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Eisner und Fellner sagen „baba“So geht es mit dem ORF-“Tatort“ weiter

Seit 1999 schon grantelt Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) ermittelnd durch Wien und Umgebung. Seine taffe Kollegin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) stieß 2011 dazu. (Bild: ARD / Degeto / ORF / Petro Domenigg)

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Seit 1999 schon grantelt Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) ermittelnd durch Wien und Umgebung. Seine taffe Kollegin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) stieß 2011 dazu. (Bild: ARD / Degeto / ORF / Petro Domenigg)

Nach dem Abschied von Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer steht der Wiener „Tatort“ vor einem Neuanfang. Ab 2027 übernehmen Miriam Fussenegger und Laurence Rupp die Ermittlungen - als Halbgeschwister mit einer besonderen Dynamik.

Der Abschied von Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer rückt näher: Am Sonntag, 12. Juli um 20.15 Uhr wiederholt das Erste mit „Azra“ einen Wiener „Tatort“ aus dem Jahr 2023. Währenddessen bereitet der ORF bereits seit Längerem den Generationenwechsel vor. Nach 14 gemeinsamen Jahren endet eine der erfolgreichsten Ermittlerpartnerschaften der Reihe - und die Nachfolger stehen längst fest.

Sie sind die neuen: Ab 2027 sind Miriam Fussenegger und Laurence Rupp als Wiener „Tatort“-Kommissare im Einsatz.
 (Bild: ORF/Thomas Ramstorfer)

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Sie sind die neuen: Ab 2027 sind Miriam Fussenegger und Laurence Rupp als Wiener „Tatort“-Kommissare im Einsatz. (Bild: ORF/Thomas Ramstorfer)

Krassnitzer ermittelt seit 1999 als Moritz Eisner, Neuhauser stieß 2011 als Bibi Fellner dazu. Zusammen gehören sie zu den dienstältesten und beliebtesten Teams der Krimireihe. Ihr letzter gemeinsamer Fall soll den Titel „Dann sind wir Helden“ tragen und voraussichtlich Ende des Jahres ausgestrahlt werden. Es wird zugleich ihr 40. gemeinsamer Einsatz sein. Krassnitzer begründete den Abschied gegenüber dem ORF knapp mit den Worten: „Besser wird es nicht mehr.“

Viel verrät der Sender zum Finale noch nicht. Bekannt ist lediglich, dass ein Mann unvermittelt zum Transporteur einer gestohlenen Geldsumme - und der Diebin selbst - wird. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der aus früheren Fällen bekannte Inkasso-Heinzi, gespielt von Simon Schwarz.

Das sind die neuen neuen „Tatort“-Kommissare

Kommissar Moritz Elsner (Harald Krassnitzer) ermittelt bereits seit 1999 im „Tatort“. (Bild: rbb / ORF / Andreas Fischer)

Copyright: rbb / ORF / Andreas Fischer

Kommissar Moritz Elsner (Harald Krassnitzer) ermittelt bereits seit 1999 im „Tatort“. (Bild: rbb / ORF / Andreas Fischer)

Ab 2027 übernehmen Miriam Fussenegger und Laurence Rupp die Wiener Fälle. Fussenegger spielt Charlotte „Charlie“ Hahn, die eine Sondereinheit des Bundeskriminalamts leitet. Rupp verkörpert ihren Kollegen Alex Maleky. Der besondere Kniff: Die beiden Figuren sind Halbgeschwister.

2011 bekam Hauptkommissar Eisner (Harald Krassnitzer) mit Bibi Fellner (Adele Neuhauser) eine neue Kollegin, die von der Sittenpolizei ins Morddezernat versetzt wurde. (Bild: rbb / ORF / Oliver Roth)

Copyright: rbb / ORF / Oliver Roth

2011 bekam Hauptkommissar Eisner (Harald Krassnitzer) mit Bibi Fellner (Adele Neuhauser) eine neue Kollegin, die von der Sittenpolizei ins Morddezernat versetzt wurde. (Bild: rbb / ORF / Oliver Roth)

Auch privat kennen sich die Schauspieler schon länger. Beide begannen 2010 ihre Ausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien und standen bereits während des Studiums gemeinsam auf der Bühne. Diese Vertrautheit soll nun auch dem neuen „Tatort“-Team zugutekommen.

Für Miriam Fussenegger bedeutet die Rolle den bislang größten Karriereschritt. Die gebürtige Linzerin wurde als zweitjüngste Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen bekannt und war anschließend unter anderem in den ORF-Serien „Walking on Sunshine“ und „Alles finster“ sowie in mehreren „Landkrimi“-Produktionen zu sehen. Auch im Kino machte sie mit Filmen wie „Schächten“ und „Hals über Kopf“ auf sich aufmerksam.

Der Wiener „Tatort: Azra“ (2023) ist am Sonntag, 12. Juli, um 20.15 Uhr im Ersten als Wiederholung zu sehen. (Bild: ARD Degeto/ORF/Felix Vratny)

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Der Wiener „Tatort: Azra“ (2023) ist am Sonntag, 12. Juli, um 20.15 Uhr im Ersten als Wiederholung zu sehen. (Bild: ARD Degeto/ORF/Felix Vratny)

Laurence Rupp gehört zu den bekanntesten österreichischen Schauspielern seiner Generation. International wurde er durch die Netflix-Serie „Barbaren“ bekannt, außerdem spielte er in Produktionen wie „Vorstadtweiber“, „Kafka“ und „Hunyadi“. Dem „Tatort“-Publikum ist er ebenfalls kein Unbekannter: Bereits dreimal war er in Wiener Fällen zu sehen - einmal als Freund von Moritz Eisners Tochter.

Ein erster Fall ist bereits in Arbeit

Der Auftaktfall trägt den Arbeitstitel „Krähen im Hof“. Darin stürzt ein Bewohner eines Wiener Gemeindebaus aus dem Fenster und kommt ums Leben. Schnell deutet alles auf Mord hin. Unter Verdacht geraten mehrere Nachbarn sowie die Ex-Frau des Opfers, das offenbar versucht hatte, die gemeinsame Tochter zu entführen. Regie führt Dominik Hartl, das Drehbuch stammt von Sarah Wassermair - beide arbeiteten bereits bei „Azra“ zusammen.

Die Planungen für die Nachfolge begannen bereits früh: ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz erklärte, dass der Abschied von Eisner und Fellner „schon länger seine Schatten vorausgeworfen“ habe. Mit Fussenegger und Rupp habe man aber schließlich „ein tolles neues Team“ für den österreichischen „Tatort“ gefunden. Fussenegger nannte ihre Verpflichtung eine „große Ehre und Auszeichnung“, Rupp sprach von „großer Demut und Verantwortung, aber auch irrsinniger Freude“. (tsch)

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