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„Kitchen Impossible“ Wegen Jury-Bewertung: Tim Mälzer flippt komplett aus und wird beleidigend

Star-Koch Tim Mälzer in der VOX-Show „Kitchen Impossible“ (VOX-Ausstrahlung am 20. März 2022)

Ein Jury-Urteil bringt Tim Mälzer bei „Kitchen Impossible“ (VOX-Ausstrahlung am 20. März 2022) so richtig auf Palme.

Star-Koch Tim Mälzer ist sicher nicht für sein ruhiges Gemüt bekannt – doch ein Jury-Urteil bei „Kitchen Impossible“ lässt ihn ausrasten wie lange nicht mehr: Auch vor Schimpfwörtern schreckt er nicht zurück.

Als „knallharten Dilettanten“ bezeichnete Hendrik Haase (37) sich selbst, auch „Kitchen Impossible“-Gastgeber Tim Mälzer (50) selbst glaubte in der aktuellen Folge der VOX-Kochshow, ein leichtes Spiel zu haben. Denn mit dem gelernten Kommunikationsdesigner hatte er keinen Kochprofi als Gegner, sondern einen Tausendsassa, der sich unter anderem als Food-Aktivist einen Namen gemacht hatte und sich für nachhaltigen Konsum einsetzt. Ein gelernter gegen einen Hobbykoch, David gegen Goliath also? Jein - ein unfairer Kampf wurde es aus anderen Gründen ...

Zuerst schickte Mälzer seinen Gast „zum Großmeister der Saucen“, Thomas Martin (55), der im Restaurant des Hamburger Hotels Louis C. Jacob als Küchenchef fungiert. Nachzukochen galt es „Geschmorte Ochsenschulter mit Rotweinreduktion, Sellerie und Zwiebel“. Trotz des „hohen Niveaus“, das er erschmeckte, zeigte sich Haase zuversichtlich: „Ich setze auf meine Kreativität.“ Optik und vermutete Zutaten des Gerichts schrieb und zeichnete er als wild-künstlerische Skizzen in ein Notizbuch, dann ging's ans Einkaufen und gleich in die Küche. Weil er ahnte, dass die Sauce ihre Zeit brauchen würde, begann er nämlich bereits am Vorabend des eigentlichen Kochtages ans Werk.

Mälzer bei „Kitchen Impossible“ empört: „So 'ne Wertung gibt man nicht ab!“

Trotzdem kam er bei der Sauce am Ende nicht wie geplant ohne Speisestärke zum Binden aus, auch sonst machte er naturgemäß einiges anders als der Meister selbst, doch selbst der lobte Haases nachgekochtes Gericht: „Für jemand', der das nicht so professionell macht, hat er das richtig gut gemacht!“ Auch Mälzer fand beim Angucken des Films: „Optisch sehr, sehr schön“, und Haase selbst rechnete mit sechs bis sieben Punkten. „Also über die Mitte auf jeden Fall.“

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Tja - da hatte offenbar niemand mit der knallharten zehnköpfigen Jury, bestehend aus Martins Ehefrau, einem Foodjournalisten sowie mehreren Ex-Angestellten, gerechnet. Bei der Auszählung der Wertungszettel zeigte sich, dass niemand ihm über fünf Punkte gegeben hatte, teilweise waren es gar nur zwei oder drei. Und der Hammer: Ein Jurymitglied hatte gar nur null Punkte gegeben!

Das fand selbst Mälzer unmöglich: „Es ist für'n A....! Weil's einfach eine wirklich Nicht-Wertschätzung, Nicht-Anerkennung ist. So 'ne Wertung gibt man nicht ab, das würde man nur sagen, wenn du auf'n Teller spuckst und abgibst ...“ Doch Spiel ist Spiel, Haase startete mit einer Durchschnittswertung von kläglichen 3,6 Punkten. „Das ist die Note, mit der ich Abitur gemacht hab'“, verriet Mälzer, um die Stimmung ein wenig zu heben.

„Kitchen Impossible“-Kommentar: „Peter Lustig aus der Hölle!“

Er selbst wurde von Haase in die Schwäbische Alb geschickt und befürchtete Schlimmes vom Nachhaltigkeitsfan: „Ich hab' keine Lust, wenn ich so 'ne Baldrianwichse kochen muss ...“ Tatsächlich kam er zu Simon Tress, der im Bio-Fine-Dining-Restaurant 1950 nichts verarbeitet, was einen weiteren Transportweg als 25 Kilometer zurückgelegt hat.

Mälzers Aufgabe: „Kohlrabi vs. Karotte“, ein feines, vegetarisches Gericht mit unter anderem Dinkelrisotto. Oder, um es mit dem TV-Koch zu sagen: „Getreidelumpe“. Unter anderem musste er für das Gericht Sahne und Rapsöl selbst machen, begleitete sein Tun mit vielen mälzertypischen Kraftausdrücken und Sprüchen wie: „Das ist Peter Lustig aus der Hölle!“ Letztlich aber schlug er sich gar nicht schlecht und räumte sehr respektable 8,4 Punkte ab.

Schwer vorstellbar, dass Haase diesen Vorsprung noch würde aufholen können. In der albanischen Hauptstadt Tirana sollte er das Gericht „Fli mit Forelle“ und Granatapfelkernen nachkochen, kreiert von Slow-Food-Koch Bledar Kola (37). Der hatte unter anderem in England, Dänemark, Italien und Schweden gearbeitet und es sich zur Aufgabe gemacht, traditionelle albanische Küche auf Gourmetniveau zu präsentieren.

„Kitchen Impossible“: Ein fader Nachgeschmack bleibt

m Grunde eine Aufgabe ganz nach Haases Geschmack, doch der Clou lag im Detail: Das albanische Nationalheiligtum Fli, ein Gebäck aus mehreren Schichten, über offenem Feuer so hinzubekommen, dass es mit dem Original mithalten konnte, entpuppte sich nämlich als ziemlich tricky und „f...ing anstrengend“. Nichtsdestotrotz konnte sich das Ergebnis letztlich aber sehen und schmecken lassen, im Schnitt gab die Jury 7,9 Punkte.

Um noch gegen Mälzer gewinnen zu können, hätte der bei der letzten Aufgabe unterirdisch abschneiden müssen. Die bestand in einem ungewöhnlichen Dessert namens „Aubergine - Pekannuss - Apfelbalsamico“ des Sterne-Pâtissiers René Frank (37). Als „exzeptionell brillant, unfassbar lecker und irgendwie auch emotional“ empfand Mälzer diese kleine Köstlichkeit - was jedoch nicht hieß, dass er der beste Nachkocher derselben war: „Die Aufgabe fand ich immer noch kacke.“

Bei den Nüssen irrte er sich und kaufte Paranüsse und Macadamias, ansonsten improvisierte Mälzer viel. Ergebnis schließlich: 6,4 Punkte, insgesamt also 14,8, und damit ein klarer Sieg über Herausforderer Haase, der lediglich 11,5 erreicht hatte. Nichtsdestotrotz: Ein bitterer Nachgeschmack blieb - und das Gefühl, das da einer nicht fair behandelt worden war ... (tsch)

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