Abo

+++ EILMELDUNG +++ Köln-Lindenthal Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Flammen

+++ EILMELDUNG +++ Köln-Lindenthal Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Flammen

Kurz vor „perfekten Dinner“Herd kaputt: „Der ist einfach ausgefallen“

Trotz Hektik behält Turina bei der Hauptspeise den Überblick über ihre Pfannen und Töpfe.
 (Bild: RTL)

Trotz Hektik behält Turina bei der Hauptspeise den Überblick über ihre Pfannen und Töpfe. (Bild: RTL)

Aktualisiert

Turina ist Perfektionistin. Aber kriegt sie auch das „perfekte Dinner“ auf die Teller? Das zeigt sich am vierten Tag der Darmstadt-Woche. Und der hätte fast unter erschwerten Bedingungen stattgefunden ...

„Essen und Kochen ist für mich ein Genuss, eine Lebenseinstellung, die ich gerne auslebe“, erzählt Turina (35), dass sie schon früh für sich und ihren Bruder leckere Mahlzeiten zubereitete. Heute wohnt die Wimpern- und Augenbrauenstylistin idyllisch mit ihrer Familie in Pfungstadt. „Unsere Vermieter sind so ein bisschen im Inneneinrichtungs-Design und machen Landschaftsgartenbau“, entsprechend durchdesignt sind Haus und Garten.

Doch ausgerechnet kurz vor Turinas „Dinner“ ging der Herd kaputt: „Der ist einfach ausgefallen.“ Helfende Hände und eine Ersatzkochplatte waren zum Glück schnell zur Stelle: „Ich bin ganz froh, dass ich liebe Menschen in meinem Leben habe, die dafür gesorgt haben, dass ich heute hier ohne Barriere mein Dinner präsentieren darf.“ Das geht hoffentlich pannenfrei über die Bühne. Unter dem Motto „Zwischen Meeresduft und Schokolust“ kredenzt die Gastgeberin Gerichte, die sie selbst gerne isst:

  1. Vorspeise: Knusprige Garnelen auf Safran-Aioli, begleitet von einem Avocado-Tatar und Polenta
  2. Hauptspeise: Filet mignon auf Pastinakenpüree, dazu glasierte Möhren und Jus
  3. Nachspeise: Schokotarte mit Vanille-Tonka-Eis und Himbeer-Coulis
Turina hofft, dass ihr Herd nicht wieder streikt.
 (Bild: RTL)

Turina hofft, dass ihr Herd nicht wieder streikt. (Bild: RTL)

Während Turina in der Küche werkelt, kommt es bei den Interviews der anderen zu Verwirrungen. „Wo ist der Max?“, fragt sich Petra (66). Der gesellt sich im Park gerade zu Markus (36). Das Redaktionsteam informiert ihn: „Du bist im falschen Interview.“ Max schaut sich fragend um: „Warum? Wo muss ich hin?“ Dann kommt Susanne (39) ums Eck und wundert sich, dass Max schon neben Markus sitzt. „Na, dann geh ich noch mal um den Block“, zieht Max von dannen, auf der Suche nach Petra. Derweil werfen Susanne und Markus einen Blick aufs Menü und sind überrascht: „Es ist auf jeden Fall deutlich klassischer, als ich gedacht hätte.“

Das perfekte Dinner: Polenta polarisiert

„Es war heute der entspannteste Tag von allen“, erzählt Turina den Gästen am Abend. „Der Herd läuft?“, fragt Susanne nach. „Ja, er wurde ja gestern ausgetauscht“, nickt Turina. Dann verschwindet sie in die Küche. Zeit für Markus und Petra, eine Diskussion vom Vorabend fortzuführen. Hat die Burg Frankenstein nun etwas mit dem berühmten Monster zu tun? Petra beharrt auf nein, doch ganz überzeugt ist Markus von ihrem Textausdruck als Beweis nicht.

Beim Dessert verabschiedet sich Turina vom Perfektionismus. Hauptsache, es ist etwas auf dem Teller.
 (Bild: RTL)

Beim Dessert verabschiedet sich Turina vom Perfektionismus. Hauptsache, es ist etwas auf dem Teller. (Bild: RTL)

Das Auge isst bei Turina mit, das erkennen die Gäste gleich bei der Vorspeise. Dass die Polenta nicht nach Plan gelingt, will Turina am Tisch verheimlichen. „Es ist schön angerichtet“, lobt Markus. Auf die Polenta freut er sich wenig. Max probiert das Küchlein aus Maisgries zum ersten Mal, wird aber nicht zum Wiederholungstäter: „Ich weiß ja nicht, wie das schmecken soll. Also dachte ich mir, das soll so schmecken.“ Markus bleibt bei seiner Meinung: „Ich verstehe einfach das Konzept Polenta nicht.“ Petra weiß hingegen die cremige Konsistenz in Kombination mit Avocado und Aioli sehr zu würdigen: „Es war wirklich eine Geschmacksexplosion im Mund.“

Beim Dessert schwindet der Perfektionismus

Zum vierten Mal diese Woche gibt es Püree als Beilage. Das wird auf dem Teller jedoch kalt, weil das Fleisch noch nicht durch genug ist. Das dauert und dauert. Plan B: das Fleisch in der Pfanne anbraten - und schon kann die leicht gestresste Gastgeberin wieder lachen. Mit dem Gargrad ist Petra dennoch nicht zufrieden: „Für mich war es ein bisschen zu medium.“ Max schmeckt alles: „Ich hab keine Kritik.“ Dann fällt ihm doch noch was ein: „Mir waren die Möhren ein Tick zu hart.“

Zwischen Markus (links) und Petra (Zweite von links) gibt es Redebedarf: Hat die Burg Frankenstein etwas mit dem Monster zu tun?
 (Bild: RTL)

Zwischen Markus (links) und Petra (Zweite von links) gibt es Redebedarf: Hat die Burg Frankenstein etwas mit dem Monster zu tun? (Bild: RTL)

Beim Dessert ist Turina schon alles egal. „Wir können jetzt hier gerade nicht von Perfektion reden. Hier geht's grad ums Überleben“, drapiert sie die Schokotarte auf den Himbeerspiegel. „Hauptsache, es ist alles auf dem Teller.“ Markus testet das Eis: „Für mich schmeckt Tonkabohne auch immer nach Waldmeister.“ Petra findet die Tarte „zu schokoladig“ und „bisschen trocken“.

Punkt 21 Uhr sind alle drei Gänge durch. „Das Zeitmanagement war wie die letzten Tage einfach richtig gut“, spürt Susanne den Druck für ihren Finalabend. Dank der Höchstwertung von Max schafft es Turina mit 37 Punkten an die Spitzenposition, die ihr nur noch Susanne streitig machen kann. (tsch)

Melissa Naschenweng auf der Bühne.

„Ein schwieriger Weg“

Melissa Naschenweng über die Schattenseiten ihres Erfolgs