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Influencer bekommt pro Video-Post bis zu 50.000 Euro und sagt„Es ist ein hartes Business“

Nic Kaufmann verdient als Lifestyle-Influencer sein Geld - und das nicht wenig. (Bild: NDR / ARD / Patrick Wulf)

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Nic Kaufmann verdient als Lifestyle-Influencer sein Geld - und das nicht wenig. (Bild: NDR / ARD / Patrick Wulf)

Im ARD-Format „Money Maker“ legt Influencer Nic Kaufmann seine Finanzen offen. Er verrät, wie viel er mit seiner Reichweite pro Post verdienen kann - und weshalb er kurz vor dem Burn-out stand.

Mit Mode hatte Nic Kaufmann als Kind nichts am Hut. In der Schule habe er einfach das T-Shirt angezogen, das ganz oben im Kleiderschrank lag. Heute ist Fashion der Lebensinhalt des 25-Jährigen, bestreitet er doch als Influencer seinen Lebensunterhalt. „Man kann so viel verdienen, wie man träumen kann“, gibt Kaufmann in der ARD-Doku „Money Maker - Nic Kaufmann“ (ab sofort in der ARD-Mediathek) preis. Für einen Video-Post könne er „1.000 Euro bis zu 40.000 oder 50.000 Euro bekommen, wenn es amerikanische Kunden sind“. In seinem besten Jahr, 2022, habe er „etwas mehr als eine Million“ verdient.

Modeshootings gehören für Nic Kaufmann zum Arbeitsalltag. (Bild: NDR / ARD / Patrick Wulf)

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Modeshootings gehören für Nic Kaufmann zum Arbeitsalltag. (Bild: NDR / ARD / Patrick Wulf)

Geschenkt gibt es jedoch nichts, betont der Content Creator: „Es ist ein hartes Business.“ Dass er heute Kooperationen mit Luxusmarken wie Hugo Boss, Dior und Prada hat, sei harter und beständiger Arbeit zuzuschreiben. „Was ich nicht mag, wenn jemand sagt: Er hat nur das und das, nur weil er gut aussieht. Ich habe das Gefühl, das redet meine Leistung kleiner, als das, was ich reingesteckt habe“, räumt er im ARD-Film von Susan Penack mit dem Vorurteil auf, Influencer würden gar nicht richtig arbeiten.

Psychologe über Influencer-Branche: „Sehr verbreitet sind Depressionen und Burn-out“

Auf dem roten Teppich ist Nic Kaufmann ein gern gesehener Gast. (Bild: NDR / ARD / WDR)

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Auf dem roten Teppich ist Nic Kaufmann ein gern gesehener Gast. (Bild: NDR / ARD / WDR)

Vom Druck in der Branche berichtet auch Elias Jessen, der als Psychologe mit Influencern zusammenarbeitet. „Was ich am meisten höre von Content Creatorn, ist dieser Zahlendruck, dass sie das Gefühl haben, nicht selbstbestimmt entscheiden zu können, ob sie abgespielt werden“, weiß der Experte. „Sehr verbreitet sind Angststörungen, Depressionen und Burn-out.“

Auch Nic Kaufmann hat harte Zeiten hinter sich. In der Schule wurde er gemobbt: „Es gab die coolsten Kinder und die anderen und ich bin ganz unten reingefallen zu den Kindern, die nicht wichtig sind.“ Als er schließlich seine Heimat Singapur mit 17 Jahren verließ und einen Neustart in Deutschland wagte, plagte ihn die Einsamkeit. Dann probierte er Social Media aus - und entdeckte besonders Instagram und TikTok für sich. „Nach ein paar Monaten ging das schon durch die Decke“, erinnert er sich. Einmal habe sich innerhalb von 48 Stunden seine Followerzahl von 80.000 auf 400.000 erhöht.

Doch das ging nicht ohne viel Arbeit: Ideen entwickeln, Trends erkennen, Posts erstellen. „Ich musste krass lernen, dass ich Pausen nehmen muss“, schaut Kaufmann heute durchaus kritisch zurück. „Ich wollte jeden Tag zwölf Stunden was Produktives machen. Aber ich war so fertig irgendwann und habe die Motivation verloren.“ Erst als er auf die Warnzeichen seines Körpers gehört habe und dank Therapie gesündere Routinen entwickelt habe, sei das besser geworden: „Das war super hilfreich für mich als Person.“ (tsch)

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