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Louis Klamroth verteidigt das ZDF nach KI-Debakel„Sie sind damit exzellent umgegangen“

Louis Klamroth lobte das ZDF für den Umgang mit der KI-Panne im „heute journal“. (Bild: 2025 Getty Images/Matthias Nareyek)

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Louis Klamroth lobte das ZDF für den Umgang mit der KI-Panne im „heute journal“. (Bild: 2025 Getty Images/Matthias Nareyek)

Das ZDF arbeitetet den Skandal um Fake-Bilder im „heute journal“ auf und erhält Rückendeckung von Louis Klamroth. Der ARD-Talker lobte die Fehler-Kultur der Kollegen und schoss gegen andere Medien, die „Unsinn“ verbreiteten, „und dann kommt gar nichts“.

Die im „heute journal“ offenbar versehentlich gesendeten KI-Bilder haben dem ZDF viel Kritik eingebracht. Nun aber stellte sich ein prominenter ARD-Moderator schützend vor die Kollegen aus Mainz. Für ihn sei der Vorfall ein Vorgeschmack auf die Zeiten, in die man jetzt hineinkomme, sagte Polit-Talker Louis Klamroth als Gesprächsgast im Podcast „Apokalypse und Filterkaffee“. Es zeige sich, „dass es immer schwieriger wird, KI-generierte Inhalte von authentischen zu unterscheiden“.

Das ZDF habe unzweideutig einen Fehler gemacht, stellte auch der „Hart aber fair“-Moderator fest. Dies sei ärgerlich und „im Nachrichtenbereich noch mal ärgerlicher“. Entscheidend sei aber der Umgang mit dem Fehler. Und der, so befand Klamroth, sei „exzellent“ gewesen. Er lobte: „Anne Gellinek hat das im 'heute journal' transparent aufgearbeitet, es gab eine klare Entschuldigung, sogar einen eigenen Beitrag zu der Einordnung.“

ZDF-Nachrichtenchefin Anna Gellinek hat im „heute journal“ um Entschuldigung gebeten. Grund war fehlerhaftes Bildmaterial in einem Betrag am Sonntagabend. (Bild: ZDF)

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ZDF-Nachrichtenchefin Anna Gellinek hat im „heute journal“ um Entschuldigung gebeten. Grund war fehlerhaftes Bildmaterial in einem Betrag am Sonntagabend. (Bild: ZDF)

Klamroth störte sich am kritischen Echo, insbesondere von Medien, die es ihrerseits nicht so genau mit der eigenen Fehlerkultur nähmen: „Es gibt Medien, die verbreiten Unsinn, und dann kommt gar nichts oder ein Halbsatz im Kleingedruckten“, sagte er im Gespräch mit Podcast-Host Markus Feldenkirchen. „Und dann gibt es das 'heute journal', das sagt, wir haben einen Fehler gemacht, wir erklären das, wir entschuldigen uns öffentlich im eigenen Programm. Das, finde ich, unterscheidet professionellen Journalismus von Meinungskanälen mit Studio-Deko.“

ZDF-Nachrichtenchefin entschuldigt sich für „Doppelfehler“

Gesendet wurden die fraglichen Bilder in der „heute journal“-Ausgabe vom Sonntagabend. Zum einen wurden offenkundig KI-generierte Bilder ausgestrahlt, um die Methoden der US-amerikanischen Migrationsbehörde ICE zu illustrieren. Zum anderen wurde eine Szene gezeigt, die zwar authentisch ist, aber aus einem völlig anderen Zusammenhang des Jahres 2022 entnommen wurde.

Das ZDF hatte in einer ersten Reaktion von technischen Problemen „bei der Überspielung des Beitrags“ gesprochen und damit die Entrüstung bei vielen Beobachtern noch verstärkt. Am Dienstagabend unterbrach ZDF-Nachrichtenchefin Anna Gellinek das „heute journal“ dann wie von Louis Klamroth dargelegt „in eigener Sache“. Gellinek bekannte sich zu einem „Doppelfehler, den wir nun sorgfältig aufarbeiten und der besonders schmerzt“. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bat sie „ausdrücklich um Entschuldigung“. Der Beitrag habe nicht den „hohen Standards“ der Redaktion entsprochen.

Das ZDF kündigte unterdessen einen „Maßnahmenkatalog“ an, „um Abläufe bei der Verifikation von Bewegtbildmaterial noch strenger zu regeln“. Dazu gehörten „zusätzliche, verpflichtende Schulungen für Mitarbeitende“, um „die hohen journalistischen Standards des ZDF zu sichern“. (tsch)

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