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In Memphis sucht Thilo Mischke nach Trumps „Kriegszone“ - und findet nur „eine Inszenierung“

Thilo Mischke sucht in den USA nach Analogien zu einer Realityshow - und findet deren reichlich. (Bild: ProSieben / Christoph Köstlin)

Copyright: ProSieben / Christoph Köstlin

Thilo Mischke sucht in den USA nach Analogien zu einer Realityshow - und findet deren reichlich. (Bild: ProSieben / Christoph Köstlin)

Mit markigen Worten hat Donald Trump demokratisch regierten Metropolen den „Krieg von innen“ erklärt. Auf den Straßen von Memphis sucht ProSieben-Reporter Thilo Mischke aber lange Zeit vergeblich nach der entsandten Nationalgarde.

Jetzt, da ProSieben Thilo Mischkes USA-Reportage ausstrahlt, führt Donald Trump Krieg gegen den Iran. Aber der US-Präsident hat schon letzten Jahr einen Krieg erklärt - einen „Krieg von innen“, wie er es genannt hat. Trump schickte eine Task Force, bestehend aus Nationalgarde, FBI und der Einwanderungsbehörde ICE, in demokratisch regierte Städte, in denen seiner Ansicht nach das Kriminalitätsproblem eskaliert ist. Darunter Memphis.

Die Südstaatenmetropole hat in der Tat eine der höchsten Kriminalitätsraten der USA - allerdings waren die Kennzahlen zuletzt auf einem historischen Tiefststand. Es ist Mitte Oktober 2025, als Thilo Mischke mit einem Kamerateam herausfinden will, „was es bedeutet, wenn die Nationalgarde in eine Stadt kommt“. Es sind die vielleicht bizarrsten Szenen seiner sehenswerten Reportage „Trump - The greatest Realityshow“.

Mischke trifft vor Ort den einheimischen Künstler Lawrence Matthews. Der warnt den Reporter aus Deutschland vor, dass er womöglich mit falschen Vorstellungen angereist ist: „Ich habe noch keine Soldaten gesehen. Ich weiß, dass sie hier sind, aber ich sehe sie nicht.“ Matthews vermutet „eine Form der Einschüchterung“ hinter dem präsidialen Task-Force-Befehl.

„Ist das die Kriegszone, von der Donald Trump spricht?“

Thilo Mischke bereiste für eine neue ProSieben-Doku die USA. (Bild: Seven.One / Kosei Takasaki)

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Thilo Mischke bereiste für eine neue ProSieben-Doku die USA. (Bild: Seven.One / Kosei Takasaki)

Gemeinsam fahren die beiden durch Süd-Memphis, ein ehemals prosperierendes Schwarzen-Viertel, das heute aussieht wie eine Geisterkulisse. Mischke ist bedrückt: „Hier wirkt alles wie am Rand der Welt, verfallene Straßen, verfallene Häuser.“ Und noch mehr wundert er sich: „Ist das die Kriegszone, von der Donald Trump spricht?“

Sein Stadtführer schimpft: „Er kennt diesen Ort nicht. Er weiß überhaupt nicht, wovon er spricht.“ Die Waffengewalt sei echt. Aber sie sei nur ein Symptom von Armut. Trump bestrafe die Menschen dafür, dass sie arm sind. So verhänge die Task Force in Memphis hauptsächlich Bußgelder für Verkehrsdelikte. Wenn sie denn mal sichtbar wird.

„Es ist schon komisch“, resümiert Mischke seinen seltsamen Städte-Trip. „Wir sind mehrere Stunden unterwegs, aber selbst in prekären Vierteln haben wir weit und breit keine Truppen gesehen.“ In einer von Gott und der Kundschaft verlassenen Shopping Mall sagt Lawrence Matthews: „Es ist eine Inszenierung. Es ist nicht echt. Sie hier und zugleich sind sie es nicht.“

Am Ende des langen Dreh-Tages entdeckt das Reportage-Team dann doch noch ein paar wenige patrouillierende Nationalgardisten. Auf der Touristenmeile von Memphis - weit weg von allen Kriminalitäts-Hotspots der Stadt.

„THILO MISCHKE. Trump - The greatest Realityshow.“ ist am Montag, 2. März, um 20.15 Uhr bei ProSieben zu sehen und im Anschluss bei Joyn. (tsch)

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