es kaum ertragen, in diesen Albtraum hineingezogen worden zu sein. Während sie unter Tränen auspackte, wurde Marius Borg Høiby aus dem Saal geführt. Er musste die emotionalen Schilderungen über seine angeblichen Taten isoliert in einem Nebenraum verfolgen.
Schmiergeld für Drogen und harte Beweisvideos
Die Staatsanwaltschaft packt im Prozess gnadenlos aus. Marius soll nicht nur Frauen misshandelt, sondern auch dick im Drogen-Geschäft mitgemischt haben. Für den Transport von 3,5 Kilo Marihuana strich er angeblich 300.000 Kronen in bar ein.
Noch heftiger: Es existieren Filmclips, die zeigen sollen, wie der Mette-Marit-Sohn eine wehrlose Frau im Intimbereich berührt, während diese schläft oder betäubt ist. Diese Aufnahmen belasten den Royal-Spross schwer und könnten sein Schicksal besiegeln.
Anwältin kämpft um Freispruch trotz Geständnissen
Obwohl sich Marius in sechs Punkten, darunter Drogenvergehen und Körperverletzung, schuldig bekannte, weist er die Vergewaltigungsvorwürfe weit von sich. Seine Verteidigerin Ellen Holager Andenæs spricht von einem medialen Tsunami und betont, dass der Sex im fraglichen Milieu oft eine große, teils überraschende Rolle spiele.
Die Strategie ist klar: Wenn Marius nicht wusste, dass die Opfer schliefen, fordert sie Freispruch. Doch die belastenden Beweise wiegen schwer und die Entschädigungsforderungen der Opfer wachsen. (jag)

