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Er blamierte ihn vor JahrenJauch ermahnt Kölner Kandidaten: „Jetzt ist Schluss!“

Luke Rothfuchs war schon zum zweiten Mal im RTL-Studio. Diesmal schaffte er es auf den Ratestuhl. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Copyright: RTL / Stefan Gregorowius

Luke Rothfuchs war schon zum zweiten Mal im RTL-Studio. Diesmal schaffte er es auf den Ratestuhl. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Aktualisiert

„Ich werde heute nicht mehr auf die Toilette gehen“, entschied Günther Jauch nach der Ekel-Story eines „Wer wird Millionär?“-Kandidaten. Es war ein Wiedersehen: Vor vier Jahren wurde Luke Rothfuchs dank Jauch bereits kurzzeitig zum Internet-Phänomen.

Das war kein Freudenschrei mehr, das war schon Freudengebrüll, was Luke Rothfuchs ertönen ließ, nachdem er nach dem vergeblichen Versuch vor vier Jahren diesmal in der Auswahlrunde sein Ticket für den Ratestuhl löste.

Sein Debüt bei Jauch brachte ihm seinerzeit 1,1 Millionen Aufrufe auf YouTube ein. Allerdings aus wenig rühmlichen Gründen: Jauch hatte ihn damals in der Sendung nach falsch beantworterer Auswahlfrage gedisst: „Haben Sie eine Grundschule besucht?“

„In meinem Ekel-Ranking ist Ihre Geschichte ganz weit vorn“

Luke Rothfuchs hätte also allen Grund, sauer auf den Moderator zu sein. Stattdessen freute er sich: „Und jetzt sitze ich hier, Herr Jauch, das ist der Wahnsinn!“

So emotional wie zu Beginn wurde er auch, nachdem er den ersten Joker für die 200-Euro Frage verschenkte: „Oh! Wenn ich das zu Hause sehe, rege ich mich über mich auf!“ Der nächste Joker folgte bei der 4.000er-Stufe.

8.000 Euro wert: „Die WHO empfiehlt, Säuglinge zu Beginn ausschließlich zu stillen - und zwar konkret in den ersten sechs ...?“ Tagen, Wochen, Monaten, Jahren? Als der Telefonjoker nicht sicher war, fluchte Luke Rothfuchs in Fäkalsprache. Nicht zum ersten Mal, weshalb Günther Jauch mahnte: „So, Sie haben jetzt drei Mal 'Sch...' gesagt, jetzt ist Schluss!“

Der Zusatzjoker sollte helfen. „Es tut mir leid wegen dem ganzen Fluchen, aber es ist auch einfach eine Situation hier“, meinte Luke Rothfuchs. Er wählte eine Dame aus dem Publikum. Die wusste: „sechs Monate“.

Verena Gargiulo stürzte von der 4.000er-Stufe auf 5000 Euro. Langsam gingen Jauch die Kandidaten aus ... (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

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Verena Gargiulo stürzte von der 4.000er-Stufe auf 5000 Euro. Langsam gingen Jauch die Kandidaten aus ... (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

„Jetzt kommen wir zu Ihrer ganz persönlichen Gruselstory“, schlug Jauch vor. Zuvor hatte er bereits erklärt: „In meinem Ekel-Ranking ist Ihre Geschichte ganz weit vorn.“

Als er noch in einer Erdgeschosswohnung lebte, hatte der Kandidat an einem besonders regnerischen Abend „ein lautes Flatsch in der Toilette gehört“. Die Ratte war beim Heben des Deckels zwar nicht mehr zu sehen, „aber Spritzwasser - ich hatte also definitiv Besuch durch die Toilette!“

Überhangkandidatin Moema Scocci fiel mit einer falschen Antwort von 2.000 auf 500 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

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Überhangkandidatin Moema Scocci fiel mit einer falschen Antwort von 2.000 auf 500 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Ein Kammerjäger empfahl ihm, ein Handtuch am Sitz anzubringen und vor jedem Toilettengang zu klopfen, damit „in meiner Wohnung keine Rattenbabys auf die Welt kommen“.

Günther Jauch war angewidert. „Ich glaube, Erdgeschoss-Wohnungen werden ab morgen im Kölner Raum deutlich preiswerter angeboten“, sinnierte der Moderator augenzwinkernd. „Heute Abend gehe ich nicht mehr“, dachte er laut.

Gewinner des Abends: Sören Henschel erspielte 64.000 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

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Gewinner des Abends: Sören Henschel erspielte 64.000 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

32.000 Euro wert: „Wovon soll es - so wurde es einst festgelegt - nicht mehr als 21 Millionen geben?“ Bitcoins, Atombomben, Internetadressen, Elefanten in Afrika? Bitter: Luke Rothfuchs hätte mit „Bitcoins“ richtig gelegen, traute sich aber nicht. Er erspielte 16.00 Euro.

So schlugen sich die anderen Kandidaten

Überhangkandidatin Moema Scocci, die auf Grundschullehramt studiert, erspielte am zweiten Abend keinen Cent mehr als beim ersten Auftritt: Sie fiel bei der 2.000er-Marke auf 500.

Noch tiefer war die Fallhöhe von Verena Gargiulo aus Mössingen in Baden-Württemberg: Sie purzelte von 4.000 auch auf 500.

Mathematik-Professor Christian Weiss hatte eigens für seinen Auftritt eine Simulation erschaffen, die ihm die perfekte Joker-Strategie berechnen sollte. Es reichte dennoch nur für 16.000.

Ohne Simulator erspielte er die höchste Summe des Abends: Sören Henschel, der International Economics in Bologna studiert, ging mit 64.000 Euro. (tsch)

Prof. Dr. Weiss hatte seine Strategie per mathematischer Simulation ausgeklügelt. Es reichte für 16.000 Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Mathe-Prof hat WWM-Strategie vorausberechnet

Jauch höhnt: „Das funktioniert doch nie!“