„Let’s Dance“ 2022 Kandidat hat bei „Wer wird Millionär“ gelogen: „Ich hatte nichts“

Bastian Bielendorfer und Ekaterina Leonova

Bastian Bielendorfer tanzt bei „Let's Dance“ 2022 mit Ekaterina Leonova. Seine Karriere startete der Comedian 2010 bei Günther Jauch.

Bei „Let's Dance“ ist Bastian Bielendorfer längst der Fan-Liebling. Seinen Karriere-Start verdankt der Comedian aber seinem Vater, den er als Telefonjoker bei „Wer wird Millionär?“ gewählt hatte. Ein kurioser Auftritt.

Eine Lüge bei Günther Jauch startete (65) seine Karriere. Heute ist Bastian Bielendorfer erfolgreicher Comedian, Podcaster und mehrfacher „Spiegel“-Bestsellerautor. Aktuell tanzt er mit Profitänzerin Ekaterina Leonova bei „Let‘s Dance“ 2022 und hat sich auch dort zum Fan-Liebling gemausert.

Dabei begann alles an einem Montag (4. Oktober 2010) mit einem kuriosen Auftritt bei „Wer wird Millionär?“, der den heute 37-Jährigen quasi über Nacht berühmt machte.

  • Bastian Bieledorfer wurde 1984 in Gelsenkirchen geboren
  • Er hat bislang vier Bücher geschrieben: Lehrerkind (2011), Lebenslänglich Klassenfahrt – Mehr vom Lehrerkind, (2013),  Mutter ruft an – Mein Anschiss unter dieser Nummer (2014), Papa ruft an – Standleitung zum Lehrerkind (2017), Die große Pause: Mein Corona-Tagebuch (2021)
  • Der Comedian ist verheiratet. Seine Ehefrau, mit der er seit 17 Jahren zusammen ist, möchte allerdings nicht in die Öffentlichkeit
  • Der gebürtige Ruhrpottler wohnt aktuell in Köln
  • Bielendorfer ist 1,99 Meter groß
  • Basti Bielendorfer hat mit Physiker Reinhard Remfort den Podcast „Alliteration am Arsch“ und mit Comedian Özcan Cosar den 1-LIVE-Podcast „Bratwurst und Baklava“ (beide u.a. kostenlos auf Spotify)
  • Bielendorfer ist sehr aktiv auf Twitter. Sein Handle lautet @BBielendorfer
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Bastian Bielendorfer: Kurioser Auftritt bei „Wer wird Millionär?“

Einen derart genervten Telefonjoker hatte Star-Moderator Günter Jauch bis zu dem Montag im Oktober 2010 wohl noch nie am Apparat!

Auf dem berühmten Show-Stuhl saß der damals 26-jährige Kandidat Bastian Bielendorfer. Bei der 8.000-Euro-Frage wusste dieser nicht weiter, zog den Telefonjoker aus dem Ärmel: seinen Vater.

Aber Papa Bielendorfer hatte nicht die geringste Lust, sich in das Millionenspiel einspannen zu lassen.

Beim ersten Anruf-Versuch ging der Lehrer einfach nicht ans Telefon. Stattdessen ertönte eine Band-Ansage im WWM-Studio: „Der angerufene Teilnehmer antwortet nicht, wenn sie eine Rückrufbitte per SMS mit Ihrer Rufnummer senden möchten dann drücken Sie die eins. Wenn nicht, legen Sie einfach auf.“

Das Gelächter war groß, Günther Jauch dagegen verzweifelt: „Vielleicht haben wir uns auch verwählt?!“ Beim zweiten Versuch ging Bastians Vater endlich ans Telefon. Aber Spaß versprühte der Pädagoge nicht.

Jauchs Versuche, mit kleinen Witzchen die Stimmung zu lockern, prallten an einer eiskalten Wand ab. Jauch: „Ihr Sohn sitzt hier und er hat uns erzählt, dass sie ihm einen Föhn zu Weihnachten geschenkt haben. Er war mäßig begeistert...“ Papa Bielendorfer gelangweilt: „Ja... pf... der Basti war schon immer ein kleiner Komiker.“

Kandidat Bastian Bielendorfer 2010 bei „Wer wird Millionär?“

Kandidat Bastian Bielendorfer 2010 bei „Wer wird Millionär?“. Damals bat er seinen Vater als Telefonjoker um Hilfe. Dem Auftritt bei Jauch verdankt Bielendorfer seine Karriere.

Auch danach gab sich der Lehrer kurz angebunden, ging auf keine der Vorlagen von Jauch oder seinem Kandidaten ein. Aber dann ging es um die Wurst.

Die 8.000-Euro-Frage: „Die Renaissance ist die Wiedergeburt welcher Epoche?“ Bastian hatte auf „Barock“ getippt, sein Vater korrigierte ihn aber harsch: „Antike!“ Auch auf Nachfragen seines Sprösslings („Hör mir auf... bist du dir SICHER?“) entgegnete der Joker schroff: „Ja, Mensch. Antike!“

Bastian Bielendorfer: „Habe bei ‚Wer wird Millionär?‘ Quatsch erzählt“

Der Vater war schließlich so konsterniert, dass ihn sein Sohn bereits bei der 8000-Euro-Frage anrief, dass er nach dem Durchgeben der richtigen Antwort grußlos auflegte. Dem verdutzten Jauch erzählte Bastian Bielendorfer  (gewann am Ende 32.000 Euro) daraufhin, dass er ein recht bizarres Leben als Lehrerkind führe, bereits ein Buch darüber fertig hätte und nur noch einen Verlag bräuchte.

Eine Flunkerei, das gab der Comedian kürzlich im Gespräch mit Steven Gätjen im Podcast „Kino oder Couch“ vom 27. Januar 2022 zu. „Bei mir begann es damit, dass ich im Fernsehen gelogen hab“, so Bielendorfer auf die Frage nach seinem Karriere-Start.

Mehrere Verlage meldeten sich direkt nach der Ausstrahlung der WWM-Sendung bei dem damaligen Psychologie-Studenten und wollten das vermeintlich fertige Manuskript haben. „Ich hatte nichts. Ich hatte einfach Quatsch im Fernsehen geredet, ich saß gegenüber Jauch und wusste nicht, was ich erzählen sollte. Also hab ich Blödsinn geredet“, erklärt Bielendorfer. „Da ging mir der Arsch auf Grundeis“, erinnert er sich, als die Nachfrage der Verlage kam.

Eine Woche schrieb er daraufhin durch, „jeden Tag 12 Stunden“. Das Ergebnis wurde ein großer Erfolg: Das Buch „Lehrerkind“ hielt sich 2011 mehrere Wochen auf der „Spiegel“-Bestsellerliste. Auch die Nachfolge-Bücher wurden Bestseller. Heute ist Bastian Bielendorfer, der in Köln wohnt, nicht nur ein gefeierter Autor, sondern auch ein sehr beliebter Comedian und Podcaster. (sp)

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